Full text: Lübeckische Blätter. 1971 (131)

wissen vermitteln, seien überflüssig. Das wichtigste Die Sowjetunion erkenne an, daß der freie Zu- für sie sei das Gespräch im kleinen Kreis. gang für Westberlin unentbehrlich sei. Sie bestreite Aus der Diskussion dieser Tagung sind die Bei- nicht die Notwendigkeit des Aufrechterhaltens der träge der beiden Vertreter der Ostblockstaaten be- ökonomischen, kulturellen und wissenschaftlichen sonders hervorzuheben. Beziehungen zur Außenwelt, insbesondere zur Bun- Im Anschluß an einen Vortrag von Senator Paul desrepublik. Auf eine entsprechende Frage erklärte ; zu Fragen der EWG. Efta und des Boronin, daß es zu den ökonomischen Bindungen Comecon erklärte der polnische Vertreter, daß man Westberlins gehören könne, daß Arbeitsplätze in im Comecon daran denke, die bisherige Politik Behörden, wie die Bundesversicherungsanstalt für gegenüber der EWG zu überprüfen. Bisher unter- Angestellte, gesichert werden. In der Bundesrepu- hält der Comecon keinerlei Beziehungen zur EWG. blik müsse man sich entscheiden, ob politische De- Man denke daran, eine Vertretung des Comecon monstrationen wichtiger als der freie Zugang seien. bei der EWG einzurichten. Auch der polnische Vertreter erklärte, daß es in Sollte sich dieses verwirklichen, wäre man im seinem Land eine öffentliche Meinung gäbe, und Bezug auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit in die sei sehr sensibel. Jeder fünfte Pole sei durch Europa ein großes Stück weitergekommen. Bisher Neutsche umgekommen. Erst nach der Ratifizierung wird der’ gesumte Osthandel über bilaterale Ver“ Jes deutsch-polnischen Vertrages könne dieser seine träge abgewickelt. volle Wirkung entfalten. kz Asschluß an Lirh Usftivs yvi! Hr. Günter Polen bedauere, daß die Bundesre ierung die Granitzky vom außenpolitischen Ausschuß des SPD- s;. Y s' 8 Bundesvorstands erklärte Botschaftsrat Boronin, daß ganze Ostpolitik durch das Berlin-Junktim von den in der Sowjetunion das Mißtrauen gegenüber den Verhandlungen der vier Grolmächte abhängig ge- Deutschen noch nicht voll überwunden sei. Die macht habe. Klärung der Grenzfrage im deutsch-sowjetischen Auf die Frage eines finnischen Vertreters über die Vertrag sei vor allem kür die ökkentliche Meinung in weitere Notwendigkeit der Beistands-Klausel gegen der Sowjetunion sehr wichtig gewesen. Auch die «¿inen deutschen Angriff im finnisch-sowjetischen sowjetische Regierung ze w solchen Fragen auf Freundschaftsvertrag, erklärte Boronin, daß diese die Stimmung in der Bevölkerung httitet: C Klauseln in allen Freundschaftsverträgen enthalten Westberlin sei für die Sowjetunion immer eme gzeien. Manchmal gehe die Zeit rr UPs:s.. 56lche besondere politische Einheit gewesen. Es sei eine Klauseln hinweg. Zur Zeit sei es unwahrscheinlich Insel inmitten eines anderen Staates. Juristisch werde J.ßK diese :; jemals ausgenutzt wer Ig, ? es auch von den Westmächten nicht dem Territo- : : ; rium der Bundesrepublik zugerechnet. Die Sowjet- Eine Tagung dieser Art soll in einem der anderen union lege die alliierten Verträge so aus, daß Berlin Länder den Kontakt der Erwachsenenbildner fort- aus der sowjetischen Besatzungszone nur verwal- setzen. tungsmäßig herausgenommen worden sei. hjw Sind Fußgängerstraßen »modisch«? Im April wird für einige Wochen die Breite würde eine Forderung verwirklicht, die immer wie- Straße zur Einbahnstraße in entgegengesetzter Rich- der in den Planungen für die Gestaltung der Lü- tung als bisher werden. Dann werden die Bauarbeir becker Innenstadt auftaucht. ten (Verlegung von Gasleitungen und Elektrizitäts- : . kabeln) im mittleren Abschnitt der Königstraße Eine Umwandlung der Breiten Straße zwischen durchgeführt werden, so daß diese Straße für den Mengstraße Dr. Julius-Leber-Straße und Kohl- Süd-Nord-Verkehr gänzlich ausfällt. Dieser süd- markt zur Fußgängerstraße würde nicht nur von Nord-Verkehr geht dann vom Kohlmarkt in Rich- den Einheimischen und den Gästen der Stadt, son- tung Koberg durch die Breite Straße. dern auch von der Lübecker Wirtschaft begrüßt Der bisher in Nord-Süd-Richtung durch die Breite werden. Es entstünde auf solche Weise im beleb- Straße laufende Verkehr wird über Beckergrube ~ testen Kern der Innenstadt ein Fußgängerzentrum, Fünfhausen – Schüsselbuden geleitet werden. gebildet aus dem angegebenen Abschnitt der Breiten Diese Umleitung dürfte kaum verkehrsmäßige Straße, dem Markt und den beiden bereits vorhan- Schwierigkeiten bringen. Sie könnte aber den L Fußgängerstraßen, der oberen Hüxstraße und weis erbringen, daß es durchaus möglich wäre, auf der oberen Fleischhauerstraße (wobei es nur noch den durchgehenden Verkehr in der Breiten Stralke darum ginge, diese beiden Straßen zu echten Fuß- zu verzichten und diese Straße, zumindest abschnitts- gängerstraßen und nicht, wie jetzt, zu Parkflächen weise, zu einer Fußgängerstraße zu machen. Damit für die Anlieger zu machen). V] u
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