Full text: Lübeckische Blätter. 1972 (132)

und lebensbejahend eine neue „Akte“ anlegt: „Bau Nicht zuletzt wegen. ihrer veiden Regie-Neulinge eines Hausfundaments.“ war dieser Abend für die Niederdeutsche Bühne Zwei altbewährte Spieler füllten die beiden Eüheckei bezug. .- t V Urs Ni Hauptfiguren mit Leben, Arthur Ss tra u ß den in Am zweiten ADen (14. Z. !. ar die Nie- Pedanterie verbiesterten Dreyer und Martha Fi c k derdeutsche Bühne Neumünster mit 1 rer kürzlich Sd ge Dora Witt. Neben ihnen stellte sich Ilse uraufgetührten Narrenkomödie „Ulenspeegel op Rei- Wern er als Frieda Dreyer zum erstenmal in einer sen“ von Dieter Be11 mg B n üs: zu Gast. größeren Rolle vor (mit einer bemerkenswert echt- Das Stück wurde 1969 vom Niederdeutschen Bühnen- plattdeutschen Sprechweisel). — Moralisch überlegen bund mit einem Pr rs qussqreichnst. Vie. Meinung wirkte in dem Stück ohne Frage das weibliche Ele- über das ort ist . sù 11 + a spürt ment. So war es nur natürlich, daß auch eine Frau duch bei Belimann, daß Ulenspsegelgesch! 1ten als (Hannelore M etzk e) Regie führte. Es war ein dramatischer Vorwurk ric eur ergiehis. sind. Sie erster Versuch, der schon deshalb besondere Aner- leben meistens nur von den uro sen näcken und Erster ige verdient und dem hottentlich noch recht oft Einfällen des grolen Schwankhelden, der zudem weitere folgen werden. fast immer Im gUemeane Ih . onne shenbürti- Konrad H an s en, ein begabter Vertreter der gen Faringr. auftritt un: L sechst run en gra. jüngeren Generation niederdeutscher Bühnenautor Grund hat Bellmann fünf Jahre lang mit seinem ren, erhielt den Anstoß zu seiner Komödie „En Ulenspeegelstoff „Zerrungen“ und sich schließlich Very nah B durch U. köstlichen Einfall, daß doch damit begnügen müssen, die dramatischen Lük- m jungen Dichter „Man us“ aus der alten Sta d- ürkti i i i Z uhr q Vene r cr die S. w s ent t OU. u Nuueroptt. .24 uu em Ge- anderem Maß gestaltete Bühnentigur „Amanda“ ent- mit soviel Geist und Humor (zuweilen auch mit ngs gegentritt, bis sich zuletzt dabei seine ganz konkrete verfrorener Drastik!), daß die Zuschauer doch hin- Braut „Lieschen“ herauskristallisiert. Damit gelang reichend auf ihre Kosten kommen. dem Autor ausgezeichnet, was ihm als dichterische Es war ein Glück für den Autor, sein schwierige Aufgabe vorgeschwebt hatte, nämlich „den Kontrast gtück bei Friedrich Rieck als Spielleiter und cr zwischen der konkreten Alltagssprache Plattdeutscn Jer Niederdeutschen Bühne Neumünster als S iel- und dem traumhaften, realitätsfernen Spiel“ auf die gchar in denkbar guter Betreuung zu finden pts! Bühne zu stellen. Die Gestalt des kindlich-naiv zwi- HNeumiünsteraner verfügen über eine erfreulich ; sû schen zwei Welten wandernden „Mandus“ erhielt zahl talentierter Spieler, von denen hie Ns durch Volker Str auß ihre romantische Verkör- faul a mme isst; können: Lilo er nu ejuzo perung. Seine Partnerin Heide Lin z bewies wieder ger“ und „Magd“, Lore Moor als „M. n Is zMods ihre spielerische Wendigkeit, mit der sie dreimal von % drs als „Tilla“ Fer als E 280 usr , einer Rolle „Amanda“ in die andere schlüpfte. Als meister“ Suldat“ und ,„Pedell“ e s § sor. konkrete Gegenspieler agierten die, Mutter“Waltraud Paster“, "Wachtposten“ "mil Rekt hrtrlett5s Ca s s el und das „Lieschen“ Margrit Nause . Neu- School“. Für wp e d LS “ts yd vue UE Srar dor, Haltor Martin St ünl er, yanto- Rolle des Stückes, Hatte man Diethard Zz zorssre mimisch begabt und als Badenser dem Niederdeutr von der Niederdeutschen Bühne Lübeck Lr schen prächtig aufgeschlossen. ~ Auch bei dieser dessen Spiel die Glanzleistung des ere vonner Aufführung lag die Regie in den Händen eines „An- digkeit, Pfiffigkeit und Frechheit pr un en- fängers“. Klaus Stompro wski, wie Hannelore Die anschließende Diskussion zwisch Tpiellei Metzke seit langem Mitglied der Niederdeutschen ter, Spielschar und Publikum on Zz schen Spieler: Bühne, konnte mit einem Gesamtspiel aufwarten, V ss Stückes lobte es aber .- Recht Pryh'e: das deutlich etwas von der bei inm gewohnten Be- achtenswerten Beitrag zur heilsamen ent Us §e: geisterung, gepaart mit kritischem Ernst, verriet. niederdeutschen Bühnenleben. M. St. GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG U | GEMEINNÜTZIGER TATIGKEIT GR U N D U N G SJ AH R 1 7 89 Az. FER N RUF NR. 7 54 54 W - azupict Theaterring q!"* 11 (grüne Karten) : i., 1;12. ; Anrecht I (gelbe Karten) z. die Neun von Catonsville“ So., 9. Januar 1972, 19.30 Uhr: von Daniel Berrigan, Deutsch von Jan Lustig ' Der Prozeß gegen die Neun von Catonsyville“ So., 13. Februar 1972, 19.30 Uhr: von Daniel Berrigan, Deutsch von Jan Lustig j Giv acht. aut Amélie“ Mi., 9. Februar 1972: Musikalische Komödie nach Georges Feydeau "Gib acht auf Amélie“ Fon Kurt Nachmann. Musik: Lotar Olias Musikalische Komödie nach Georges Feyde Mi., 33. Februar 1972, Gr. Haus: Kurt Nachmann. Musik: Lotar Olias yon „Hamlet“ von William Shakespeare Mi., 23. Februar 1972, Gr. Haus: Anderung des Spielplans vorbehalten. ’ Hamlet“ von William Shakespeare Zusätzliche Karten sind für alle Aufführungen vor- So., 5. März 1972 ftätidsn. So., 23. April 1972 trrrwrese (roie Karten): Mi.. 10. : .: ., 19. Januar 1972: 10. Mai 1972 (letzte Aufführung) „Lulu“ von Alban Berg 1
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