Full text: Lübeckische Blätter. 1973 (133)

Im nächsten Jahr, so schreibt Fehling in der die ungewöhnliche Kraft, welche diese Frau besitzt, stimn Biographie Behns, vertrat er den Senat bei der sie in den Stand gesetzt, ihre Empfindungen det Reker Leichenfeier des 16. März in Berlin. Nachdem Behn Kaiser s0 vollständig zu verbergen, daß dieser noch Kultu noch an der Tafel im Schlosse teilsenommen hatte. immer ahnungslos die Hokfnung auf seine Genesung sonde war er am 17. früh zur Abreise bereit, als eine kesthält.. Es ist ein Jammer, einen solchen Kaiser künkt „dringliche Aufforderung“ ihn zum Empfang bei an einer s0 elenden Krankheit zu Grunde gehen habe Kaiser Friedrich: nach Charlottenburg heschied. Da gzæu sehen.“ beraté der Kaiser schon nicht mehr sprechen konnte, Ein erschütterndes Zeitdokument! Behn wohnte in We schrieb er auf einen Zettel die Worte: Berlin auch dem Regierungsantritt Wilhelm II. bei, stimm „Ich habe stets große Sympathien für die freien der bei seinem Besuch in Lübeck am I. April 1891 konve Städte gehabt, deren Mitbürger mich erzog.“ im Behnschen Hause abstieg, wo ihm der Senat zeiten Behn übergab die wertvolle Urkunde dem Senat. vorgestellt wurde. Im März 1892 besuchte Behn den Verdi der sie unter Glas und Rahmen aufbewahrte. Fürsten Bismarck in Friedrichsruh, der einen Gegen- sem . Zur Ergänzung hierzu läßt sich ein unveröfkent- besuch in Aussicht stellte. Aber daz g §§ picht; Yihas lichter, vertraulicher Brief Krügers an ; einmal hat Bismarck put seiner Reiss Yon Muns Berlin vom 22. März 1888 heranziehen. Er schreibt: Petersburg nach Berlin im Jahre 1861 Lübeck.be; 19/4 „Deine Audienz beim Kaiser ist als ein bemer- röhrt. G ; : z!den kenswerthes Ereignis durch alle Zeitungen gegangen. Behn war noch dreimal bei grolen Anlässen – Lest Seitdem ist die Kaiserin von Mackenzie üher die gp. B. bei der Eröffnung des Kaiser-Wilhelm Kanals ty?! Hoffnungslosigkeit der Krankheit ihres Gemahls 1895 + Gast des jungen Kaisers und hat so mit den GM aufgeklärt. es soll darüber eine erschütternde Scene Hohenzollern und Preußen seinen Frieden ge- maus“ in Charlottenburg gegeben haben. Gleichwohl hat schlossen. iu N reits i Lübec _ . ./ Arnfù Lübecker „zweiter Klasse/’ ? bekan spieler Die Zahl der Gastarbeiter in Deutschland und fünften oder sechsten Klasse, die Schule verlassen Als damit auch in Lübeck nimmt ständig zu. Die Offent- mit einer denkbar dürftigen Ausbildung. Abgesehen Lübec lichkeit und die Presse haben dieses Thema aufger von der Frage, wie diese Menschen sich später in Tankr griffen, und an vielen Stellen wird über die sich unserer Leistungsgesellschakt mit ihren ständig stei- Dorsts ergebenden Probleme diskutiert. Wenn man sich genden Anforderungen zurechtfinden wollen, liegt Schmä in Lübeck umsieht, stellt man ohne große Mühe fest. hier doch ein ganz großes menschliches und soziales in-Lä daß sich schon regelrechte „Kolonien“ gebildet Problem vor. Ich bin der Meinung, daß sich unsere Ballett haben. Es gibt spezielle Läden, Kinos, Reisebüros Gesellschaft hier tatkräftig einschalten muß! goden] und andere Einrichtungen, die sich in unserer Wirt- Wäre es nicht möglich, eine „Familienhilfe“ für uraufk schaftsordnung ohne Reglementierung von alleine Angehörige von Gastarbeitern zu gründen? Hier bert S bilden. Dabei kommt jedoch das Problem der kann schwachen Mitbürgern geholfen werden, die Peter“ sozialen und gesellschaftlichen Eingliederung der unvermeidlichen Anfangsschwierigkeiten zu über- D „Gäste“ und ganz besonders deren Familien zu winden. Eine Initiative unserer „privaten“ Gesell- ; . kurz! «chaft könnte den Anstoß zu längst fälligen Maß- “s; Ein ganz dringendes Problem liegt dabei in der nahmen der Behörden geben. Wir könnten damit Inszen. Betreuung der schulpflichtigen Kinder. Hier liegen vielleicht erreichen, daß die besonderen Belange Umm oft derart große Barrieren zwischen den in Lübeck Lübecks, die sich aus seiner Geschichte, seiner geo- Vibach aufgewachsenen Kindern und ihren Altersgenossen graphischen Lage und seiner wirtschaftlichen Bedeu- winner aus anderen Völkern, daß eine sinnvolle Teilnahme tung ergeben, gut berücksichtigt werden. Auf jeden steht am Schulunterricht gar nicht möglich ist, wenn nicht Fall muß hier aber schnell etwas geschehen, damit jetzt § erhebliche Nachhilfe gegeben wird. Diese aber kann wir nicht in wenigen Jahren Lübecker „zweiter je! A gerade von den Eltern dieser Kinder nicht erfolgen. Klasse“ haben, die hier nicht voll aufgenommen d ; Hier fehlt es nahezu an allen Voraussetzungen. Der wurden und die zu ihren Heimatländern nicht mehr ai. Erfolg sind Kinder, die nach wenig mehr als der ausreichende Verbindungen und Bindungen haben. Revue Hälfte der planmäßigen Schuljahre. also aus der Peter Kayser Titel ,, spiel it „Viel ] Lübecks neuer Theaterspielplan tésgh „Margarethe“ schlug den „Freischütz“ mit knap- Das berichtete Generalintendant Karl Vibach Iftes pem Vorsprung. Nämlich in der Abstimmung des bei Bekanntgabe des Spielplans vor der Presse. Der d or s künstlerischen Beirats über den Spielplan 1973/74 aus 26 Mitgliedern der Bühnen bestehende künst- css !! der Städtischen Bühnen. lerische Beirat habe dem Spielplan ebenso zuge- “sss | ZH
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