Full text: Lübeckische Blätter. 1977 (137)

MN \ EMAs [[]] INL Telefon 0451 / 7 10 24 ZEN} m ~ ® m ] N ichtet richtig eln § tet, um im Werkstattlook als letzte Premiere der Ei traße 12-14 Spielzeit zwei Beiträge herauszubringen, die an nrichtungshaus Lübeck, Mengstra größeren Bühnen selten zu hören sind. Dazu gehört „Bastien und Bastienne“, das idyllische Schäfkerspiel, das der zwölfjährige Mozart für eine Aufführung des Norddeutschen Rundfunks Hannover unter der im Gartentheater des Dr. Mesmer in Wien kompo- Leitung von Heinz Henning) auf die sichere Prakti- nierte. Auf dem Umweg über eine Parodie war die kabilität der Partitur Koerppens hin. Fabel von Rousseaus „Dorfwahrsager“ in Mozarts Die anschließende Darbietung von Liszts 1855 Hunde gettommen. fths Hatte. lr z h q!tstirilchen Herr, wie ] , licher Ton noch im- fttstandsngr ertonuts r Ur für clic mer durch seinen dezenten Kammerstil anspricht. allerdings nur zögernd voranschreitende Aufarbei- Von einem Streichquartett und einigen Bläsern tung des 19. Jh. im gegenwärtigen Konzertbetriebl, unter der Leitung von Bruce Cohen begleitet, wuß- bei der auch der lang darniederliegende kompor ten Antje Krieg als reizvolle Bastienne, Helmut sitorische Ruf Liszts rehabilitiert wird und vor- Moser als flatterhafter Bastien und Lars Waage als nehmlich seine revolutionären harmonischen Neuer Schäfer Colas das Liebesgeplänkel lebendig einzu- rungen (die bis zur Polytonalität und Quartenhar- kangen und nach einer burlesken Zauberszene alles monik reichen) und die Art seines großformatigen Zu einem slücklichen Ende zu kühren. Trotz spär- improvisatorischen Erfindens neues Interesse err licher Requisiten im nüchternen Bühnenraum ge- regen. Die weit ausladende und oft auseinanderstrer lang es Antje Krieg, mit erfreulich gereiftem Sopran bende Formwelt der von romantisch gefärbtem dienen Volkston zu treffen, durch den das kleine Katholizismus und ekstatischem Cäcilianismus in- Werk lebt. Auch Helmut Moser, ein geschmeidiger filtrierten Psalmkomposition Liszts auf einleuche. Tenor, und Lars Waage als sonorer Baß dienten tenden musikalischen Proporz zu bringen, gelang ansprechend dem neckischen Spiel, dessen Aktio- dem Singverein Oldenburg unter der Leitung des nen Diedrich Klusmann im sparsamen Dekor ein- kurzfristig eingesprungenen Volkmar Fritsche nur king. ' %. . E ö annäherungsweise. Über die große Chor- und Rindringlicher wirkte in dieser Atmosphäre eine Orchesterapparatur hinweg bestand auch ohne Ballade von Liebe und Tod, die rhythmisch wie Opern-Stentorstimme (wie sie hier legitim am Platz harmonisch interessante Kurzoper „Der arme gewesen wäre) Theo Altmeyer mit ungewöhnlich Matrose“ von Darius Milhaud. Folklore und rafti- legatorfirmem und von der ihm eigenen hell-runden nierte klangliche Kombinationen lassen hier in Kopkigkeit geprägtem Tenor. akzentuiertem Parlando und psychologischer Pro- Zuletzt mit dem Lübecker Domchor unter der Vlematik ein Heimkehrerschicksal aufleuchten, zu Leitung von Uwe Röhl Mozarts unvollendete c-Moll- dem Jean Cocteau nach einer Zeitungsnotiz das Messe, eine Wiederaufnanme aus dem Herbst 1975. Libretto verfaßte. Daß Manlers strenge Forderung nach der Neugeburt In der spannungsvollen Inszenierung, in die eines Werkes bei jeder Aufführung hier weitgenend Elmar von Ottenthal charakteristische Bilder von erfüllt werden konnte, lag nicht nur an der Neur Salvadore Dali einblendete, erlebte man den ver- besetzung von Instrumentalisten (Norddeutscher Heißungsvollen Tenor Ronald Pries als Matrose, die Rundfunk Hannover) und Solistenquartett (Juttan ausdrucksstarke Sopranistin Kathleen Martin als Renate Inhloff, Sopran I; Ruth Amsler, Sopran Il; seine Frau, den vielseitigen Bassisten Dan Muse- Theo Altmeyer, Tenor; William Reimer, ein von tescu als Schwiegervater und den ausgeglichenen Koerppens Sprechgesang noch arg ramponierter Bariton Denis Trussas als Freund. Die karbige, in Baß). Im Rückblick haften blieben u. a. der auf- sdolistischer Besetzung nicht leicht zu bewältigende glühenden Glasgemälden vergleichbare Chorklang, Musik lag bei Ludwig de Ridder und ersten Kräf- die düsteren Aquatinta-Werte des relativ zügis ger ten des Städtischen Orchesters in sicheren Händen. nommenen ,Qui tollis‘rs, das fast jubelnd daher- Dieser Opernmatinee, deren kontrastreiche Beiträge stürmende „Credo“, das Schalmeien-umspielte Hir- mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden, sollen tenidyl1 des ,Incarnatuss, in dem Jutta-Renate weitere folgen. Dafür wäre statt dieses Provisoriums Ihlokfft ihren schmal konzentrierten, angenenm wohl die Bühne der Kammerspiele vorzuziehen. vibratoarmen Sopran mit ruhiger Klarheit bis zum Dr. Gerhard Hanschke dreigestrichenen C emporführte. P. M. A. Veranstaltungen Mozart: „Bastien und Bastienne“ Hans Kock Milhaud: „Der arme Matrose“ Skulpturen ~ Bildformen zur Architekt t Hinter dem geschlossenen eisernen Vorhang, auf Atri 16 s : znr . Iekiur einem Podium unter dem Schnürboden, hatte sich m 16. Juni 1977, um 20.00 Uhr eröffnete Senator das Opernstudio der Städtischen Bühnen eingerich- Koscielski die diesjährige Bildhauerausstellung im § MATRATZEN-MÜHLKE Das Fachgeschätt für Federkern . Schaummatratzen Kinderbetten . Kindermöbel Lübeck, Hundestr. 52-56. Tel. 749 49 | G2
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