Full text: Lübeckische Blätter. 1978 (138)

von der Liebe gelenkt und überwältigt. Inre Hand- intendierte Realismus wird dadurch widerlegt, daß lungen erscheinen daher als Ausdruck fast zwanghaft die Schauspieler im Verhältnis zu den Häusern, Stra- !...: M 2) 1ttoqse) antsck zu gros snd. tas nibrs: lichten. schönen, aber voluminösen Renaissancekostüme von Auf diesem Hintergrund verliert die Heiterkeit der E. ZEupter. Komödie ihre Leichtigkeit und einen Teil ihrer Recht- Trotz dieser kritischen Anmerkungen kannte die kertigung. Der Sieger Antonio bleibt denn auch am auttührung im ganzen doch fesseln durch geschick- Ende einsam, letztlich genauso einsam wie sein Ken. te Personenführung und das gelockerte Spiel aller rr ~4Ir eiten di: qui geunges tsuver cle zrengs sts; ces im Schlußbild von denen verlassen stehen läßt. auge die Szenen Porzias beeinciruckten ms dem . ( l c Gs werden, daß der Regisseur die Ge tak Zu F&s2s! s eutlien hewordea in dem Nebeneinander der nicht zu einem ebenbürtigen Gegenspieler des Shy- §zisletent Forzias rtror anderes z1s qs §yisluls Uu staut. statt 1 Uu tts Jetogr stionztigur ds existenziell anrührenden Ernst der Ztztscle.tzughung th S] uB.1 esleicht vegt âss sgrun [ cl UU; ie Er Cr hr fert zeption betont. Sie überzeugt daher am meisten in von der Hersgnentährun t her tors ct zjiii: den Lorenzo-Szenen und im heiteren Spiel des künf- td ttthtg.l ten Aktes. Ausgesprochen amüsant erschien mir auch Dieser doch klare Gesamteindruck ist sicherlich die Parallelisierung der Liebesszenen zwischen den auch das Verdienst der Schauspieler. Paaren Bassanio - Porzia und Graziano - Nerissa. Die . ) : .: : stumme Wiederholung aller Gesten als zeitgleiche Rohderich Wehnert gibt seinem Shylock QGrößs. Zeirl Spiegelung deckte das immer Gleiche aller Liebes- Haß auf die Christen ist nicht individuell-kleinkariert, schwüre auf, zeigt, daß gerade die Leidenschaft auch Sondern von archaischer Gewalt. Dieser Shylock er- nur ein Element der Komödie ist, die die Menschen Schüttert am tiefsten dort, wo er als vernichtet er- miteinander spielen scheint. Auch in der Tiefe der Niederlage ster sr " Fragwürdig erscheint jedoch die Ausgestaltunk parent für der Typ des Juden. aber dic Ständardntiri. der Szenen, in denen die Freier um Porzia werben. hute des Jüdischen werden funktional in die Darstel- Das Märchenmotiv des Rätsellösens, bei dem das lung integriert, so daß dem Zuschauer klar wird: Dieser Glück des Helden von seinem Charakter abhängig Shylock ist gefesselt an seine Existenz als Jude. Er wird ey tilried untertauten. enn dis Zets durch gekränkt, weil er Jude ist und mul ,„jüdisch" reagieren. siert oder wenn die fr Ü Oct cnuse aB .o [ Ut Z.5ps unit Fuba! sviett ovisrt cuher uicht das stilisierte Eigenart der fürstlichen Bewerber durch das L eses mit dem Instrumentarium, das inm Verhalten ihrer jeweiligen Begleiterschar ins Lächerr- gzur Äußerung seiner Affekte eben zu Gebote steht. Und . 22: ducitge r C R En | )/rito §ecsrsvet in zotuer Barslsligie ger Gleich: Kästchens durch Begleitmusik so übertönt werden, daß AUE Utelette uu ca re seis distanzierte, der Sinn seiner Worte dem Publikum verlorengeht. Die fast unterkühlte Sprache seinen Worten eine Tiefen- Ec H Uu So sehr auch das Komödiantische mit der Gestalt Menschen, nicht den Typ Shylock. des Lanzelot vor allem in seinem Monolog hinrei- O .: : Bend ausgespielt wurde, so befremdlich erschien die Bedauerlich ist es nun demgegenüber doch, daß die- U. c: ft ss vst Us §: I M u ort §s6: h U zztzete wurté tut eiuer ve. zweifellos sympathischen Darsteller fehlte die Aus- bedecken. Feine Ulinaheit. e her ts Mitleid erweckt, ftrahy 1.9: Gin Gegengewicht zu seinem Kontrahen- re sqs es er Vence t zz se gur tz seu] D hat Rainer Luxem als Bassanio in Erschei- vordergründigen Komik dienstbar gemacht wird. Diese és n nat famer Lem au ieldieunbekümmer- Konzeption dementiert sich überdies selbst dadurch, [ rg ucs dessen, der als Ur pre! Glücks faktisch sg der Dorziener ars Lauzotoe unt etlauf der szene ohne Leistung der eigentliche Sieger ist. naler Verve um seine Anerkennung als Sohn fleht. Erfreulich ist es, nach längerer Zeit Angelica Draac Für den unbefangenen Zuschauer ist wiederzubegegnen. Ihrer schauspielerischen Verve zu erkennen, welche Funktion es hat Ur teres élingt ss. die Ysrsentszt FIerhörts ihrer Role aus vor dem eigentlichen Beginn des Schauspiels vor dein Kstn. ihrer Fersonlicht;sit nergitt glzunhstt zu dem Vorhang sitzt und angelt. Mit dem ersten Blick sehen: Nie itt cho schäne. gruuitize Märghenptttzes auf die Szene bietet sich dem Zuschauer dann eine fn. z Elzieh tie kopticisge Uuivochere uncinyis 116- Bühne dar, deren Kulissen illusionistisch das Vene- ; ; ' dig der Renaissancezeit repräsentieren sollen. Die- Elgsklar und telt den Juden vernichtet. ses Bühnenbild von Günter Kupfer erweckt den . Ebenfalls erfreulich ist es, Peter Zeiller wieder in Eindruck einer Enge, die der Entfaltung des Spiels einer kleinen, aber wesentlichen Rolle zu sehen, in der hinderlich scheint. Das erklärt sich wohl aus einer er, wie hier als Lanzelot, sein komödiantisches Können Disproportion zwischen Menschen und Sachen. Der entfalten kann. pH
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