Full text: Lübeckische Blätter. 1972 (132)

Okfentlich-private Denkmalpflege in den USA Der Ruf „Rettet Lübeck, das mittelalterliche halb kommt es immer wieder vor, daß in abgelege- Gesamtkunstwerk“, wie cs so dramatisch wagner nen Kleinstädten wunderschöne, von hölzernen Säu- rianisch heißt, erschallt zur Zeit landauf landah len umgebene Bauten bereits morsch sind und so und dringt über die Grenzen der Bundesrepublik. unrettbar verloren. Dennoch kommt cs vor, daß In der lat offenbart der ratlose Hilferuf andie Welt- vermögende Privatleute mit noch verwertbaren Fas- öffentlichkeit die Mängel einer recht konzeptions- sadenteilen ihre eigene prunkvolle Herberge ver- los betriebenen Denkmalpflege. Andererseits sollten kleiden. Aube q chu cn reise die Verdienste der bisherigen Erstaunlich ist, wieviel Initiative die lokalen Aufbauleistung nicht verkleinert werden. Verwun- 6 "s aun d 18;, tibelächclten: qamertkzt en szrlich bleipt zllersivés. cell der Aufruf aus dem Fr. Lv tue uu Gchiet der Denkmalpflege f H'ttpd:l:51 Futrdesrepuhtik: Deutschland kommt. j êb ingen. Ihrer Betriebsamkeit ist es oft zu dan- Wer Jie sklentliche zus Priyste Arnit im §tact- ; pser Jure Betis] h vor dem Abriß hill Less kernt, versteht Jie Ursachen der Ver- bewahrt wurden umd Efendi H CK N tt st“lieuns. Heth te Deutsche wäre das O s r yo zur Verfügung gestellt wurden. Beispiel Danzig, wo offensichtlich das angetretene Êuen p! v upyen, zur nur in Großstädten richtige Kulturerbe besser verwaltet wurde. Nun ist es (z t ) fur man kulturell nicht verwöhnt itt: srUvis ys! die Nas é'ut; utter Kötsugrvsr: s n ich das Interesse wenigstens den oft so tuter d'eisk Bevölkerung staatlich dekretierten ! ; . j §s Relikten zu. Generell läßt sich Denkmalpflege zu rechten. Vielversprechender er- torise gs c untersten lokalen Fhena. Hckon scheint es, auf die USA und die dort betriebene sep. t gui cer. befindlichen und gepflegten Pschü:lyltze1; SUtqey. „rotz kultureller und n O Mes Objekten eine von einer Vielzahl Ltöteumihcer Vren;ticke bewegen sich die USA ivater Vereinigungen getragene gemeinnützige und die Bundesrepublik auf einem wirtschaftlich- l UC ES ziht cs eine Räihe: fotial versleicbaretn Niroqu. Auf dem angespro- Ut§«ualptsse veteht. Stiftungen, die für vielerlei thenet Vercich Jet Traditionspflege läßt sich die ä) Zwecke ansehnliche Mittel beisteuern. Aktivität der Bürger und der staatlichen Stelle, kulturelle Ugecke e in den USA aus eigener Anschauung an einigen Jeder der künfzig Bundesstaaten unterhält pr Beispielen erläutern. dest eine Historische kohmjision dede Hi sh x. Vorauszuschicken ist, daß gegenwärtig in den Ver- Us, Uss rz . 't stellt. einigten Staaten neben der Kriminalität und den und ö . ] 1§5 Üoätüche Rassenunruhen sowie Umweeltschutzfragen die Tra- In viel größerem Maße als das nett euts x ditionspflege seit längerem ,in“ ist. Eine verstärkte Städtebauförderungsgesctz berücksichtigt s ret! Rückbesinnung auf die sigene Vetsecthnhsit izt hzzizths t- q L u:: “ts ! i die noch so junge Nation si spekte. ' U! [ttuzrl std &: gr r 1976 für historische Sanicrunszpro]ckc auch be: t l cr st SES SE B E cot; i ! j isher für die 1 t z!sr.r rs zt! sl bereitzustellen, grammen bei folgenden Sanierungsaufgaben: üs deren Sehenswürdigkeit verwöhnten Europäern ge- 1. Bestandsaufnahmen erhaltenswerter, histori- ring erscheint. scher Objekte, In den seit jeher besonders traditionsbewußten 2. Planung von Erhaltungsmaßnahmen bei spe- amerikanischen Südstaaten Virginia, Nord- und zifischen Sanierungsprojekten, ! Südkarolina, Georgia, Alabama, Louisiana und 3 Erwerb historischer Stätten in freiem Gelände Mississippi hat man sich immer recht liebevoll um oder Schaffung von Freigelände in der Um- die Erhaltung architektonischer Überbleihse] des gebung dieser Objekte, verlustreichen Bürgerkrieges von 1865 bemüht. Tra- [ Fär.lctuug. und Hcprtr der Umgehung histo- ditionsvereine (u. a. die Töchter der Südstaatlichen rischer. Sitten Un OGchäcale Gere Err Hr Konföderation) unterhalten Museen, in denen das ökkentlicher Einrichtungen, Andenken des verlorenen Krieges hoch in Ehren E Bezeitigrng. rcrstörerisctrer Ritrtlärss. Bieznrt ßehelten wird, I geschützte Stätten einwirken, Genauso werden jedoch alte Herrensitze in pfle- 6:) Erwerb historischer Bauten mderen Wei- gerische Patenschaft übernommen und andere bür- tergabe an interessierte Kreise, gerliche Prachtbauten mit Spenden erworben, in- f Versetrang historizchtz' ßarte-L ! die . êfeut. stand gehalten und öffentlichen Zwecken zur Ver- ; s zu f kl E tk f ont fügung gestellt. Dabei muß man bedenken, daß es 1chen Entw ESP. sich sehr häufig um reine Holzbauten im sogenann- hen. i ' . b. ten griechischen Erneuerungssti] handelt, die heuti- § Finanzierung spezieller Demonstrztionss f gen Wohnansprüchen oft nicht mehr genügen. Des- jekte (einschließlich Planung und Restaura 115
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.