Full text: Lübeckische Blätter. 1976 (136)

blieben bisher völlig offen. Ahnliches gilt für die KRettungskonzeption und Forschungsprogramm: Neugründung Heinrichs des Löwen von 1138/59: Die Konzeption des Amtes für Vor- und Früh- B Geht auf ihn wirklich der regelmäßige Stadtplan geschichte (Bodendenkmalpklege) sieht vor: 1. Schutz- mit Markt und Marktkirche im Zentrum zurück. maßnahmen und Sicherstellung von Informationen Es spiegeln Besitz- und Grundstücksstruktur des Kauf- über Bauvorhaben im Planungsfrühstadium, 2. früh- stadt leuteviertels um den Markt nach den Quellen des zeitige Durchführung von archäologischen Probe- zur späten 13. Jahrhunderts wirklich noch die Verhält- untersuchungen, 3. Entscheidung über Notwendig- der ' nisse des von Fritz Rörig erschlossenen „Gründer- keit systematischer Rettungsgrabungen, 4. gegebe- Becke konsortiums“ ? Antworten kann nur die Archäologie nenfalls Durchführung solcher Grabungen rechtzei- Erwe geben. Alle derartigen Lübeck betreffenden Er- tig vor beabsichtigtem Baubeginn. Di kenntnisse haben „sogleich europäische. beispielhafte Angesichts der wissenschaftlichen Schlüsselstel- He Bedeutung“ (A. von Brandt). lung Lübecks hat einer der zur Förderung inter- “der Einmalige Geschichtsquellen von Zerstörung bedroht: disziplinärer Schwerpunktforschung in der Bundes- wie 1 Während der Wiederaufbaujahre nach dem zwei- republik begründeten Sonderforschungsbereiche, diese ten Weltkrieg hat Werner Neugebauer unter schwie- hiätwl ich der SB ! der Ypiyersität Kiel. zin jane N3 rigsten Verhältnissen aus Baugrubenrändern, Brun- kristiges Projekt jZwolesitht vu huge: it daß nen und Kloaken eine Fülle von Erkenntnissen ge- lidie Vuterzichwiges L eg le der 1 a inner wonnen, die in Verbindung mit den Schriftquellen stadt Lübeck sst )a en: Es izt engstens mit den Brück ungeahnte Aussagen für Kultur, Wirtschafts- und Amt küx Vos: zn Ft es.. ichts sr k Harsestädlh vorgt Sozialgeschichte geliefert haben. In der Forschung verknüptt. Den Umrizsenen [ges tellungen gemäß solche zt Uiibeck dadurch; borüh d i1 hi sind Untersuchungen in den Bereichen Burgkloster, L Textilien sich hervorragend erhalten Haben. Die Asittyictte!. “t Lewtriertel. VNoyhüsel sowie Iz Kernfragen zur Frühgeschichte der Stadt mußten da- Hancwctkerficttehgrtst Zetidien Lorgere en; ur gt mals jedoch offenbleiben. weil in den Zeiten der Eine Zukunft für unsere Vergangenheit? ge Not Mittel für systematische Untersuchungen fehl- Ob es gelingt, aus den Bodenurkunden der Ver- s ten. gangenheit vor ihrer Zerstörung hinreichende Er- iz k: Mittlerweile hat eine zweite groke Welle der kenntnisse zu gewinnen, ist noch nicht entschieden. reicht Zerstörungen im Gefolge von Bau- und Sanierungs- Denn archäologische Ätheit 1 sn. msdemcz] dring maßnahmen eingesetzt: Es stellt sich die Frage, ob Großstadt ist organisatorisch ig technisch schvrie; S 5-B es gelingt. die AC V'arünsekuig eas ' fü rige persons]. und hestetiztetssß: Kesgzunkturkördi, gänge rettenden Untersuchung der Bodendenkmäler vor tfs (V Bayroratrn 14 Uetrh a aer Ös ihrer Zerstörung zu schaffen, ob es hier wie andern- täglich zu Notentscheidungen, die mit Hinblick auf ßtutre orts gelingt. Genesis und Entwicklung der euror die Zukunft unserer Vergangenheit kaum verant- M päischen Stadt exemplarisch zu erforschen. wortet werden können. Günter P. Fehring “ss Drehl Buxtehude-Preis an Marie-Claire Alain hier i Den Buxtehude-Preis 1975 der Hansestadt Lü- Der letzte Buxtehude-Preisträger, der dänische bz . beck erhielt aus der Hand von Bürgermeister Kock Musikwissenschaftler Prof. Dr. Soren Sorensen, wies die französische Organistin Marie-Claire Alain. Da- darauf hin, dak es bei der Wiedergabe der alten Die mit wurde bei der zehnten Verleihung des 1951 an- Orgelmeister nie eine eindeutige Objektivität ge- der C läßlich der 700-Jahr-Feier der Marienkirche gestif. ben könne, weil in den Kompositionen etwa von nicht teten Preises erstmalig nach Komponisten und Mu- Bach und Buxtehude fast keine Ausführungs- und gänzr sikwissenschaftlern auch eine reine Interpretin aus- Registrieranweisungen vorhanden wären. Wenn man steher gezeichnet. Der Preis, der alle drei Jahre verlichen also frage, was richtig sei, so wäre die Antwort: Brück wird, ist mit 5 000 DM dotiert. eine richtige Kombination von Wissen und In- der ] „Neben den Literaten Heinrich und Thomas tuition, von Wissen und Musikerinstinkt. Diese invest Mann in neuerer Zeit besitzt“, so sagte Bürger. Kombination habe Marie-Claire Alain mit ihrer tertaz meister Kock bei der Preisverleihung im Audienz- souveränen Technik, gepaart mit tiekem und in- raum saal des Rathauses, „die Hansestadt Lübeck in tuitivem Einfühlungsvermögen und dem Streben Ä Dietrich Buxtehude einen hervorragenden Musiker nach Klarheit bei der Wiedergabe, erfüllt wie pe i der Vergangenheit, der als größter Kantatenkompor Wenige andere. Anspielend auf Buxtehudes Tätig- b BEr nist der Norddeutschen Schule in die Geschichte ein-[ keit in Helsingör sah Sserensen die sÔesq . gegangen ist. Seinem Gedächtnis gilt der Preis der als Ehrung für die Verbindung französischer, deut über Hansestadt Lübeck, den wir heute vergeben.“ Für scher und dänischer Orgelkultur. sei d die Verbreitung des Orgelwerkes Dietrich Buxte- Die 49jährige Preisträgerin hat vor einigen Jah gang hudes in Frankreich habe Marie-Claire Alain sich ren eine Schallplatteneinspielung des gesamt. Walll große Verdienste erworben. Orgelwerkes von Buxtehude gemacht. Gr könnt ? tt
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