Full text: Lübeckische Blätter. 1974 (134)

1~ E L WERKSTATT EN FOR : "Ii~. h, ' B CL Er015 IN NEN EINRICHTUNG W ILD in- DEKORATI O N . war HOXSTRASSE 39 b Ist ERK On sl t richtet richtig ein! oss FERNRUF 7 72 90 t Ur;er1 . hen, _ _ Einrichtungshaus « Mengstr. 12.14 arN- enz im Theater und Musik in den tragischen wie dem „Becket“ eine höchst sub- ‘elle : tile Ironie. Sie allerdings fand in dieser Inszenie- Großes Haus: Becket oder Die Ehre Gottes rung wenig Raum. Die vier Barone etwa gleichen Zu- Das „grole“ Schauspiel der SP?alzcit re “. bei Anouilh Shakespeareschen Narren. Das ins rechte 1gen . é E » Jenes, das Resielicht gesetzt, hätte der Aufführung, dem Stück Ät;:: im Großen Haus der Lübecker Bühnen zur Auf- gerechter, noch eine tiefere Dimension aufgerissen. des führung kommt, heißt in diesem Jahr „Becket oder Dieser subtilen Ironie entsprach vielleicht am stärk- hin, Die Ehre Gottes“ von Jean Anouilh. Lothar Traut- sten die Darstellung König Ludwig VII. von Frank- [ung mann hat es inszeniert, VIrich V. Milatz gab ihm reich durch Jöns Andersson. HScke den Rahmen, ein Jie Tiefe des Bühnenraumes nut- : T- §:;,..4F5 des zendes Bild aus Tönen von Dunkel und Gold, gleich- .Das durch eine fast dreieinhalbstündige Auf- lung sam den Farben einer alten Ballade. kührungsdauer geforderte Publikum bedachte die ait: jerf NR Gs gi®{te des 13. Jahrhunderts UU D R Dh lErgetr. dankparett Röttätt . ie tf Eur Fr dra is E e von k. S. Eliot und gen Bühnenmusik, auf der Orgel des Doms und tan Sc eu.. G s . 12 Fe Freundschatt, der Freundschaft s ram ü König ler Oper vermittelte. Gro. die Heinrich II. von England aus dem Hause Plantagenet der und Thomas Becket, der den von den Normannen Smetana-Quartett ts unterworfenen Angelsachsen angehört. Nachdem : + vr i der König den jungen Lebemann aus politischen Der Name »„Smetana-Quartett“ ist Qualitäts- Aut Erwägungen gegen dessen Willen zum Erzbischot DVegriff geworden, der für sich spricht: ein Team Limes gemacht hat, wandelt sich die Freundschaft Hein- hervorragender Solisten, das sich in der Studien- hüt richs in eine Haßliebe, weil Becket der „Ehre des Zeit am Prager Konservatorium während des 2. Welt- E 25 t §r! ts Ubi htc trek rreenzisit. Lier Ha- Z > Nut LINZ LE t§15: Une cr ce Er Kathedrale yon „Böhmischen Streichquartetts“ fortsetzen und be- den Vor diesem seschichtlichen, aber mit der Frei-: ‘11, die Literatur auswendig sinrustugisrsn. Ns» d tts Bst such scschichtüich veränderten urch, werden Geist und 1aeerschatt dor Komposi- 1ter- _thtergrung ist das Fick zer sroße Dialog zweier gewohnte Bild der. Ur cure Pult gegenübersitzen- b: fsh e cee F E f srs.ais. vun s sg den Spieler zuerst verwirrend erscheinen mag. ' die lebensgierisen König und der klaren Geistigkeit Mit schier unübertrefflicher Eleganz und be- celb- Beckets den Gegensatz von Macht und Tugend verr stechender Ökonomie läßt Primarius Jiri Novak Idnis körpern. sein wertvolles Instrument hauchen und singen, eiten In der Lübecker Aufführung steht mit Peter den Bogen hüpfen und tanzen. Die 2. Violine Lubo- ens Dolder, der sich bereits als „Armer Mörder“ in dem wir Kosteckys fügt sich nahtlos ein und nutzt jede ende Stück von Kohout hervorragend bewährte, ein senr Chance im engen Kontakt mit dem Nebenmann zu inigt jugendlicher, gleichsam hamletischer Becket auf der Persönlicher Aussage. Sagt man von den Böhmen, den Bühne, überzeugend vor allem in seiner moralin.. daß sie nicht mit goldenen Löffeln, sondern mit neh- schen und intellektuellen Redlichkeit, nachdem der einer Geige unter dem Kopfkissen geboren werden, un- König ihm das Amt des Erzbischofs aufgezwungen War es bei Milan Skampa gewiß eine Bratsche. Es ei Sprachfichen und darsictierischer. hte t nee ih U rtiechor wie, ortischsr Leckerbissen, thn und g cu ist ein König Heinrich von t s uner zu beobachten, js jedes kleinste Detail wahrnimmt tarischer Vitalität, aus der wiederum seine einfache und genüßlich auskostet. Dezent und geschmackvoll stel- und doch so komplizierte Haßliebe zu Becket rundet der Cellist Antonin Kohout den Gesamt- von deutlich wird. klang ab. Baur _ Wie die heiteren Stücke von Anouilh auch stets Der Abend begann mit einem der frühen Beet- Egr: ein Hauch von Melancholie durchzieht, so findet sich hoven-Quartette (B-Dur, op. 18 Nr. 6), dessen Wie- icher ]. ZU ti. exclusive Auch dar.. mou; pich Bühr- ein- and- ; ger Enns 30
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