Full text: Lübeckische Blätter. 1974 (134)

Denkmalpflege und bei der Erhaltung und Wieder- Auswahl aus den insgesamt sanierungsbedürftigen herstellung historisch und kulturell wichtiger Baur Altstadtbereichen. Damit ist erst ein Anfang ge- denkmäler im Rahmen einer großräumigen Stadt- macht. Weitere Sanierungsgebiete werden in Ab- entwicklung der Hansestadt Lübeck unter Berück- schnitten kestgelegt. sichtigung der Innenstadtsanierung zu leisten. AM Am 27. September 1973 haben die Stadtparla- 27. Januar 1972 beschlol die Bürgerschaft einstime- mente von Bamberg, Regensburg und Lübeck gleich- mig den Beginn vorbereitender Untersuchungen ~ zeitig und einstimmig die Bildung einer Arbeits- wie das Städtebauförderungsgesetz es vorschreibt ~ gemeinschaft der drei Städte mit dem Ziel beschlos- für das gesamte Gebiet der Altstadt, begrenzt dur ch sen, gemeinsam Initiativen zur Erhaltung ihrer alten Kanal-ITrave, Klughafen, Hansahafen, Holsten Stadtkerne zu entwickeln. Die drei um ihre wert- hafen und Stadt-Trave. vollen Bauten bangenden Städte wollen + in stän- Am 27. April 1972 wurde von der Bürgerschakt digem Kontakt miteinander – zusammen ver- einstimmig die förmliche Festlegung der Sanierungs- besserte Bedingungen in planungsrechtlicher und gebiete Petersgrube, Alsheide und Glandorpsgang finanzieller Hinsicht erwirken. Ein derartiges Bünd- beschlossen. nis ist bisher in der Bundesrepublik einmalig. In diesen förmlich festgelegten Sanierungsgebie- ten werden unrentierliche Kosten, das sind zum Bei- spiel Planungs-, Bodenordnungs- und Abbruch- Das Faltblatt führt dann die bereits durchgeführ- kosten sowie Zuschüsse für Modernisierungen, zu je ten Sanierungen an (wobei sich allerdings ein Feh- einem Drittel durch Städtebauförderungsmittel der ler eingeschlichen hat: die Kosten für Zöllners Hok Gemeinde, des Landes und des Bundes übernom- betragen nicht 925 000 Mark, sondern 385 000 Mark) men und damit eine Sanierung erleichtert. Diese und die weiteren Sanierungsvorhaben wie Meng- Geldmittel sind nicht gerade reichlich und außerdem straße 41/43, Bruskowgang, Langer Lohberg 42/46. zeitlich begrenzt. Deshalb verlangte eine vom Ge- Dornestift und Glockengießerstraße 8. Man möge setz geforderte rasche Durchführung einerseits so- dazu auch den Artikel in diesem Heft: „Senats- wie die Beschränkung der Mittel andererseits die plakette für Heinrich Wolff“ lesen. EK. Das Guerachten in Sachen Stadtbibliothek Am 25. 1. 1974 erschien der Artikel „Gutachter 1.1.3. für die nach Kiel vergebenen befürwortet Abgabe-Aktion“ in den LN. Bestände ist eine Wertbestim- Die im Artikel herausgestellten Punkte des Gut- mung schwierig, da die Zahl achtens, der angegebene Wert von 5 000,2 DM und der Jahrgänge z. T. nur global die im Zuge der Kooperation der deutschen Biblio- angedeutet wird. Es ist jedoch theken bejahte Abgabe aus Lübecker Beständen mit einem Wert zu rechnen, sollen hier untersucht werden. der mindest dem der nach Bre- Zum Mert: men und Hamburg vergebe- Die Leser der Lübeckischen Blätter werden sich en Bestände gleichzusetzen erinnern, dak in der Nr. 16 vom 22. 9. 1973 auf ist, wenn nicht darüber liegt. Seite 200 pauschal von 180 000,2 DM die Rede Setzt man ihn mit etwa . . . 100 000,— DM war aufgrund der Angaben durch den Direktor des an, so ergibt sich ein Gesamt- Institutes für Zeitungsforschung, Herrn Prof. Dr. wert.von.. q.. .. VE 167 173,. - DM Koszyk, Dortmund. Inzwischen hat Herr Prof. Dr. Y Koszyk als kompetentester und ständig mit den In diesem Gutachten sind noch nicht enthalten Sachen befaßter Wissenschaftler eine „gutachtliche die medizinischen Zeitschriften und die immensen Außerung über den Wert der nach Bremen, Ham- Dulblettenberge, so daß die 200 000-:DM-Grenze burg und Kiel vergebenen Periodika aus der Stadt- weit überschritten wird. bibliothek Lübeck“ + ohne dafür ein Honorar zu Ist eine solche Diskrepanz nicht mehr als auf- kordern - abgegeben. Darin heißt es: fällig? Welches Licht wirft sie auf den von der 1.1. Die in Listen erfaßten Bestände sind von Hansestadt bestellten Gutachter? unterschiedlicher Vollständigkeit und teilweise frag- Zum zweiten: mentarisch. Bei der Seltenheit einiger der aukge- Es wird die Kooperation und Konzentration inner- kührten Titel kann aber auch ein Fragment unver- halb des deutschen Bibliothekswesens angezogen, um minderten Wert behalten. ~ Im einzelnen sind an- gjJie Vergabe von Beständen zu rechtfertigen. Das pusetzen G bezieht sich auf den Bibliotheksplan II, der durch 1.1.1. für die nach Hamburg verge- eine Studienkommission am 13. 12. 1972 verab- benen Bestände. . . . . . . 26 450,10 DM cchiedet wurde. Dieser Plan ist für eine Zukunft 1.1.2. für die nach Bremen vergebe- berechnet, in der sehr viel Geld in diese Bil- nen:Bestände . ..) 40 725,IÛI DM dungsinstitute investiert werden muß. Aber selbst 2(1
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