Full text: Lübeckische Blätter. 1978 (138)

LÜBECKISCHE BLATTER HERAUSGEGEBEN VON DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT SCHRIFTLEITER:: DR. PHIL. EBERHARD GROEN EW OLD LU B E CK, DE N 10. JU NI 1978 EIN HU N D ERTA CHT U N DO REI SS I G ST ER J A HR G A N G .- NU M MER 11 Weiterhin Wachstum im Olstseeverkehr Außerordentlich umfangreich geriet das neue Ost- den Anstieg des Tourismus geprägt ist, sondern im seejahrbuch der Industrie- und Handelskammer zu Güterverkehr durch Lkw. Der Stückgutverkehr Lübeck, das jetzt der Vffentlichkeit vorgelegt wurde. werde heute zunehmend per Lkw abgewickelt, es sei Im Hinblick auf das wichtigste Thema sicherlich zu zu einer Verlagerung von der Eisenbahn zum Lkw Recht, denn mit „Strukturwandel im Ostseeverkehr“ gekommen. Die Konzentration auf wenige Häfen ist eim bedeutender Wirtschaftszweig für unseren war die Folge. Durch Verbesserung der Straßen- Raum angesprochen. Das Jahrbuch ist dem kürzlich ganbindung dieser Haupthäfen und hohe Investitio- verstorbenen langjährigen Leiter der Verkehrs- nen für Fähranleger und Containerumschlagsein- abteilung der Kammer Gerhard Stock gewidmet. richtungen wurde diese Entwicklung weiter geför- In einem Grundsatzbeitrag stellt der Haupt- dert; geschäftsführer Dr. Dr. Jürgen Pratje fest, daß der Im Fährverkehr mußten neue Linien, die vom gesamte Ostseeraum heute von einem dichten Netz sprunghaften Zuwachs profitieren wollten, wegen regelmäßiger Schiffsverbindungen ~ vorrangig mit fehlender Rentabilität eingestellt werden. Fusionen Fährschiffen, aber auch mit konventionellen Schiffs- und die Staatsbeteiligung waren weitere Folge der einheiten – überzogen ist. Die Hauptverkehrs- Entwicklung. routen verlaufen in Nord-Süd-Richtung. Hierbei Der Wettbewerb unter den Häfen führt haben die Vogelfluglinie und der Hafen Lübeck holicn Iwestitionen und in N O guurie zu eine dominierende Position. Überkapazitäten. Wachsende Bedeutung haben die von Polen und Für die. vecitere Entwicklung: ist : %. der UdSSR ausgehenden Verbindungen sowie die ur cr cs Kukaiüe s gi ron cem Ic: Einiat Euechers der PDR. md. Dänemark und teren Anwachsen des enhandels der Ostseeanlie- Schweden. Up u. V zur n In der Ostsee sei in den letzten beiden Jahrzehn- yon Jumbofähren werde die Zahl der Abfahrten ten der Einsatz größerer Schiffe zu beobachten. DIe allmählich sinken. Der starke Wettbewerb werde zu größten Schiffe stellt dabei Finnland. Trotzdem sei ciner Konzentration auf die bedeutendsten Routen die Küstenschiffsflotte mit ihren kleineren Schiffs- führen. Brücken- und Tunnelprojekte werden dazu typen noch nicht verdrängt. Sie habe zum Beispiel führen, daß Parallelrouten teilweise eingestellt wer- als Zubringerdienst zu den Fährschiffshäfen neue gen müssen. Ein Teil des Verkehrs werde sich auf Einsatzmöglichkeiten gefunden. weiter östlich gelegene Routen verlagern. Der Einsatz neuer Schiffstypen sei für den Wan- Für die Häfen bringen größere Schiffe den Vorteil, del besonders . charakterisierend. In erster Linie Jaß die Fähr- und Ro-Ro-Anleger besser genutzt müsse man die modernen Autofähren, aber auch die jwerden können. Mechanisierung und Technisierung reinen Fracht- und die Eisenbahnfähren nennen. müssen beschleunigt, der generelle Ausbau verlang- Ro-Ro-Schiffe und Container-Kümo sind stark verr gjamt werden. Der Lkw- und Containerverkehr treten werde weiter anwachsen, die Eisenbahn werde ver- Die UdSSR habe spezielle Sce-Binnenschiffe ent- suchen. ihren Anteil wieder zu vergrößern. wickelt, die sowohl das Fluß- und Kanalsystem der Ergänzend erklärte Dr. Pratje. daß aus der Lü- UdSSR wie auch die Ostsee befahren können. Klei- per Situation festzustellen ist, daß die Eisenbahn- nere Schiffe, die das zentraleuropäische Wasser- fähre zwischen Lübeck und Hanko inzwischen ren- straßennetz befahren können, sind in Vorbereitung. tgahel arbeitet. In absehbarer Zeit werde eine Eisen- Anfang der sechziger Jahre begann auf der Ost- bahnfähre zwischen Lübeck und einem schwedischen see der Autofährenboom. Die Hauptbedeutung dier Hafen realisiert werden können. Eine private Tra- ser Fähren liege nicht im Personenverkehr, der durch jektverbindung unter Beteiligung der Schwedischen 1 1 4
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