Full text: Lübeckische Blätter. 1973 (133)

Von Lübeck aus in alle Welt sft Es ist erstaunlich, wie viele Lübecker es noch gesetzt. Die Luftwerft für diesen 27sitzigen Kurz- Ust nicht wissen, daß Lübeck einen Flughafen (keinen streckenjet befindet sich in Blankensee. Fam Flugplatz!) hat, der die Hansestadt an ein inter- . : : . ; scho nationales Luftverkehrsnetz anbindet. Ab 2. April soll eine direkte Verbindung zwi- dsr. Mit der Einrichtung der Linicaklugverbincmg[ l"?§? den UHanssstädten lübeck un Bremen cip- f hübeck--Kagsel--Frankkurt nil der Znschlultsce. gerichtet werden. Im Auftrage der Lufthansa wird Sent bindung von Kassel nach Düsseldorf wurde eine An- diese Strecke dann über Köln nach Saarbrücken er- in k bindung des schleswig-holsteinischen Zonengrenz- Weitert. Ger gebietes an das innerdeutsche und europäische Flug- Zu hoffen ist, daß bald auch eine Verbindung DI netz hergestellt. Gleichzeitig nahm die „General nach Norden hergestellt wird. Wirtschaftssenator Eins Air“ zuch den Linienverkehr zuf der Strecke Ham- Bromme kündigte vor kurzem die Bereitschaft ptlet hurg.-:Kasscl-München offiziel]. auf. : . Mlalmös an, eine direkte Flugverbindung mit Lü- tet . Auf diesen Linienflugstrecken werden fünf Dü- heck „ins Auge zu tassen“ Dicht senmaschinen des sowjetischen Typs Yak 40 ein- Z eg./wm. zu 1 eup. Familiensinn und Geschichtsbewußtlsein Von beiden war im Bundestag die Rede, auf Begegnungen“ , und lese nach, was 24 europäische 1.16 beiden Seiten des Hohen Hauses + und beide Male Schriftsteller über ihre Großeltern berichten; dar- L beachtenswert. In der Regierungserklärung verr unter sind Werner Bergengruen und Hans Fallada, nahm der Staatsbürger die überraschenden Sätze: Erich Kästner und Berthold Brecht, Carl Zuck- ; „Ich appelliere an den Familiensinn, der da und dort mayer und Siegfried Lenz, Selma Lagerlöf und 2 b zu verkümmern droht.... Man muß wieder lernen, Ludwig Richter. Der Sammelband eignet sich glei- Salidarität gegenüber dem Nächsten zu üben – es chermaßen zum Vorlesen wie als Anregung zu MC sind oft Eltern und GroßBeltern.s + Und die Ant- eigener Rückschau, noch besser: Niederschrift! l wort des Oppositionsführers begann mit dem Hin- Den Entschluß zu persönlicher Betätigung möchte ] Eis auf den 18. Januar, der als preußischer und ein jüngst erschienenes Faltblatt mit Vordruck für e C reichsdeutscher Gedenktag (1701, 1871) auch im poli- yier Generationen unterstützen. Dieses KLTERN- r tischen Alltag verdiene, nicht Vergessen zu werden. MERKBLATT kann schon vom 12jährigen Enkel Da ES offenbar der Fall sei, lasse sich daraus auf ausgefüllt werden und seinen Familiensinn ent- einen bedauerlichen Rückgang unseres Geschichts- ¿cheidend anregen, wenn die Großeltern ihm dabei . bewulßtseins schließen. helfen, indem sie Daten und Schicksale ihrer Eltern, ; Für beide Hinweise sind Historiker und Genealor- der Urgroßeltern des Enkels, angeben, ihm dabei gen den Sprechern dankbar. Es hat eine Zeit ger „aus vergangenen Zeiten“ erzählend. Wieviel Er- geben, da man den Familiensinn als 6. Sinn ber eignisse aus dem Leben der Familie und Erinne- zeichnete. Daß er in der Epoche des Biedermeier rungen an die alte Heimat lassen sich dabei ein- ß F seine Licht- und Schattenseiten gehabt hat, ist fFlechten' ebenso unbestreitbar, wie die Einschätzung dez Welche Werte dadurch erhalten werden, zeigt Reichsgründungstages ihren Vorder- und Hinter- „ich, wenn man zu gedruckt vorliegenden Chroni- . grund hatte (und noch hat!). ken der letzten Monate greift: „Die Hamkens-Fami- In unserer Zeit sind beide Begriffe fast in Ver- lien in Eiderstedt“ oder „Nachkommen und Ahnen gessenheit geraten. Wir sollten inr Wiederauftaur der Familien Döhner und Graf“. Knapp, lebendig chen nicht mit rückwärtsgewandten, zwiespältigen und anschaulich berichtet hier eine Frau, weist aber Empfindungen belasten, sondern um zeitgemäße gaut vier übersichtlichen Stammlisten, die zum Auf- Anwendung in positivem Sinne bemüht sein. Pflege suchen der verwandtschaftlichen Linien geradezu Alfre des Familiensinnes stärkt nicht nur Verantwor- zwingen, auf die Ausbreitung der Familie durch Hein tungsbewußtsein und Sozialverhalten, sondern die fast vier Jahrhunderte bis in die Gegenwart hin: sisch kleinste Zelle eines Gemeinwesens ist zugleich unschätzbares Geschenk für künftige Generationen! Han: Träger der Kultur und Ursprung lebendigen Ge- Gewichtig und schwer tritt uns der zweite Band fbi ew!Gtzeis. „Cozcuchtlogskeit in der ra- entgegen: Ernte eines ernsthaften Forschers nach "iG : . . Jahrzehnten systematischer Arbeit, 400 eng ber- Riehl). druckte Seiten, gewissenhaft – gründlich von der H+) Den Teilnehmern am 24. Deutschen Genealogen- ersten bis zur letzten Seite , eine Fundgrube r'ors tag, die sich im September vorigen Jahres in Lür- nenute, Goldgrube morgen. Und das nicht nur kür Alkre beck versammelten, ging es um die Neubelebung den unmittelbar beteiligten Familienangehörigen: tz beider Begriffe. Sie sind erfreut über die AnstösßBe, Vorbild und Anleitung für j ed en Forscher! Zwar t die ihr Bemühen erhalten hat, und benutzen den wird es ihm nicht so leicht gemacht; dafür lernt er, lisch Anlaß, um dem Sucher auf dem Wege in historir wie sich ein umfangreicher Stoff übersichtlich ord- eine sches Neuland behilflich zu sein. nen und darstellen, in den Rahmen der großen tits! Am Anlfang zu jedem Versuch, Familiensinn und Geschichte einspannen läßt., mess Geschichtsbewußtsein zu wecken, stent der Anruf Beide Arbeiten erfüllen inre Aufgabe: Familien- geste an Herz und Gemüt, an persönliche Erlebnisse. Man bande zu knüpfen und Verständnis für geschicht- gew greife zu einem schmalen Band, der vor Weihnach- lichen Zusammenhang zu wecken. Aber die Rück- weil ten in der Fülle von Neuerscheinungen unterger schau ist ihnen nicht Selbstzweck, sondern Hlilfe, delte gangen ist: „Großeltern und Enkel / Mancherlei die Gegenwart besser zu begreifen und sich für Hein 1L
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