Full text: Lübeckische Blätter. 1973 (133)

zur Bürgermeister Bevollmächtigter Lübecks zum Bun- hrte desrat war. Er führte 1868 nach schwierigen Ver- Dr. handlungen den Anschluß Lübecks an den Zall- »ben verein durch und wurde wieder von der Bürger- schaft geehrt. iber Zum preubischen Königshaus hatte er die besten üger Beziehungen; er empfing den König hei dessen zum Besuch in Lübeck in seinem Hays an der Trave. Iten. In den Jahren 1869/70, 1873/74 und 1877/78 hatte ahn- Curtius das Amt des regierenden Bürgermeisters des inne. In dieser Eigenschaft verabschiedete er die über Lübecker. die am Kriege 1870/71 teilnahmen. fte Die geschäftliche regelmäßige Korrespondenz mit flter Krüger wurde jetzt von anderer Seite erledigt, aber Cann die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Curtius und Krüger haben darunter nicht gelitten, und lung Krüger blieb sich stets dessen bewußt, dali er seine : dä- diplomatische Laufbahn in erster Linie Curtius zu 5/66 verdanken hatte. "av e- chaft fare: III. Dr. jur. Heinrich Theodor Behn, Senator und :ktur Bürgermeister sh. In der Diele des Behnhauses, dem Eingang direkt l eck- gegenüber, steht die Bronzebüste des Bürgermeisters ° Dr. jur. Heinrich Theodor Behn. Er ist in diesem großartig angelegten Haus mit der Doppeltreppe ron und der offenen Galerie aufgewachsen. Sein Vater ßen. Dr. med. Georg Heinrich Behn hatte es im Jahre ö heute 1823 von einem Fräulein Rodde gekauft; nach seir geht vertrauensvoll der neuen Zeit entgegen, mein ch m nem Tod 1855 ging es auf den Sohn über. Im Kreise alter Freund Curtius .. .“, schrieb er 1867 in sein eme des Jungen Lübeck, zu dem er noch vor Curtius und Journal. ische Krüger gehörte, trat er besonders für den Gedan- Aber was Curtius und Krüger aus Berlin berich- fegen ken einer Reform von innen heraus ein und hatte teten, klang anders. als Behn erwartete. Bismarck acht- maßgebenden Anteil an der Verfassungsreform von ging unter größter Schonung der kleinen Staaten tust 1848. Während Curtius sich mehr mit den aus qyeor und behandelte Lübeck als Bündnispartner. Die shes wärtigen Angelegenheiten Lübecks bekakte, wandte Nachsteuergelder, die Preußen zahlte, besserten Ister- Behn seine Aufmerksamkeit und Tätigkeit den inne- Lübecks Finanzen auf; die preußische Gewissen- sllét ren Verhältnissen zu, der Beschäftigung mit den haftigkeit, die ruhige Planmäßigkeit im Ausbau t q! Finanzen und der Gerichtsorganisation. Er wurde des Norddeutschen Bundes versöhnten Behn. Dazu Fre ßprecher der Bürgerschaft, bis er 1858 in den scna l )) Besuch König Wilhelms in Lübeck, dessen ble: gewählt wurde. Dort fand er den älteren Freund schlichtes und natürliches Auftreten seinen Eindruck Curtius vor. Im Gegensatz zu Curtius aber stand zyk Behn nicht verfehlte. Aber erst als der Krieg ibeck, Behn der preußischen Politik und vor allem Bis- gegen Frankreich ausbrach. stellte sich Behn ganz ielen marck ablehnend gegenüber. Preußen an der Spitze auf die Seite Preußens und des Norddeutschen Bun- ztitin- Deutschlands. Deutschland ohne Vsterreich, das be- Jes, und so fand er sich mit Curtius. dessen Nach- deutete für ihn den Bürgerkrieg, den sein ausge- folger Behn 1871 als Bürgermeister wurde, wieder klare prägtes Rechtlichkeitsgefühl ablehnte. Nach dem zusammen. Er begrüßte nach dem Siege das heim- , nur dänischen Krieg von 1864 erschienen ihm die An- kehrende lübeckische Bataillon und feierte den Kai- utsch- nexionsgelüste Preukßens äußerst bedenklich, obwohl ser an dessen Geburtstag. Als Senat und Bürger- ungs- zerade Lübecks Handel und Finanzen von dem schaft Bismarck und Moltke das Ehrenbürgerrecht h sei- Krieg profitiert hatten. Im Jahr darauf sah er den ger Stadt Lübeck verliehen, verfaßte Behn die Be- auch Einzug des Kövigs und Bismarcks in Ratzeburg, ieitsdueiber. dure selbst. Aber der Gedanke, die ischen Uchdem das Herzogtum Lauenburg durch den Stadt bei großen Anlässen zu vertreten, erschreckte unter U cer Vertrag an Preußen gefallen war. Schon ihn, und es kostete ihn große Überwindung, sich bei damals fürchtete Behn, daß Lübecks Selbständigkeit offiziellen Feiern außerhalb Lübecks sehen zu | Ver- bedroht sein könnte. Dieser Gedanke erfüllte ihn lassen. tschen mit Bitterkeit und bestimmte seine Haltung im Krieg Den steh Kz)sss sah §r uw qettsn Ms! ur soir Irü 1866. mer 1887, als er ihn nach der Grundsteinlegu st; pt vermag in der neuen Entwicklung nur den den Kaiser-Wilhelm-Kanal auf der Durchreise an | zum Aritang: unseres Endes zu erblicken ... Nur einer der Spitze des Senats auf dem Bahnhof begrüßte. 125 ..
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