Full text: Lübeckische Blätter. 1975 (135)

Wege zu gehen braucht, verharren die Programme Elena Gilels aus Moskau Mozarts Klavierkonzert der VdM-Konzerte in klassisch-romantischem Ber B-Dur KV 595. Dessen Jupiter-Sinfonie und Schu- reich. Auch fehlt in der kommenden Saison der berts 3. Sinfonie rahmen das Solokonzert. große Galaabend, wie ihn Hermann Prey bot. Den- Nun drängen sich die Gastspiele hervorragender noch darf man gerade auf weniger bekannte So- Quartette: am 25. Januar 1976 das Stuttgarter listen und Ensembles gespannt sein. Wie oft hat Melos-Quartett – Beethoven, Bartök und Mozart ein solcher Abend den Rahmen der Erwartung ge- (Klarinettenquintett) ~ und am 5. Februar 1976 das sprengt und sich nachhaltiger eingeprägt als ein Moskauer Borodin-Quartett mit Werken von Beet- Auftritt der Arrivierten! hoven, Tschaikowski und Strawinsky. Hier hätte das Willkommener Gast im 1. Konzert am 9. Sephtemm DNebüt eines Violin- oder Cellosolisten die Viel- ber ist die Sängerin Edith Mathis. Leider wird sie falt des Zyklus bereichern können. nicht von ihrem Ehemann Bernhard Klee begleitet, Nach dem Odeon-Klaviertrio mit der jungen An- sondern ron dem hier noch zuhskannten Hein; gelica May, dem als Klavierbegleiter bekannten Medjimorec. Das Programm mit Liedern von Schu- Ö ¿&gnard Hokanson und Kurt Gunter (Haydn, ann; Wolt, Strauß und Bartók verspricht gle ich Brahms, Bartök) folgt der zweite Klavierabend mit zu Beginn der Veranstaltungsreihe einen Höher J ¿gnard Gelber. Er spielt Sonaten von Mozart und punkt. O Beethoven (Waldstein) und Brahms' Händelvaria- Am 14. Oktober gastiert das hier bestens einger tionen. führte Amadeus-Quartett aus London mit Haydns Eine Sonderveranstaltung zum 100. Todestag Kaiserquartett, dem nachgelassenen Quartettsatz c h duard Mörikes am 14. November mit Rezitation Moll von Schubert und dessen Streichquintett. und Liedern rundet einen Konzertzyklus, für dessen Menahem Pressler, Pianist des Beaux-Arts-Trios Angebot man der Initiative des Vereins der Musik- aus New York, hat sein Programm noch nicht ger freunde unter der rührigen Leitung seines Vor- nannt (3. Konzert am 19. November). sitzenden Dr. P. Behnck Anerkennung und Dank Mit dem Salzburger Mozarteum-Orchester spielt zollen darf. Mlllies Tagebuch des Joh. Heinrich Berendts, Krämer zu Lübeck während seines Aufenthalts als I6jähriger Lehrjunge in Königsberg (Schluß) Montag d. 15. April. Ich war heute Morgen in der polnischen Straße beym Bierbrauer, wurde beym Feuer und sahe die gräßliche Verwüstung aber, da die Spritze gleich da war im Augenblick mit an. Der neue Turm ist halb niedergerissen gedämpft und brannte nichts wie das Dach und und das schöne Haus ist außer der untersten die oberste Etage ab. Es ist doch fürchterlich, daß Etage ganz niedergerissen. Indem ich da stand und hier alle Augenblicke Feuer ist. Königsberg ist, ansahe wie sie ein Dach aufbrachen, worin die mit Respect zu sagen, ein wares Raubnest. Flamme wütete, stürzte auf einmahl ein Zimmer- Montag d. 22. April. Ich bekahm heute nach Mit- geselle vom Dach herunter und brach sich beyde tag den Schnupfen so heftig, dak ich mich nicht Beine. Er wollte aufstehen, sank aber aut die Lei- helfen konnte, ging nicht zum Abendessen, weil ter zurück. Mehrere Menschen nahmen ihn und ich so heftige Kopfschmerzen hatte, sondern ging brachten ihn weg. Ich stand bey dem Springbrun- zu Bette. Herr Canot hat auch gebrummt. nen als ich mich umsah und Herr Durham nicht Dienstag d. 23. April. Ich legte mich unter der weit von mir sah, und ich schlich mich ganz leise Börse nieder, allein Herr Canot kahm herauf und WES. pochte mich wieder auf. Mittwoch d. 17. April. Es war heute Abend Mittwoch d. 24. April. Ich habe heute Severin, schon wieder Feuer. Ich hatte gerade meine Musik- welcher von Lübeck mit Schiffer H. gekommen ist, stunde beendigt und war in der Küche, um Licht gesprochen. Er sagte mir, daß Kröger erst an- zu hohlen, als das Geschrei Feuer erthönte.Es war fange zu laden und daß es wohl noch 1' k Monath exclusive œ gs. n * y 42]o1. i 150
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