Full text: Lübeckische Blätter. 1977 (137)

rüglicher Hinsicht auf die Bedürfnisse unserer sozialen oder kulturellen Zielen, die geschaffenen Stadt.“ Und weiter: „Wokltätige Strahlen des von Altenwohnungen, das neue Studentenheim, die hier ausgehenden Lichtes drangen in die dunkleren Vortragsabende und Hauskonzerte, der Theater- Geister und ließen sie heller sehen über manches ring, die Bücherei und die anteilnehmende aber Bedürfnis. Klare, hier ausgesprochene Worte ver- freimütige Erörterung aktueller Fragen des Ge- drängten schon oft Vorurtheile und irrige, beschrän- meinwesens in den „Lübeckischen Blättern“ sPr E- kende Urtheile.“ chen für sich. Wir können eine ganze Reihe derartiger Beschrei- Daß eine Reihe von Vereinigungen mit gleich- bungen dieser Gesellschaft durch die 188 zurücklier gerichteten Zielen von gemeinem Nutzen sich hier genden Jahre hindurch finden. In ihrer Aussage angeschlossen haben, zeigt einmal mehr die An- sind sie sich ähnlich geblieben. ziehungskraft dieser Körperschaft. Die materielle Daß ich Ihnen diese Zitate heute abend hier mit- Kraft, in diesem Sinne auch alles Sachliche oder teile, geschieht in der Absicht, mit Ihnen zusam- ODingliche zu leisten, erhalten wir zusätzlich aus men auf die Fundamente dieser Bürgervereinigung den uns immer wieder übergebenen Stiftungen, zurückzublicken. Sie hat mehr bewirkt in dieser Legaten und Zuschüssen. Sie sehen daraus, meine Stadt als nur ihr eigenes Fortbestehen. Sie – und anfänglich geäußerte Skepsis kann beiseite gelassen mit ihr die Menschen, die die Gedanken und An- werden. z N c: up Goreruen tur GN Crroucrurs 13s Erurtrss Feser §csest hier Wesentliches bewirkt und hat, wie der unver- ftizke tur Retördenus semtinngtrtzer ltglar gessene, in diesem Jahr verstorbene zeitweilige Mit- liegen. bürger und das Mitglied dieser Gesellschaft Ahas- : : : L z ver von Brandt bestätigte, „das geistige und so- . Micrbei zende ieh zuich besonders an unsere ziale Leben der Stadt maßgebend beeinflußt“. zungeren ithürger. z Ye nachwachsende Gene- Er hat uns geschildert, wie die „Gemeinnützige“ tztou: ks ese zie fw ui Grgu uiäzchen t” im 19. Jahrhundert auch an der politischen Erneue- fallen, und auch Sie, liebe Mitglieder, werden dies rung der Stadt regen und entscheidenden Anteil sicher nicht tun wollen. Kritisches Hinsehen auf genommen hat. andere setzt Selbstbesinnung voraus. Mir scheint Wenn wir uns auf diese Vergangenheit, auf Jedoch, die Frage nach den eigenen Möglichkeiten die Wirksamkeit des Zusammenschlusses von Bür- und Fähigkeiten, mit denen man Hilfe anbieten gern dieser Stadt besinnen, ermutigt es uns zur Kann dem Hilfebedürftigen, ist schlichtweg un- gleich, mögliche Entwicklungen unserer Tage zu modern geworden. Die Dringlichkeit dieser per- erkennen, ihnen gleichsam nachzuspüren und das manenten Fragestellung wird nicht gesehen. Eine [ ichüiäre Zu stereuchen. dazu notwendige Gesinnung ist – so scheint es Vr; §r Mensch Zst. ak mir – mit dem Verlust so vieler Traditionen auf src r E on . ew: E LT §tt rteute je!! Phänomen des Tradit; ihrer Lebensumstände dient, nicht denkbar. Die ist rie! Uher Jas Lhäanomen des krccitions- Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, sind vielfältig. serlustes. iy; deu letztgs ( Jahren nachgodacht Sie reichen von der Anwendung der ,„Nächsten- worden. und L.. wurden viele Ursachen aufge- Hiebe" bis hin zu der Schaffung von. „Sozialpro- spürt. Dabei ist aber auch kestgestellt worden, daß dukt“. Keiner von uns vermag auf die Piuer. is0- manches, was. uns an Sitten, Üblichkeiten und Ger- liert zu leben. Jedem einzelnen jedoch eine Ge- bräuchen überkomme n ist, fahrlässig und leicht- meinschaft anzubieten, an die er sich anlehnen fertig sozusagen. rüber Bord geworfen wurde, kann, in der er sich aufgehoben fühlt und die ihn nicht zuletzt, weil cs unbequemer Ballast zu sein ermuntert, Aktivitäten zu entfalten, ist nur als êchicn. Leistung der Gruppe, eines Zusammenschlusses Ihnen, von denen viele auch außerhalb dieser denkbar. Gesellschaft zum allgemeinen Nutzen tätig sind, In diesem Sinn kann die „Gemeinnützige“ auch erzähle ich ja nichts Neues, wenn ich feststelle, heute ihren Daseinszweck Begreifen. Wir sehen §alt §s »ubeguen! sein kary. ndern. zz heléen, uns eingebunden in die menschliche Gesellschaft, sich um den Nächsten uncl den. Übernächsten und di I ewst di Gemei die vielen, vielleicht nie Erreichbaren zu küm- tf ken.. §1 Ewonnern. dicses Csemeinwesens Le Hern. Es kostet Kraft,. es kostet : Ideen. Es kann ur , tres bedeuten, von eigenem Vermögen abzugeben. Es Wir haben uns zusammengeschlossen und hof- bedeutet, Ausdauer zu zeigen und Rückschläge in fen auf ständige Erneuerung, um + wie ich es Kauf zu nehmen. Es bedeutet zugleich, für andere eingangs andeutete – Hllke anbieten zu können. stellvertretend mitzudenken und mitzuhandeln. Es Ich kann es mir heute hier ersparen, Ihnen über bedeutet, gelegentlich mißverstanden zu werden Ziele, Art, Form und Wirkungen dieses Angebots und trotzdem Mut zu behalten. Es bedeutet, Aus- zu berichten. Die Familienhilfe, die Mütterschule, wahl zu treffen und nicht alles gleich gelten (im die Tätigkeit der verschiedenen Stiftungen mit Sinne von Gleichgültigkeit) zu lassen. IC ? no
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