Full text: Lübeckische Blätter. 1971 (131)

Schicht. Die obere Müttelschicht dagegen schätzt durchschnittlichen Rangplatz von 1,9 einen sehr Lübecks Wirtschaftslage besonders positiv ein. guten zk erjtte ke sreßem thttanc koigten Bei allen Vorbehalten gegen die derzeitige wirt- dann die Städte Hamburg und M en mit dem ; Z. TZ : : > uxftsaus- Kangplatz 4,4 bzw. 5,0. An letzter Stelle liegt Kiel uhaltliche Tage Lüboks Vera uukctichem Grpict m Sem durchschnittlichen Rangplatz von 5,9. recht positiv gesehen. Der Optimismus ist in Lübeck Die Erfahrung hat gezeigt, dal bei einer solchen etwas größer als in vergleichbaren Städten. Einstufung von Städten die eigene Stadt stets deut- Wie weit solche Vergleichszahlen stimmen, wird lich an der Spitze angeordnet wird. Solche attrak- in der Studie selbst jedoch eingeschränkt. Da die tiven Städte wie München und Hamburg folgen Befragungen in den Vergleichsstädten einige Monate dann auf den nächsten Plätzen. Verglichen mit an- früher lagen, konnten in der Zwischenzeit wirt- deren Studien ist bei dieser Untersuchung der schaftliche Ereignisse die allgemeine Beurteilung der Prozentsatz derjenigen, die ihre eigene Stadt, also Lage überhaupt negativ gefärbt haben, so daß dann in diesem Falle Lübeck, auf den ersten Platz auch Lübeck negativer gesehen wurde, als es viel- setzten, besonders groß. Zwar folgen auch in der leicht Ende 1969 der Fall gewesen wäre. Lübeck-Studie Hamburg und München auf den Mit ihrer Stadt sind die Lübecker jedenfalls nächsten Plätzen, jedoch ist der Prozentsatz der sehr zufrieden. 46% der Befragten erklärten: „Ich Lübecker, die sich für diese beiden Städte ent- fühle mich hier restlos wohl.“ Und 37% meinten: schieden, wesentlich niedriger als in anderen Studien Ich fühle mich hier recht wohl.“ Diese insgesamt in vergleichbaren Städten. 83% liegen erheblich über dem Prozentsatz ver- Als Attribute für Lübeck wählte man vor allem gleichbarer Mittelstädte. „ehrwürdig, ordentlich, sauber, idyllisch, interessant, 14% der befragten Lübecker sagten: „Es geht, international‘. Selten genannt wurde „erregend, man kann hier bien . Dagegen äußerten nur dynamisch, aktiv, fortschrittlich“. Nicht genannt 3%: „Es gefällt mir hier nicht so besonders.“ wurde „langweilig, verschlafen, hektisch“. Den Befragten wurden die Namen von neun Als besonders positiv bezeichnete man die Nähe Städten vorgelegt. Sie sollten diese Namen so der Ostsee, die Grünanlagen der Stadt, die günstige ordnen, daß an erster Stelle die Stadt steht, in geographische Lage und den Reiz der Altstadt, der sie am liebsten wohnen möchten. An letzter Faktoren also, die einen hohen Freizeitwert aus- Stelle sollte die Stadt stehen, in der man ganz machen. ‘ und gar nicht leben möchte. Aus den so gewonnenen Kritisiert wurden in Lübeck besonders die Ver- Angaben wurden für jede Stadt durchschnittliche kehrsverhältnisse in der Innenstadt, die mangel- Rangzahlen auf einer Skala von 1 bis 9 ausge- haften Busverbindungen und die zu geringe Zahl rechnet. Dabei zeigte sich. daß Lübeck mit einem von Kindergärten und Spielplätzen. eg. Partei und Fraktion Der Kreisparteitag der Lübecker SPD hat einen wirken bei der politischen Willensbildung des Vol- Beschluk gefaßt, der über die SPD hinaus breite kes mit. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Diskussion hervorrief. Er lautet: „In allen perso- Grundsätzen entsprechen. Sie sind vor Verboten nellen und sachlichen Fragen der Kommunalpolitik, durch die Regierung geschützt. Im Artikel 38 ist die der Kreisparteitag und zwischen den Kreispar- über den Status der Abgeordneten gesagt, daß sie teitagen der Kreisvorstand für wichtig hält und an Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Wei- sich zieht, ist die Bürgerschaftsfraktion an die Ent- sungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen scheidungen dieser Parteiorgane gebunden“. unterworfen sind. Unabhängig von dem die Kontroverse auslösen- Auf dieses Spannungsverhältnis hat das Bundes- len Fall – die Nachfolge für den aus persönlichen verfassungsgericht immer wieder hingewiesen. Es Gründen zurückgetretenen Jugendsenator Dr. Detlev hat das sog. „imperative Mandat“ als mit Art. 38 Koke + sind es drei Faktoren, die der Gesamtpro- nicht vereinbar erklärt. Es hat aber schon im 2. Band blematik zugrunde liegen. Das ist einmal die feh- seiner Entscheidungen darauf hingewiesen, daß es lende Entscheidung des Grundgesetzgebers, zwischen sich bei Art. 38 „um einen Satz aus dem gesicherten zwei Prinzipien ~ der Parteiendemokratie und der ideologischen Bestand des Verfassungsrechts der Unabhängigkeit des Abgeordneten + eine klare liberalen Demokratie handelt, den der Verfassungs- Entscheidung zu treffen. Zum anderen geht es um gesetzgeber als herkömmlich und daher unbedenk- die Entwicklung der politischen Parteien in der lich übernommen hat, ohne daß ihm dabei die prin- Verfassungswirklichkeit der Bundesrepublik und zipielle Unvereinbarkeit mit Art. 21 voll deutlich nicht zuletzt um eine Entwicklung in den Parteien geworden wäre*. Bei Behandlung einer konkreten selbst. verfassungsrechtlichen Frage müsse ermittelt wer- Der Grundgesetzgeber hat im Artikel 21 die poli- den, welches Prinzip jeweils das höhere Gewicht tischen Parteien in die Verfassung einbezogen. Sie hat. 54
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.