Full text: Lübeckische Blätter. 1971 (131)

ergebnisse nur die Bestätigung der bereits optisch sten, sei im Küstenvorland die Ermittlung der und geruchlich feststellbaren Verschmutzungen. Er sogenannten „schwarzen“ Zuflüsse, jener also, die selbst habe von einem Sportflugzeug aus solche bisher noch unbekannt wären und durch die ver- Grobverunreinigungen durch Verfärbung des Was- bots- und gesetzwidrig Abwässer in die See einge- sers feststellen können. Prof. Berndt vertritt daher leitet würden. die Auffassung, daß zu wirksamen Sofortmaßnah- Eine Bestandsaufnahme der Ahwassersituation in men auch eine regelmäßige Beobachtung vom küstennahen Gebieten und die ständige Kontrolle Flugzeug aus, eine Luftüberwachung, bei der Farbr an festgelegten Meflstellen erfordere eine entspre- und Infrarotaufnahmen gemacht würden, gehören chende Ausstattung der Gesundheitsämter und In- müsse. Vor allem aber dürften, so erklärte der gtitute in personeller, apparativer und räumlicher Wissenschaftler, neue Kurgebiete, Ferienzentren Hinsicht. Das Bundesinnenministerium habe die und Campingplätze nur zum Bau freigegeben wer- Vergabe eines solchen Forschungsauftrags zugesagt. den, wenn eine fachgerechte Abwässerbeseitigung Darüber hinaus werde der Bau eines Ahwasser- sichergestellt ist. Wenn es bisher in diesen Gebieten abfangkanals parallel zur Küste auf die Dauer nicht überhaupt Kläranlagen gäbe, so wären sie veraltet zu umgehen sein. An Binnenseen habe sich ein sol- und besäßen eine so geringe Kapazität, dak von ches System bereits bewährt. einer biologischen Ahwasserreinigung nicht mehr Noch sei, so sagte Prof. Berndt, die Situation an die Rede sein könne. der Ostsee, vor allem im Vergleich zum Mittelmeer Auch von küstennahen Wohnbezirken und An- und zum 'Atlantik, nicht beängstigend. Sie könne siedlungen liefen Abwässer ohne besondere Reini- es aber werden, wenn jetzt nichts getan werde. gung direkt oder auf Umwegen durch Gräben in Es sei „gerade noch Zeit“. die See. Am wichtigsten, wenn auch am aufwendig- eg Zufrieden die Bürger - auch die Gäste? Beobachtungen rund um den ZOB „Etwa drei Viertel der Lübecker Bürger sind ... 4. Großmutter hat glücklich ihr Gepäck vom Zug zufrieden“, so las man es im letzten Heft. Gilt dieee zum ZOB gebracht. Ein freundlicher Mitreisender Feststellung auch für den fremden Gast, den Ber trug es ihr her. Sie dankt ihm, ist froh und möchte sucher von auswärts? nun ihre Lieben anrufen, ihre Ankunft melden. Als Reisender der Bundesbahn erreicht er über Sie schaut sich um, fragt die Auskunkt nach einem den Bahnhofsvorplatz durch einen düsteren Gang Fernsprecher. „Das hätten Sie auf dem Bahn- den ZOB, das Verkehrszentrum der Hansestadt, hof tun müssen. Hier gibt es keine Möglichkeit Zu gewissermaßen deren Empfangsraum, ihre Visiten- telefonieren.“ – Großmutter ist verblüfft. Wie karte. Was fällt ihm auf? sollte sie das wissen? Da sich das Gespräch vor dem 1. Der Ankömmling möchte sich zunächst orien- Dienstraum abspielt, deren Tür okkensteht, bittet die tieren, einen Überblick verschaffen. Er sucht nach alte Dame den Beamten: „Ach, tun Sie mir doch einem Stadtplan, auf dem die Itrkehrstinien, Sen Gefallen und rufen diese Nummer an. Ich be- eingetragen sind ~ mit Haltestellen, Aiurtimer der 331ls Ihnen gern das Gespräch.“ Achselzucken. Buslinie und Endstation. Vergeblich! Er findet r„Bedauere, das yerstößt gegen meine Dienstvor- nichts dergleichen. schrift.“ Ratlos schüttelt der greise Gast das graue 2. Der Reisegenosse neben ihm braucht eine Haupt. Außenlinie, die vom entferntesten Bahnsteig aus Lübecks zentraler Verkehrsplat- startet. Ihm würde eine Orientierungs- hat tatsächlich keinen öffentlichen karte für die nähere Umgebung helfen. Aus. F'erns pre c h e r. Was soll in Notlagen, bei Vn- kunftsbeamte sind nicht immer sogleich zur Hand. fällen geschehen, abends, wenn die Dienststelle un- 3. Beide suchen nach dem richtigen y. besetzt ist? – Nach Angabe der Bundespost ver- steig. Die Bes chri k t ung ist klein, so Jul zie hinderten bisher Einsprüche der Baubehörde die von Säule zu Säule wandern Zitsgert Es genügt Aufstellung eines „Stummen Postamtes“. Denn auch nicht, nur nach der Nummer zu schauen, Hk das Ziehen einer Briefmarke, um beim Umsteigen auch die Richtung zu beachten hat, étadtein.leder eine Postkarte einstecken zu können, ist z. Z. aus- auswärts. Ortsfremde können mit Angaben wie geschlossen. Soll das auch in diesem Sommer s0 Roter Hahn, Buntekuh, Hubertus oder Moorgarten bleiben? wenig anfangen. – Warum bringt man nicht oben 5. Die erwähnten Baupläne zielen angeblich auf auf jeder Wartehalle in gr o ßer Schrift, Erstellung einer Ladenzeile. Dann erst wird ein nach beiden Seiten lesbar, weithin, ohne daß man unterirdisches, Orte h en “idem geplag- erst hinlaufen muß. Nummer und Fahrtziel an? ten Bürger die Möglichkeit zum Verschwinden ge- ? A
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