Full text: Lübeckische Blätter. 1973 (133)

Städtische Konzerte in der kommenden Saison „Studio IV“ heißt eme Schlagzeugmusik für Kin- pen von Hörern schaffen.“ So habe man Werke Es: der von Toni Roeder, die der Komponist mit unserer Zeit in die „normalen“ Sinfoniekonzerte zte Kindern gemeinsam erarbeiten und 1n einem Kin- eingebaut hne der konze rt im Dezember in Lübeck zur Auffüh- Die neuere Musik ist im Programm der Sinfonie- fs! rung. bringen will. Das Instrumentarium kann dabei konzerte vertret it: W § Ernst he- auch durch selbstgebastelte Instrumente ergänzt" NDohnänyi Ute ss gen en V: us. ro) die werden. Der Komponist rechnet mit einer Einstudie- erstes uk . "e ". erse cr§ 9 Je ezeen p! hnngsreit von vier Tagen. Enzänzt wird da1 tro M tf ul e a t |c3 Carlos Veerhoft uw gramm des Kinderkonzerts durch „Till Eulenspiegels Yon dem 1926 tn Buenos Aires geborenen Veerhok f, isch l: ZU es Richard Strauss. der Schüler von Boris Blacher und Hermann Scher- Damit werden in der nächsten Saison zumindest chen ist, kommt ein „Torso für Orchester“ in Lü- r Est- an einem Vormittag die in Lübeck so erfolgreichen beck zur Vraufführung. hin- Kinderkonzer te weitergeführt. Das Programm der Brahms steht mit der ersten und zweiten Sinfonie. Iten Sinfoniekonzerte ist, wie der neue Generalmusik-| ßecthoven mit der zweiten und siebten und dem igen direktor Matthias Kuntzsch vor der Presse erklärte, zweiten Klavierkonzert und Bruckner mit der zwei- noch weitgehend durch seinen Vorgänger, Bernhard ten Sinfonie auf dem Programm. Für Sonderkon- Klee, mitbestimmt worden. Sonderkonzerte neuer zerte wurden die Bamberger Sinfoniker unter 'olge Musik gibt es zn! diesem Programm nicht mehr. Eugen Jochum und die Klassische Philharmonie LZ „Jr vollen nicht.. z0 satte Kuntzsch, „Zwei Grup- Stuttgart unter Karl Münchinger verpflichtet. Gro. u 'eris- : Das Behnhaus -- ein historisches Gebäude? irecht Siebzig Jahre besitzt Lübeck das herrliche Behn- Als das „historische“ Behnhaus entstand, gab es Es. haus durch die geniale Rettungstat von Carl Georg| doch nur drei Arten von Holzfußböden. Da war der Heise. Ein Schild am Eingang belehrt den Be. vornehme Parkettboden aus Eichenholz. Durch ver- sucher über die latsache, daß er sich in einem cchiedene Formung der einzelnen Teile oder durch „historischen Gebäude“ befindet. Es mahnt ihn zur die Verwendung von Mooreiche erhielt er eine ganz Vorsicht, vor allem auf den Treppen. Wer jedoch besondere Hervorhebung und Wirkung. Wer nicht das Behnhaus von 1923 her kennt und és heute nach Eutin oder Ahrensburg reisen will. der kann nach langer Zeit einmal wieder betritt, der wird es in unserer Vaterstadt zwei sehr schöne Beispiele im € des kopfschüttelnd oder gar fluchtartig wieder verlas- Sitzungssaal von Schlok Rantzau und vom Sozial- n Pr. sen. Welch eine vornehme Ruhe lag damals über pfarramt Königstraße 23 bewundern. wurde den Räumen. Die Diele hatte ihre großen schwedi- ie zweite Art war der jede Woche mit viel Arbei- schen Kalksteinplatten, die eigenartigerweise noch Wasser und Seife O i§ Boden aus ,preußi- latte; nicht bunt bemalt worden sind. Alle Zimmer da- schen Deelen“. der Ley: anschließend mit "s cilem nokrat gegen wiesen eine silbergraue Bemalung der Fuk- Sand bestreut. wurde Alle alten Soldaten werden andat. böden auf. Sie machte die Fußböden zur unauf- bei ikm an das berühmte Revierreinigen“ am fälligen, dienenden Grundlage des Raumes, die sich Wochenende denken und an die Wasserfluten, die slustet nicht aufdrängte. Selbst die zarten Pastellfarben dann durch die Kasernenstuben ihren Lauf nah- U des cg z ti. hchiclten ihre Leuchtkraft. men. Als die neuen Kasernen entstanden und da- ßctez. Heute jedoch ist in fast allen Zimmern dieser mit auch das Parkett dort seinen Einzug hielt, da .99 graue Anstrich beseitigt worden. Statt dessen sind kam die Katastrophe. Die Herren unfehlbaren Ge- .. die Fußböden geölt. Plötzlich beanspruchen sie mit reiten – alle Gefreiten halten sich anscheinend für ihrem Glanz ein Eigenleben. Nur starke Farben unfehlbar – ließen „wie gehabt“ die Wasserfluten vermögen sich ihnen gegenüber zu behaupten. Das rauschen, und aus den glatten schönen Parkettfuß- nokra- wird am stärksten wahrnehmbar in dem jetzt zur böden wurden Hindernisbahnen. Sie hoben und umente erst aus seinem Dornröschenschlaf erweckten Raum senkten sich wie ein wogendes Meer. wanzi- neben der Diele. Nun dürfte doch eigentlich be- Die dritte Art jedoch war die der großen Bürger- Volks- kannt sein, daß das Fußbodenöl erst eine Erfindung häuser, zu denen ja auch das Behnhaus zählte. Hier 5. Ja- der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ist. wurden die Dielen mit einer klaren, grauen VIfarbe le, Lü- Gerade unsere Stadt war doch die Heimat des überstrichen, so dak die Fugen und auch die häß- i Welt- „Fußbodenölkönigs“ Ferdinand Kayser. Er hatte lichen Nägelköpfe verschwanden und zum Sauber- tunde“, sein Unternehmen zu solch einer Blüte gebracht, machen ein feuchtes Aufwischen genügte. daß er an der Triftstraße eine große Fabrik er- Es ist doch eigentlich eine grobe Geschichtsfäl- beck isl richten konnte. Heute beherbergt sie das Hartguß- schung, wenn jetzt im Behnhaus die Fulböden ihren Gro. werk „Hansa“. historischen und dem Auge so wohltuenden grauen r
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