Full text: Lübeckische Blätter. 1971 (131)

ZJohs. O erke & Es RAUMAUSSTATTUNG Bedachung, Isolierung und Cerüstbau H t RMA N N SOMMER 2400 Lübeck 1, Hinter den Kirschkaten 5 Êutrut»t r r ez © BODEN BELAGE Ruf 52421 LO B ECK . 1 M GLEIS DREI ECK 26 . RUF 6 7601 Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer e. v. Worum geht es? „So eine Liebe“ müßte eigentlich Im Sozialpkarramt, Königstraße 23, wird am Heißen: „So eine gewaltige Liebe“. Die Liebe ist Dienstag, dem 9. März, um 20 Uhr, eine Ausstellung in diesem Stück eine Himmelsmacht, nicht anders von Wilnelm Neckel eröffnet. Der Künstler zeigt Wie in den Erzählungen der Frauen-JIllustrierten. Aquarelle aus den letzten Jahren. Die Ausstellung Vin inzwischen verheirateter Dozent für Familien- dauert bis zum 26. April und ist montagsfreitags recht (ausgerechnet!) trifft seine Jugendliebe wieder, von 9 bis 14 Uhr, sonntags in Anwesenheit des die am nächsten Tag zu heiraten gedenkt. Sie läßt Künstlers von 11 bis 13 Vhr geökknet. ihre Heiratspläne fahren und will bei ihm bleiben. Und er will sich von seiner Frau, einer angeblich gefühlskalten Ärztin, scheiden lassen. Aber die Aus unlerer Bücherei Ärztin verzichtet so großzügig auf ihn, daß er sie , I doch nicht aufgeben Kann. Das Mädchen Lida Matys Wie auch im vergangenen Jahr trafen sich kürz- Verzweifelt und stürzt sich vor einen Zug. Und alle lich im Teeraum unseres Hauses die Mitglieder anderen sind schuldig oder mitschuldig auf irgend- des Büchereiausschusses und die Mitarbeiterinnen eine Weise: Milan, der Mann, der sie heiraten der Bücherei zu fröhlichem Gedankenaustausch. An Wollte, aber ihr die Heirat anbietet „wie eine der buntgeschmückten Kaffeetafel begrüßte Herr SGnade“; seine Mutter, die Lida demütigt; des Dr. Carstensen die Gäste und dankte den ehren- Familienrechtlers Freund Wenzel, der eine ent- amtlich tätigen Damen und Herren für ihre stets scheidende Nachricht nicht übermittelt; der Fakul- bereite Mithilfe. Der Direktor unserer Gesellschaft, tätssekretär Anton, der meint, daß ein Dozent für Herr Dr. Edelhoff, würdigte die Bücherei als eine Familienrecht keine Affäre haben sollte, und Lidas der ersten Einrichtungen der Gesellschaft und als Freundin Majka, für die „so eine Liebe“ einfach Anziehungspunkt für eine lebhaft interessierte unvernünttig ist. Gemeinschaft von Mitgliedern, die der Gesellschaft „So eine Liebe“ muß scheitern am Unverständnis durch das B u c h verbunden sind. der Mitmenschen. Sie alle sind angeklagt, sind Die Liste der Neuanschaffungen des 2. Halbjahres Schuldig und werden doch freigesprochen. Denn wer 1971 liest in der Bücherei für Interessenten zum vwleaollte urteilen? „Dder wollen Sie urteilen?“ fragt Mitnehmen bereit. der „Herr im Talar“ zum Schluß ins Publikum, jener Kommentator, wie wir ihn aus der „Biografie“ von Frisch und der „Kleinen Stadt“ von Wilder Theater und Musik kennen. : . 2 Nun ja – was 1957 in Prag sensationell gewesen Kammerspiele: „So eine Liebe“ von Kohout sein mag, weil der Autor die große Liebe gegen das Vielleicht, weil das Stück „August August, August“ Primat gesellschaftlich orientierter Konventionen des tschechischen Schriftstellers Pavel Kohout in Setzte, ist es ohne Zweifel 1971 bei uns keineswegs Lübeck ein so großer Erfolg war, entschloß man sich, in gleichem Maße. auch ein sehr viel früher geschriebenes Spiel „So Immerhin ist ein sauberes, dem epischen Theater eine Liebe“ in der Hansestadt herauszubringen. zugehöriges Stück dabei herausgekommen. So jeden- Was jedoch in ,, August August, August“ zu ein- falls schien auch das Publikum zu emptinden, das drucksvoller, bühnengerechter Parabel wird, das Sich durchaus angetan zeigte. trägt Kohout in „So eine Liebe“ mit erhobenem Lothar Trautmanns Regie blieb, onne „Mätzchen“, Zeigefinger vor. Es darf keiner übrigbleiben im eher bemüht. die romantischen Töne der Liebe ein Publikum, der es nicht ganz genau begriffen hätte, wenig abzukühlen und sie nicht + die Gefahr lag nachdem der „Herr im Talar“ es ihm eindeutis nahe ~ peinlich werden zu lassen. ins Gewissen redet: daß er nicht berechtigt sei, In der insgesamt guten Aufführung ragten andere zu verurteilen, sondern seine eigene Schuld Barbara Blümel als Lida Matys sowie Dietrich an dem betrüblichen Schicksal anderer suchen sollts Mattausch und Dirk Galuba als die beiden um sie ~ Splitter und Balker bemühten Männer hervor. Gro. GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT GR UN DU N G S J A H R 1 786 F ER N RUF NR. 7 54 54 Neue Mitglieder Prager, Heinz, Verwaltungsangestellter, Martin, Peter, Pressechef der Hansestadt Lübeck, 2400 Lübeck 14, Westpreußenring 90 Pleskowstraße 12 Püstow, Gertrud. Rektorin, Kunkel. Heinz, Dipl.-Ing., Gärtnergasse 3 2400 Lübeck 1. Wendische Straße 6: Q 1
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