Full text: Lübeckische Blätter. 1974 (134)

des Planungsamtes und dem Leiter des Amtes für auch darüber erfuhr man nichts. Hinweise auf Gra- Denkmalpflege sowie manch namhafter Vertreter bungsabsichten des Amtes für Bodendenkmalpflege der dem Forum angeschlossenen Verbände und wirkten zynisch. Institutionen als auch der politischen Parteien an- Erfreulich zu hören war, daß an eine Neuauflage wesend waren. der Haerder-Brücke über die Schrangen nicht ge- Der „Sachstand“ war in den Köpfen der An- dacht wird. Aber was bedeuten die Anhebung der wesenden – zumindest für die jeweiligen Teil- Schrangen auf das Niveau der Breiten Straße und bereiche ~ gespeichert. Nur die Informationen, die die Untertunnelung zu den Grundstücken gn. ger für die eineinhalbstündige Zusammenkunft ange- oberen Fleischhauerstrake rechtlich und planerizch. kündigt waren, blieben mehr als mager. ; y!!§ sie sotÜettns. Ftoten! Der Vorsitzende des Forums, Georg Rieckmann, Joch der Kern des ganzen Neubauprojektes in recht- leitete mit einer umfangreichen „Erklärung“ ein, Jicher und technischer Hinsicht zu liegen. Von diesem die eine weitere Diskussion überflüssig zu machen Problem aus stellt sich die Frage der Beurteilung schien. Das gleiche bewirkten auch die Ausführun- ger Bebauung + auch der nicht erworbenen Straßen- gen von Dr. Brock, der über den mit der Firma flächen (Schrangen und obere Dr.-Julius-Leber- Karstadt geschlossenen Grundstückskaufvertrag und Straße) – aufs neue, ob nämlich mit einem Be- die rechtlichen Voraussetzungen der Bauplanung hauungsplan oder mit der Anwendung des § 34 referierte. BBauG sinnvoller verfahren werden kann. Vor die- Anlaß Peunruhi äber. das. Projekt ®€? Problem kann der Auffassung des Vorsitzen- Karstadt e he den f. Wochen der Ab-[ den des Lübeck-Forums widersprochen werden, dal r der Häuser in der oberen Fleischhauerstraße, man sich nicht in Diskussionen über Einzelheiten an der Königstraße und am Schrangen gegeben, bei verlieren solle. Es gibt Einzelheiten, es gibt Pro- dem ss ein in seinem Ursprung historisch bleme, die das Lübeck-Forum diskutieren muk, weil : tvolles, jedoch nicht denkmalgeschütztes Haus sie entscheidend Entwicklungen beeinflussen können, ;; L ds Bestandsaufnahme verlorenge- und über die man nicht früh genug informiert sein angen war kann, um sich über ihre Schlüsselfunktionen Gedan- s . ken zu machen. Mit Emotion und Emphase zu Über die auftauchenden Fragen, ob eine Doku- diskutieren, kann sinnlos sein, es kann sich aber mentation vorgenommen worden war und ob Ver- auch das Engagement der Bürger darin zeigen. suche zur Erhaltung der Fassaden oder einiger Bau- : V 1 . G il cht den sind – darüber erfuhr man Hie Anträge auf Beendigung der Diskussion teils .- tz ! En; kein Watt kamen an diesem Abend zu früh. Zu früh auch des- sign den zuztancigen. Herren . wegen, weil die Schwierigkeiten, vor denen die Erfahren konnte man, daß bei der Karstadt AG Firma Karstadt bei ihren Planungen seit nunmehr in Essen noch keine Planungen für das neue Haus sechs Jahren steht, nicht deutlich wurden. vorliegen und daß das Grundkonzept aus dem Dic Absicht.: den Alth b Jahre 1969, das dem Grundstückskaufvertrag zur . is Ahsicht, ien Althær 4 tubrecher unt durch s ic icz.éüicht deechgekührt we dz pat. Aber einen Neubau zu ersetzen und die Gestaltung einem E c so ist, auch E her erfuhr man nichts. ' set Lübects gs LC Die vage Zusicherung des hiesigen Geschäfts- gen aufkommen. Das Ringen um den bestmöglichen führers, daß allen zuständigen und interessierten Kompromiß zwischen Funktion und Gestalt an die- Gremien, also auch dem Lübeck-Forum die neuen sem hervorragenden Ort der Lübecker Altstadt Planungen rechtzeitig vorgelegt und zur Diskussion neben der Marienkirche, dem Kanzleigebäude und gestellt würden, nahm man dankbar zur Kenntnis. der Löwen-Apotheke wird alle „Beteiligten“ aufs Aber daß auf eine schriftliche Bitte des Bausenators höchste fordern. vom April 1974 an die Karstadt AG, den Stand Für die Mitwirkung des interessierten Bürgers der Planungen zum Zeitpunkt des Antrages auf hei Planungsvorbereitungen oder in der use! Abbruchgenehmigung zu erläutern, von Karstadt Denkmalpflege müssen immer wieder die entspre- nur die Gegenfrage gestellt wurde, auf welcher chenden Informationen gefordert werden. Das gilt Rechtsgrundlage die Auskunft erbeten werde, auch qauch für die weitere Behandlung des Themas das erfuhr man nicht. Horten. Mit Staunen las man am 27. September in Der Bereitschaft des Bauherrn, das Neubau- den „Lübecker Nachrichten“, daß bereits ein Modell projekt zur echten Diskussion zu stellen, muk man des neuen Hauses dem DGB zur nachbarlichen Be- nach wie vor skeptisch gegenüberstehen. Warum urteilung vorgelegen hat. Ist es auch dem Lübeck- der frühzeitige Abbruch erfolgte, mit dem man Forum bekannt? vermutlich noch Monate hätte warten können, Christoph Deecke I
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