Full text: Lübeckische Blätter. 1974 (134)

den einzelnen zu, sondern auch auf jede Gruppe chen. wobei es interessant ist festzustellen, daß die innerhalb unserer Gesellschaft. Der Ellenbogen re- Aufwandsentschädigung 1954 für einen Tagesein- giert die Stunde, für das Miteinander, für das Zur satz §, . bis: 4,5 DM betrug, den der betreute rückstehen für den anderen ist kaum jemand zu Haushalt aufzubringen hatte, und zwar je nach den bewegen. wirtschaftlichen Verhältnissen. Schon dies zeigt. dak es ein dringendes Erforder- Im Kern ist unsere Einrichtung die ganzen 20 nis ist, solchen Dienst, wie er hier über 20 Jahre Jahre hindurch nach denselben Grundsätzen ange- von unseren Leiterinnen und Helferinnen geleistet treten: Es ist ein freiwilliger Dienst am Nächsten. ist, in der Öffentlichkeit herauszustellen, um damit Die Familienhelferinnen sollen eine Mutter er- die Menschen aufzufordern, daß auch sie für den setzen, Alte, Kranke und Gebrechliche betreuen, anderen da sein möchten, und ihnen zu zeigen, wie sie sollen aber keine Hausgehilfin oder Reinmache- das geschehen kann; in unserem Anspruchsstaat. frau ersetzen. Die Helferin tut ihren Dienst ehren- denn dazu wird unser Sozialstaat immer mehr, hat amtlich, denn die Aufwandsentschädigung, die sie man eben nur noch Ansprüche an den Staat und an erhält, stellt keine Bezahlung dar. Heute bekommt den anderen, die eigene Bereitschaft, für den an- eine Familienhelferin einen Stundensatz von 3,2 deren da zu sein, wird immer mehr erstickt. bzw. 3.50 DM, außerdem erhält sie das Fahrgeld Lassen Sie mich aber jetzt über das Entstehen erstattet. Wenn tie. iti hetreittetz. Haushalt keine unserer Einrichtung und über den Ablauf dieser ltztretlesns e§päle: bekommt se tt y 50 DM 20 Jahre cin paar Worte sagen: [ z unter ". Â5 DM je Stunde. Alle E ru Der Beschluß, eine solche Einrichtung zu schaf- sind in Krankenbetreuung und die meisten auch in fen, geht weit bis in das Jahr 1953 zurück. Den Hiätverpflegung ausgebildet. Niemand kann von Anstoß dazu gab ein Bericht in der Zeitschrikst den Leiterinnen zu einem Einsatz abgestellt wer- „Hör zu“ über „Wahlgroßmütter“, der uns bei den, sondern jeder Einsatz geschieht auf völlig unseren Überlegungen, die von unserer Gesellschaft freiwilliger Grundlage, wobei wir allerdings auf- und dem ,Frauenarbeitskreis“ getragen wurden, passen müssen, daß unsere Helferinnen sich nicht Hilke leistete. Es gab damals in Hamburg einen über ihre Kräfte verausgaben, daß sie also die er- „Arbeitsausschukl Familienhelferinnen €. V.~, der forderlichen Ruhepausen einlegen. Die Abrech- von Herrn Pastor Fliedner geleitet wurde. Anfang nung = auch das ist wichtig – geschah die ganzen des Jahres 1954 war Herr Pastor Fliedner bei uns 20 Jahre hindurch durch unsere Gesellschaft, d. h. in Lübeck, um uns von der Durchführung der die Haushaltung bekommt von der Gemeinnützigen Hamburger Einrichtung zu berichten. Auch dort cine Rechnung, in der nur die Beträge in Rechnung wurden die Helferinnen, wie bei uns auch heute gesetzt werden, die die Helferin im gleichen Um- noch, „Familienhelferinnen“ genannt. Zu Beginn fang von der Gesellschaft erhält. Das hat den Vor- der Einrichtung war aber der Gedanke maßgebend, teil, daß alles hinsichtlich der Entschädigung in die Mütter mit Kindern zu entlasten, ihnen im rechter Ordnung geschieht. Falle von Krankheit und- Urlaub beizustehen und Ir rf G die Kinder zu betreuen. Das hat sich im Laufe der horfeit die hen Ortskrankenkasse oder Jahre wesentlich verändert, denn der Einsatz in denf ândere Kassen oder die Sozialverwaltung die Ent- Ietzten Jahren gilt überwiegend alten und gebrech- schädigungszahlungen übernehmen, erhalten sie von lichen Menschen. wenn auch die Betreuung von Far uns die Rechnungen und begleichen sie an die Ge- milien, wo um sie gebeten wird, selbstverständlich sellschaft. Dazu dark dankbar anerkannt werden, vorgenommen wird daß die Zusammenarbeit mit allen Verwaltungs- Bevor damals 1954 dann im Februar die Grün- t t L Ur L dung durchgeführt werden konnte. mußte eine viel- in den Krankenhäusern als gut bezeichnet werden fache Zahl von Gesprächen mit Dienststellen, in darf, wenn es auch hier Und da mal. Unebeakei besondere dem Arbeitsamt und der Sozialverwal- tibt. die zu überwinden sind fs ue znysiten tung wie auch den Krankenkassen durchgeführt flir: allen Mitarbeitern Jer Verwaltungen, mit werden, bevor es möglich wurde, überhaupt mit der genen wir in diesem Bereich zu tun haben, immer Arbeit zu beginnen. wieder vor Augen führen, daß die i ciécnac;, mit Am J]. Februar 1954 fand eine Tagung hier in denen sie verhandeln, ihren Dienst voll ehrenamt- unserem Hause statt, an der die beiden ersten lich tun, also keinerlei Entschädigung erhalten, die Leiterinnen, Frau Brinkmann und Frau Zimmer- Helferinnen nur eine Aufwandsentschädigung be- mann sowie auch schon Frau Faethen teilgenommen kommen. Ich meine, daß das immer ein Anlaß sein haben. Es nahmen gleichzeitig unsere 20 ersten sollte, auch uns dadurch zu helfen, daß man uns die Helferinnen teil. Nachdem dann die Gesundheits- Wege mit den Behörden erleichtert. verwaltung noch diesen Helferinnen bescheinigt Ei Zahl : . 1; : hatte, daß sie gesund seien und diesen Dienst tun Ln fror # En. Musen ;1n dierss Fsricht “zich 3.145 200 vot§ rr N rt este kutre. Verriss Bei einer weiteren Besprechung am 30. März Zahl war auf 35 abgesunken, sie hat sich aber im 1954 wurden die ersten Erfahrungen durchgespro- Laufe des letzten Jahres bis jetzt auf 46 wieder HTI
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