Full text: Lübeckische Blätter. 1972 (132)

INN ENAUSSTATI UNG + | HERMANN SOMMER Zuoz MODERNE WERKSTATTEN FOR POLSTERMOBEL . DEKORATIONEN . BODENBELAGE irc; > G uc tn û LO B ECK . I M GLE IS DREI ECK 26 . RUF 6 76 01 Aber es geht – das wird bald klar – dem Au- tag, und Hugo Distler, sein 30. Todestag ist der tor dabei nicht um Politik, sondern um Psychologie. 1. November, sind, obwohl durch Jahrhunderte ger Wenn Sie Atggressionslust verspüren, dann prü- trennt, in ihrem Schaffen geistig verwandt, sowohl geln Sie. Natürlich nicht auf Ihren Nachbarn, auchn im Künden des Evangeliums als auch im gleich- nicht auf den Autor, obgleich Innen in dem Falle artigen Duktus ihrer Kompositionen. Grusnick war mildernde Umstände sicher wären, sondern auf eine der jungen Kräfte, die nach dem Ersten Welt- den alten Ledersessel, der jetzt auf die Bühne krieg in echter Besinnung auf reine Kunst, jeder kommt. Inn pflegen auch amerikanische Psychiater Verflachung abhold, sich stark für die Werke von ihren aggressionslustigen Patienten hinzustellen. t!!th Zchät- qinsgtete. sines Manus Yet U J. . »» Wwor Das dazu aufgeforderte Publikum wollte gar hrediger in Tönen“ und r EL na O K nicht auf dem schäbigen Sessel herumprügeln, leger“ genannt hat. Daß Hugo Distler als Organist sondern lieber darüber diskutieren, ob man mit gn St. Jakobi kam und dort zusammen mit Grusnick „Test ~t; Test – Test“ nun wirklich die rampen- wirkte, war für beide ein Glücksfall. Anregungen überwindende Kommunikation zwischen Darstel- wurden gegenseitig gegeben, und viele Werke, die ler und Publikum gefunden habe, von der so Pier“ hHjstler in gleicher „Haltung“ zum Bibelwort wie ernst bei diesem Stück immer die Rede war. Doch cCchütz schuf, erlebten in der Jakobikirche durch Diskussionen sollte es erst später geben. Der Autor Jen Sing- und Spielkreis ihre Vraufführung mahnte aus dem Hintergrund, die Spielregeln ein- ; zuhalten. Jetzt war Sesselschlagen dran, nicht Dis- Auf dem Programm der 1. Abendmusik standen kutieren. Und danach Handball. Die großen Kunst- drei vierstinmige Motetten aus den Cantiones stoffbälle flogen – als SchluBapotheose zwischen sacrae von 1625 und drei sechsstimmige Motetten Darstellern und Zuschauern hin und her. Die beir aus der Geistlichen Chormusik von 1648. Trotz der den Damen mit ihrer mittleren Freundlichkeit einheitlichen Handschrift in all seinen Werken ver- blieben im Recht: „Seid nett zueinander!“ kügt Schütz über eine Vielzanl der Ausdrucksmittel, Nicht ganz so nett waren vor allem jugendliche f G g romb nationen, sr §lein. una Ireß- Zuhörer in langen Diskussionen mit dem Autor, Tezt plastisch erstenen lassen. In den madrigal- die anschließend im Foyer stattfanden. Ihre Forde- artigen Motetten zeichnet er durch Wiederholungen rungen gingen weit, nämlich auf ein Meinungs- jede Textzeile gleichsam als frünbarocke Chorarien theater. Aber das war nicht zuletzt Schuld dieses hjilghaft nach, so das ,„veni, rogo“ in wechselnder Stückes. Abwärtsbewegung, freudig das ,laetitiam“. In der Von den Darstellern, die zum Teil gezwungen Parentationsmotette läßt Schütz ,Ich weiß, daß waren, gescheit zu improvisieren, gebührt ganz mein Erlöser lebet“ in kreudiger Ekstase singen, besonders hohes Lob Horst Vincon und Inge Laacke. führt s Ftnucs FZukttrtthorssuns ? » . ort- Gro. nahes und Wortgewaltiges läßt sich anführen, be- sonders aus den Monumentalwerken der 2. Abend- Bruno Grusnick t rm n sts rt schied aus dem Kantorenamt an St. Jakobi dramatisch konzipierten Michaelskonzert ,Es em Ein Leben für die musica sacra hub sich ein Streit“, die wir in bewundernswerter .. : Seschlos it, i i i i i werke voni Heinrich Schütz und Hugo Distler Ir U rd niten§r Berker nt fans der Lupocks G UO L § denen KMD terztvon x! tyysugrbeit des Chorleiters mit seinen Dr. h. c. Bruno Grusnick seine Amtszeit als Kantor : an St. Jakobi beendete und sich von einer großen Diese Klangkultur kam auch dem menrchörigen und treuen Hörerschaft verabschieden konnte. Werk „Deus miserator nostri“ von Andrea Gabrieli, Beide Abendmusiken galten auch dem Gedenken von dem Schütz auf seiner Italienreise nachhaltige an die beiden bedeutenden Komponisten, mit deren Anregungen erhalten hat, und dem „Sanctus“ und Werken der Singkreis unter Bruno Grusnick über „Agnus Dei“ von Hans Leo Haßler zugute. Er- 40 Jahre lang nicht nur erfolgreich, sondern auch staunlich, wie in dem vor allem auch kirchlich beispielgebend gewesen ist. Heinrich Schütz, am stark zerklüfteten 17. Jahrhundert sich eine „heile 6. November jährt sich zum 300. Male sein Todesr Welt“ im Bereich der Kirchenmusik abschirmen el11171. e1CReCH CA OH Zei ue L. Fecaten Farbenhaus Kohlmarkt 19-21 BASTELBU CHER, GIESS HARZ m lellos genflegt EMAILLE- UND HOLZ- ARTIKEL PAR OLMETEC SAO t! k MOHLENSTR. 4/6, AM KLINGENBERG - RUF 7 47 11 04
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