Full text: Lübeckische Blätter. 1979 (139)

nes Schriftstück unseres Finanzamtes, in dem es un- gleich als unsere Einrichtung die Zeitschrift „Lü- ter Hinweis auf die mit den „Lübeckischen Blät- beckische Blätter". Gemeinnütziges Tätigsein ver- tern" zusammenhängenden ständig steigenden wirklicht sich nicht nur im Bereithalten von Geld- Druckkosten unter anderem heißt: „Bei einer solo mitteln und selbstlosem Einsatz der Arbeitskrafkft, chen Entwicklung wird sich künftig die Frage stelo sondern auch in der geistigen Auseinandersetzung len, ob die Herausgabe der Zeitschrift, die den ger mit den allgemeinen und lokalen Problemen zum meinnützigen Zwecken der Gesellschaft janurmitr Wohle der Bürger Lübecks. Wir haben deshalb die telbar dienen kann, steuerlich noch als unschädlich „Lübeckischen Blätter” auch immer als Sprechsaal angesehen werden kann." Hier wird also unsere Ge- unserer Bürger aufgefaßt und benutzt. Bei dieser meinnützigkeit - wenn auch nur im Teilbereich ~ Zielsetzung müssen die zitierten Bedenken weit in in Zweifel gezogen. Die Überlegungen des damalir den Hintergrund treten. gen Direktors Overbeck, durch die Herausgabe ei- nes „Lübeckischen Gemeinnützigen Wochenblat- ; : f tes" zu noch größerer, beständigerer und direkter Meine sehr verehrten Damen, meine Herren! Teilnahme an der Gesellschaft und deren Zwecken, Ich habe Ihnen einige Gedanken zu gemeinnützi- zur Erweckung und Belebung des Gemeingeistes, gem Handeln in heutiger Zeit unterbreitet. Sie sind zur Pflege wahren Bürgersinns und zur wirklichen nur Teilaspekte eines wesentlich komplexeren Pro- Erreichung des Ziels, dem die Gesellschaft nach- blemkreises, dessen Erörterung im einzelnen den strebe, beizutragen, führten 1834 zu einer redaktioo- Rahmen einer Tischrede zum Stiftungsfest sprengen nellen Beteiligung an den „Neuen Lübeckischen würde. die Gesellschaft für das Gute und Gemein- Blättern” und an den ihnen folgenden, Lübeckir- nützige in Basel hat zu der Problematik anläßlich schen Blättern". ihres 200. Jubiläums eine Grundlagendiskussion Ich bin der Auffassung, daß die damalige Zielset- durchgetührt, der ich einige Anregungen entnahm. zung auch heute noch wirksam ist und praktiziert Es ist ZU hoffen, dalz diese Diskussion, der vw uns wird. Ich stimme keineswegs mit der Auffassung anschließen sollten, nicht im Esregs erstickt. sqn- überein, daß durch unsere Zeitschrift nur mittelbar dern zu praktischen Ergebnissen führt, damit das der Gesellschaftszweck verfolgt wird. Unsere Sat- Bemeinnützige Handeln aus privater Initiztiye als zung sagt ganz deutlich, dal wir zum allgemeinen Ausdruck echten Bürgersinns auch in Zukunft zum Wonl der Bürger Lübecks gemeinnützige und mild- Wohle aller noch verstärkt werden kann. tätige Zwecke fördern wollen, und nennt dabei zu- Es wäre ein Weg zu mehr Freiheit im Staat. Stiftungsfest: Nur wenig jüngere Mitglieder Auch in diesem Jahr erfreute sich das Stiftungs- bedacht, der Einsatzleiterin der Familienhilfe Frau kest reger Teilnahme durch die Mitglieder. Der Jn- Diemke die goldene Gedenkmünze der Gesellschaft resbericht fiel kürzer als gewöhnlich aus. Lang war zuuverleihen. Auch die großzügige Spende von Herrn auch diesmal die Liste der verstorbenen Mitglieder. Rudolfo Groth zur Begründung der Haushaltshilfe Der Schriftwart Rechtsanwalt Brock konnte vortra- fand die gebührende Anerkennung seitens der Fest- gen, daß der Mitgliederbestand in etwa gehalten gäste. werden konnte. Schwerpunkt seines Berichtes wa- ; k te Direktor K row auf die er- ren die besonders aufwendigen Aktivitäten der Ge- S ZF uns. Zahl de e Teilneh- c.. EB Stadt der Musikschule nicht einen Zuschuß in Höhe Zu SPrec hen, eryfiss sich sls unglücklich. e Jer des Haushaltsansatzes gewährt habe kiisrkat ente Raum ein Verstehen der Rede an allen Plätzen nicht stand der Eindruck, als sei inm nicht bekannt, daß es frwöglicht. : kür niemand einen Rechtsanspruch auf einen im Das Essen wurde allgemein - den Nachtisch aus- Haushalt vorgesehenen Zuschußbetrag für einen genommen - gelobt. Lebhafte Gespräche vieler Förderungszweck gibt. Teilnehmer im Anschluß an das Essen in den übri- Erfreulich sei, daß die Stadt einen Zusehuß von gen Räumen schlossen sich auch dieses Jahr wieder 50 000 DM zum Erweiterungsbau der Mütterschule ?? t . gewähre, konnte Direktor Kusserow ergänzen. Kritisch muß erneut darauf hingewiesen werden, Mit lebhaftem Beifall wurde auch bei dieser Ver. daß es nur wenig jüngere Mitglieder gibt, die am sammlung die Entscheidung der Vorsteherschaft Stiktuntstest tsilnetunen. hjw 2. 2
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