Full text: Lübeckische Blätter. 1973 (133)

Es gelang dem Vorstand sodann, weitere Ver- werden, außerdem machte sie weitere Auflagen. “ besserungen für die Räume zu schaffen, und ab Auf Bitten des Vorstandes wurde dann für den 3 1967 hatten alle Schlafräume fließendes Wasser. 19. Juni 1972 eine Begehung des Heimes verein: . Die Schlafräume, insbesondere die im zweiten Stock, bart, an der Vertreter der Feuerwehr, des Gesund. le sind aber von großer Einfachheit, eigentlich nur heitsamtes, des Ordnungsamtes und der Bauverwal- Re Schlakkemenaten, die heutigen Komfortankorderun- tung teilnahmen. Das Ergebnis wurde vom Bau- j gen in keiner Weise entsprechen. Wenn dennoch aufsichtsamt in einem Schreiben, datiert 27. Jun; immer wieder gerade ältere Damen das Emil- 1972, an das Ordnungsamt dahingehend mitgeteilt, Ö Minlos-Heim aufsuchten und sich dort gut erhol- dak zwar gegen die Nutzung der Räume im 1. Ober- N; ten, so haben si das aus zwei Gründen getan: es geschok „bauordnungsrechtliche“ Bedenken nicht be- waren einmal die Aukenthaltsräume 1m ersten stünden, wohl aber hinsichtlich der Nutzung der Stock, vor allen Dingen die zur Vorderreihe Ee Räume im Dachgeschoß, weil die Trennwände nicht legene Veranda, die einen weiten Ausblick über feuerbeständig bzw. feuerhemmend seien und die SE die Mündung der Trave und den Priwall bot, zum Räume in ihrer gegenwärtigen lichten Höhe nicht rt anderen die Versorgung durch Heimleiterin Frau den Vorschriften entsprächen, die an Räume zum n- Ekkenberger, die als seprüfte Hauswir tschaftsmeiste- dauernden Aufenthalt von Menschen zu stellen sind. 111 rin ihren Gästen eine Altersdiät vorsetzte, die ihnen Es könne deshalb eine Genehmigung zur Nutzung en glänzend schmeckte und außerdem gut bekam. der Räume im Dachgeschoß als Fremdenheim in der Zu So haben wir an Gästen zu keiner Zeit Mangel bestehenden Ausführung nicht in Aussicht gestellt m gehabt. Um einen Vberblick über die Zahl der werden. [ch Gäste zb Saison 1955 his Saison 1972 einschließlich Damit war für den Vorstand eine sehr schwierige M zu geben: das Heim hat in dieser Zeit insgesamt Situation eingetreten. Die Herstellung der Dach- ] ; 1 410 Damen aufgenommen, davon waren 252 geschokräume, um diese weiter kür den Heimzweck U Freiplätze, also rund 18%. Für diese Freiplätze hat nutzen zu Löcher, würde einen erheblichen Kosten- die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger aufwand ausmachen, den weder die Stiftung noch im Tätigkeit in den Jahren 19535 his 1972 Zuschüsse im Jie Gemeinnützige Gesellschaft würden aufbringen reit Höhe von 26 092,6; DM zur Verfügung gestellt. können. Die angemessene lichte Höhe der Räume ind Man dark deshalb sagen, daß hierin auch eine be- war praktisch ohne Anderung des Dachstuhls über- len achtliche soziale Leistung unserer gemeinnützigen haupt nicht zu erreichen. j; Utah Ust: : Es kam hinzu, daß die Heimleiterin Frau Elken- Interessant ist auch das Alter der Gäste des berger schon vorher erklärt hatte, dak sie mit der den Emil-Minlos-Heimes. Als Beispiel sei die Saison Saison 1973 aus Altersgründen aus der Heimlei- im- 1958 herausgegriffen: Es besuchten in dieser Saison tung ausscheiden wolle. Eine neue Heimleiterin zu ten, insgesamt 72 Damen das Heim, davon Yaren vier- finden, würde außerordentlich schwierig sein, zumal Jeit zig zwischen 70 und 80 Jahre alt, zwölf zwischen diese nur für einen Saisonbetrich benötigt wird, und In- 80 und 90 Jahre alt, eine Dame war 92 Jahre alt. ¿& kam hinzu, daß Frau Effenberger sich mit Ing. In etwa hat das Alter unserer Gäste auch in den ciner Bezahlung begnügt hatte, die der angemes- ge- anderen Jahren diesem Ducchschnitt entsprochen. senen Bezahlung für eine solche Position in keiner oh- z; Ö Weise entsprach. Ihr sei an dieser Stelle für dieses ind. [O. G! Erd: det Stif tung, große Entgegenkommen ein besonderer Dank aus- 1Ög- Mit Schreiben vom 9. März 1971 teilte das Ord- gesprochen. ren, nungsamt der Hansestadt Lübeck dem Vorstand der Der Vorstand sah sich bei. dicser Fachlägs ges iten, Emil-Minlos-Stiftung mit, dak das Rechtsamt er- ir Cie e I Zi S dis Rz cr te: sucht habe zu prüfen, ch die Stiftung das Heim der Süktuns zu beantragen. Hak:.diecos nur sehr rei- gewerbsmäßig betreibe. Bis dahin war nämlich die schweren Herzens geschehen ist. bedarf keiner be- ter- Gemeinnützigkeit der Stiftung . anerkannt, d gs sonderen E O . Bei der Ortsbesichtigung am ber- Heim unterstand deshalb auch nicht der Aulsicht 19; Juni 1979 hat f Varstandsjüitslied Dr.’ Sant des Gewerbeamtes 18d war hicht gew erbesteuer- der qu Uv scs ten P E rf icaar er- i pflichtig. Da aber immer weniger Gäste die Vor- klärt, daß er wohl einsehen müsse daß sie die Fuji aussetzung der F ogenannten : »Gemeinnützigkeits- Genchmi ngsvorschriften einhalten :müliten daß [Vat verordnung“ erfüllten — bedingt durch die höher er aber zus aussprechen wolle, daß hier wieder [ne! werdenden Kenten mg lepzinits r wurde mm; das freiwillige soziale Wirken Z On Bürgern durch mehr ; : § ; : : ...;: [ br c Ccrücinnüteigkeit aberkannt die Bürokratie und ihre Vorschriften unmöglich “.it. Unter dem 9. Mai 1972 forderte dann das gemacht werde. Es sei außerordentlich bedauerlich, Rechtsamt den Vorstand auf, einen Antrag auf Er- dak der Bürger aus freier Entschließkung und ehren- . teilung der Erlaubnis zum Betrieb eines Beherber- amtlich soziale Tätigkeiten immer Weniger aus- IM.: gungsunternehmens zu stellen. Mit Schreiben vom üben könne, obwohl der Staat ihn dazu gerade r die 22. Juli 1972 teilte die Feuerwehr Lübeck mit, daß ständig auffordere und es auch für unsere Demo- [ Von der Ausbau des Dachgeschosses nicht ausreiche, er kratie lebenswichtig sei, daß die Bürger sich für rter- müsse durch eine keuerhemmende Bauweise ersetzt ihre Mitbürger engagierten. I):
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