einer rung in ein Salzbergwerk bei Bernburg überstan- hunderts ~ als Reichsstadt wurde Lübeck natür- Lü- den, ebenso eine Odyssee durch die UdSSR. Die lich zur Zahlung der Reichssteuer herangezogen -, s, ja kaiserliche Goldbulle, die an einer der beiden weiter um ein Privileg des Dänenkönigs Erik Glip- , als Ausfertigungen des Reichsfreiheitsbriefes hing, ping, der den lübeckischen Handel in seinem Her- ibek- fehlt allerdings. In der Ausstellung wird ein Fak- rzogtum Estland und in Reval begünstigte. Am h in simile der Urkunde und eine Nachbildung der interessantesten ist allerdings ein kleiner Per- stim- Goldbulle des Kaisers zu schen sein. gament-Rotulus mit kaufmännischen Aufzeichnun- auch % gen, aus dem — hier am Beispiel eines Tuch- d ist Der Reichsfreiheitsbrief bestätigte alle Freihei-. händlers - schon die weitreichenden Handels- diese ten und Rechte der Barbarossa-Urkunde Aber die Vezichungen eines Lübeckers deutlich werden, und, titit: Urkunde enthält noch eine Reihé WCiteter. wich. Was noch wichtiger ist, dieses Pergament ist der tiger Paragraphen, die von kluger Einschätzung bisher älteste Beleg für schriftliche kaufmännische Jer zukünftigen Bedürfnisse der Travestadt zeu. SGeschäftsführung nördlich der Alpen. Unter den den gen. Immerhin muß man bedenken, daß seit Grün- Siegeln sind die des Heilig-Geist-Hospitals „und eben, | dung der Stadt erst knapp achtzig Jahre vergan- Jes Burgklosters hervorzuheben, deren Gebäude Hand gen waren. Außer ihrer reichsunmittelbaren Posi- Zur Zeit im Zentrum denkmalpflegerischer Über- Jahre tion wird der Stadt auch noch zugestanden, daß legungen stehen. 1214 der kaiserliche „rector“, cin fürstlicher Schutzherr Keine deutsche Stadt hat sich von seiten des ;chaft im Auftrage des Kaisers, aus der Reihe der Nach- Reiches einer so ausdrücklichen Anerkennung ihrer 1 zu- barn der Stadt genommen werden sall. zugleich Freiheit, einer so klaren Hervorhebung ihrer 1dene soll nur dieser der Herr des befestigten Turms an Rechte zu erfreuen gehabt wie Lübeck. Der Grund: n um der Travemündung sein, dem für Lübeck so wich- Lübeck war die Gründung von Kaufleuten ge- könig tigen Zugang zur Ostsee. Bemerkenswert ist auch, wesen, die aus dem Westen kamen. Wir begegnen erden daß der Kaiser keine Geiseln aus der Stadt neh- heute noch Namen, die auf die Herkunft der Grün- taun- men darf, sondern sich auf den Eid der Lübecker der deuten. blick Bürger verlassen kann und muß. Das charakteri- In Lübeck herrschte Fleiß. Durch die Tüchtigkeit Raum siert sehr gut das schon um diese Zeit vorhandene der Lübecker und durch die Gunst der Lage war ch Il. Selbstbewußtsein der Bürger. Hierzu gehören auch Lübeck schnell mächtig und reich geworden. Keine it die einige Paragraphen, die das Rechtswesen betreffen. andere Stadt konnte mit ihr wetteifern. Man hatte (Gaul geht dann auf die für den Handelsverkehr Respekt vor Lübeck. über wichtigen Punkte des Reichsfreiheitsbriefes ein: Wenn man bedenkt, daß Lübeck zu der Zeit, wo aiser, Sicherheit zu Lande und zu Wasser, Befreiung cs das Privileg der Reichsfreiheit vom Kaiser ver- V sie von Steuern, freier Austausch von Waren mit den langte und erlangte, nur etwa 9000 Einwohner ischen Lübeck benachbarten Ländern und Städten und die hatte, so muß man bewundern, was diese für : dem Sicherung des Lübecker Scezugangs durch Bestim- unsere Begriffe kleine Gemeinde von Menschen I bei mungen über die Travemändung -- auch die durch Klugheit und Geschick und mit Weitblick hörte rechte Flanke der Travemündung, der Priwall. sollte für eine Jahrhunderte währende Zukunft getan annte lübeckisch sein.) und erreicht hat. Die Reichsfreiheit gab Lübeck die mmte Zur Illustration der bedeutsamen Phase, die Möglichkeit, seinen Handel in großzügiger Weise ew1g das 13. Jahrhundert – und in ihm der Erwerb auszubauen. Lübecks geschichtliche Entwicklung ist Aten. Jes Reichsfreiheitsbriekes – für die Entwicklung D9hne die Reichsfreiheit undenkbar. und Lübecks darstellt, sind in der Ausstellung einige Lessing hat einmal ein gutes Wort geschrieben: ! und | Urkunden und Siegel, ja sogar noch einige zeit. „Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschwe- genössische Siegelstempel aus den Beständen des ren, sondern den Verstand erleuchten.“ In diesem n sich Lübecker Archivs zu sehen. Es handelt sich dabei Sinne wird uns diese Ausstellung manches geben Herr- um eine Reichssteuerquittung vom Ende des Jahr- und uns zu vielen Gedanken anregen. g der kunde his: Polen informierten über Denkmalspflege Band Die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck Die polnischen Vertreter erwiesen sich als gute N Sie und die Aukenhandelszentrale für Bauwesen Kenner der Sanierungsproblematik. In einem Rund- ut die BUDIMEX führten jetzt in Lübeck ein Seminar gang bei Lübecker Sanierungsobjekten und in der ibecks. über die Restaurierung von kirchlichen und welt- Ausstellung im Großen Börsensaal zeigten sie, dal |amals lichen Gebäuden durch. sie die Lübecker Problematik selber bereits sach- , sind Die polnische Gesellschaft hat in der Bundes- kundig aufgearbeitet haben. , s0N- republik sowohl das Isartor in München wie auch en im den Dom zu Trier restauriert und steht in Bremen Über die praktische Restaurierung berichtete Pro- n die vor dem Ahschluß eines Vertrages, nach dem der fessor Dr. Lech Krzyzanowski, der als Stadtkonser- 1s]age- dortige Dom durch die Polen restauriert werden soll. vator in Warschau tätig ist. In einem durch Licht- :7 B2

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