Full text: Lübeckische Blätter. 1975 (135)

Dliillmcbe “KAUFT MAN BEI BUSCH Mach tt t.:49 ts p 1.4 M E . .. [s Lordsto „Ur.. J cee §5z1 Una U ihrar urrprüng- Resultat einer gesellschaftlichen Umschichtung. Hat- e zue Ferien Räume dc éitarr t sen Kral ürdler zug zuovertr Jie F>z *Mlilieus“ herzustellen, einer n st, ? und ihr Bild geprägt, so trat nun der Einzelhänd- iWohnweise der Biedermeierzeit (um 1839) tu EO ler und der Unternehmer immer mehr in den Vor- ein anderes im „Blauen Salon“, das den M met dergrund. Ohne allzu große Rücksicht auf die Ge- zwischen etwa 1860 und 1890 deutlich mo, chf. rr meinschaft huldisgte die neue Schicht einem kaum wurde besonders darauf geachtet, daß all Sf, bei mehr beschränkten Individualismus und suchte ihre lübe ckischer Herkuntt, ja See Teil, 395 F!!o stücks kntertsren recht hemmungslos durcquuugetess. In Mh O" e ct? Frodulte sin jmd qumit gleiche tn Zrgôen sth dies so sus: Neubauten. wâer im peitis B Qualität der damäligen tischjer art dition anktiptcrd. rech I e r lassen. B u sont s; ;: handwerkliche Produkte, helreihen auf, hohe kahle und nackte Brandmauern : 5 kunsthandwerkliche re nPel ssen Z- zerschnitten die Abfolge der Häuser. Im Bewußt- hunderts. Daß allerdings schon Iängst nice A > sein, über praktisch unendlich viel alte Substanz zu alles in Lübeck selbst hergestellt wurde fz r verfügen, riß man gerade damals eine ganze Reihe Soc*ccooe N leuten css t. Zhire O. Lübecker, und von kost- und viele mehr. Zwar wurde man bald gewahr, daß baren § . ~n Gläsern. das nicht so weitergehen könne, doch dauerte es Die Schilderung des Lebens wäre noch unvoll- seine Zeit, bis tatsächlich etwas unternommen kommener, wenn den ernsten Seiten nicht auch die Wurde: 1895 wurde der städtische Baudirektor zum heiteren gegenübergestellt würden. So können wir Denkmalpfleger bestellt, und 1901 veranstaltete man mit Hilfe der Exponate der Abteilung „Travemünde“ einen Fassadenwettbewerb, um Anhaltspunkte für im Geiste den noch kleinen Fischereihafen ung in das Altstadtgefüge passende Neubauten zu er- U N noch weithin halten. Den Wert, der in der Erhalbung des Ensem- unberührte Landschaft genießen oder der Spiel- bDles lag, erkannte man damals noch nicht; war man leidenschaft in der Bank frönen. Zurück in der doch gerade von der vom korporativen Geist ge- Stadt (Abt. „Cresellschaftliche Vergnügen“) stent es Prägten Verhaltensweise, die sich der Gesamtheit uns frei, uns zusammen mit unseren Vorfahren bei Verpflichtet fühlte, abgekommen. Immerhin waren einem Ball im Ebbeschen Lokal in der Beckerr dies die ersten tastenden Versuche, wieder zu einer grube zu amüsieren, allzu reichhaltigen Gastmählern Sültigen Gestaltungssatzung zu kommen, ein Unter- beizuwohnen, uns vom Glanz der Oper unter dem fangen, das in unserer Zeit wieder höchst aktuell Theatergrafen Hahn mitreißen zu lassen oder bei Seworden ist. den Volksstücken im ,Tivoli“ herzlich mitzulachen, Keinesfalls sind alle Bauten der Gründerzeit ne- kurz, an allen Arten von damaligen Vergnügen teils gativ zu beurteilen. Gerade die städtische Bauver- zunehmen. waltung bemühte sich bei kommunalen Unterneh- Damit wäre der Rahmen der Ausstellung abr men um eine altstadtgerechte Architektur. Wenn geschritten. Was noch zu erwähnen bleibt ist der Auch die Maßstäblichkeit nur selten gewahrt wurde, 62seitige reich bebilderte Begleitband. In Zuzammeti-. entstanden immerhin Gebäude, deren beachtliche hängenden Kapiteln ist hier Kunst- und Kultur. Qualität und erstaunlichen Eigenwert (Museum am geschichtliches der Buddenbhrookzeit erläutert ung Dom, Hauptturnhalle u. a.) wir heute wieder schät- beschrieben, so, wie die Ausstellung es anschaulich Zen lernen. zu machen versucht. Biörn Kommer Ließ die Situation der gebauten Umwelt im letzten Drittel des 19. Janrhunderts nach unserem : :: Verständnis also vieles zu wünschen übrig, war die Denkmalpflege in Lübeck – Das 19. Jahrhundert Lage des beweglichen Kunstgutes wesentlich besser ::137: c7: eregelt. i nat an, daß die Anläßlich des europäischen Denkmalschutzjah- ;.! Bereite 2218.6y16te Jer Sevo: Stiftungen res wurde nun auch das Museum für Kunst und und Testamente gehalten seien, „bei Veräußerung Kulturgeschichte aktiv: Am vergangenen Sonn- oder Vernichtung anvertrauter Denkmäler des Al- abend war die Eröffnung der Ausstellung mit tertums oder der Kunst die vorgängige Genehmi- obigem Titel (Dauer bis 7. September 1975) im gung von Rat und Bürgerschaft nachzusuchen“. Dank St.- AnnenMuseum. der Tatkraft vor allem eines Mannes, des Hambur- Das 19. Jahrhundert stellt einen entscheidenden Sers und Wahllübeckers Carl Julius Milde (1803 bis Abschnitt innerhalb der Lübecker Geschichte dar: 1875), war die Pflege dieser historischen Kulturgüter War das Stadtbild bis etwa 1870 noch völlig intakt gesichert. im Sinne der mittelalterlichen Anlage, obwohl im Diese beiden Bereiche sind es also, die die Aus- 18. Jahrhundert der Barock und im frühen 19. Jahr- stellung, für die Dr. Max Hasse zeichnet, behandelt. hundert der Klassizismus die großen Straßen präg- Für jeden, der sich mit den Problemen der Altstadt ten, sich aber nach wie vor in Maßstab und Hinzel- beschäftigt, wird die Ausstellung von höchstem In- gestaltung an die ungeschriebenen Gesetze her- teresse sein. Nicht zuletzt wird der aufmerksame kömmlicher Gebräuche und Vorstellungen hielten, Besucher erstaunliche Parallelen zu unserer Zeit brach die Gründerzeit empfindliche Breschen in entdecken, die für manches Problem Denkhilfen das überkommene Gefüge. Dies war nicht zuletzt Beben könnten. N. R. ? [ 5
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