Full text: Lübeckische Blätter. 1977 (137)

Ebenfalls aus der Mohnkopfwerkstatt stammen nären Beitrag zur niederdeutschen Erbauungslitera- „Dodes Dans“-Frühdrucke von 1489 und 1496. tur geleistet.“ cgCn]nsoosslssss :.. s ON überhaupt dar. Er ist geziert durch die besten Lü- entdeckten „Gregorius I.ibeceusis“, 1492 bei Mohn. becker ur c E k o chnitte jener Jahre. Der kopk gedruckt, an, die makabre Geschichte von der Künstler dieses Werkes ist identisch mit dem s0- sündigen Liebe zwischen Bruder und Schwester und genannten JMeister A’ der Lübecker Bibel von 1494, der Ehe zwischen Mutter und Sohn. Natürlich der zeitweilig wegen der außergewöhnlichen Fein- drängt sich der Vergleich mit Thomas Mann auf, heit der Darstellung für Bernt Notke gehalten der im Herbst 1945 nach der Lektüre der Gesta wurde. Der Nachdruck dieses Buches + jenes das Romanorum in sem Tagebuch schrich: „Ich wulkte ganze europäische späte Mittelalter so heftig er- nichts von den vielfachen Erscheinungsformen der regende und so vielfältig gestaltete Totentanzthema Legende, hatte besonders von Hartmann von Aues ~ erfolgte bereits 1496 mit nur geringfügigen, auch mittelhochdeutschem Gedicht kaum gehört. Aber sie weiteres Lübecker geistliches Kolorit verarbeitenden tts ur s zue. 96 s? gieict damsts L! Z Zugaben.“ ecdanken um : , ' t s k ' ' dem „Der mittelalterliche Totentanz hatte eine lange Pr: keustuth § ts nus r.. ly" vod echt — und eine sehr speziell deutsche – Tradition. Der chen.“ So entstand „Der Erwählte“. erste erhaltene niederdeutsche Totentanz, der Lü- Y . : . becker Totentanz von 1463, zeigt deutlich ein Ab- „Beide Lübecker Üregorius Bearbeiter, er weichen von der überlieferten französischen Danse- Mohnkopfschriftsteller und der Autor des Er- macabre-Fassung und entwickelt sich immer deut- wählten’, haben übrigens“, sagt Schwencke, „EINES licher zu einem Erbauungswerk, insbesondere als mn der Darstellung gemeinsan ; den nüchternen literarische Fortsetzung der Bußpredigten der Bet- Sinn des Hanseaten. zt bleiben vrt! Mey Gre 7 SE UO S Sodann kommt der Vortragende auf die Lübecker schälten. Bibel zu sprechen. Er sagt: „Kein Werk unter den Schätzen der Literatur der Lübecker Wiegendrucke hat bislang ein so ungerechtfertigt bescheidenes Da die Festrede aber nicht nur die historische, Dasein fristen müssen wie die bei Steffen Arndes gondern auch die gegenwärtige Bedeutung Lübecks szrttnlerrrsr zicht ben 1lehtheptarvekes) für das Nisderdezitche aufzeigen sollte, ging Ute est swtmter wir T:. egen t ! qodarrs zor ur er niederdeutsche Bibel und übertrifft alle anderen deutsche Sprachkorschung, dessen zusammen mit dem bei weitem an Umfang. Bei etwa einer Million Hansischen Geschichtsverein jährlich durchgeführte Worten kommt ihr auch heute noch kein modernes Pfingsttagungen unvergeßlich mit Lübeck verbun- Bibelwerk gleich. Sie enthält zum Teil sehr wert- den seien. Er erwähnte die „Lübecker Richtlinien“, volle Holzschnitte und hatte, bevor sie von Gerd gHhne die es keine akzeptable Grundlage für die t r wm u I omviete s saorcW FUe Ve cet.e q. bereits die Kunsthistoriker intensiv beschäf- us le yet, su qu Je! wu tigt: „Lubeke aller steden schone’, das ist auf man- mit dem Namen Lübeck verbinden, die Möglich- Sw llelwchnitt im Hintergrund durchaus noch hzit zr sechrstsns Hzztctutchst. Gztenyutts: / . iteratur ausschlaggebend erweitert. Aus den zwan- Einen Beitrag sui generis weist die Lübecker Hitsr Ft! z less te Venn, iIeeaeae ecoGoÓÔÒ '+ deutschen Vollbibeln bezeichnete, auf, zu -lem es best: Wichtigstes Ercignis nach dem Kriege war m vordem und auch nachher keine Parallele gab. üheck cle Gründs ng drs Niederdeutschen Büh- Während die Kölner Vorlage von etwa 1478 das nenburdes zul luitiattre xen Ervin Uerzts: Hohe Lied nur lateinisch wiedergab, um junge Schwencke schlok mit einigen Strophen aus einem Menschen in ihrem Glauben nicht zu gefährden, hat Gedicht von Gustav Struck mit dem Titel „Platt- der Lübecker Bearbeiter, mit Sicherheit ein orts- dütsch Lübeck“. Da heißt es vom plattdertschen put rs Ir U UV RR R kirchlicht’. Damit hat er einen zwar s Bs vun'’t COR / f. r .caet theologisch neuen, wohl aber volkssprachlich origir- un stuur!“ Gro. 142
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