Full text: Lübeckische Blätter. 1971 (131)

Lübecks führendes Fachgeschäft . . q für FOTO UND PARFÜMERIE E qhuvgs ' U] u 1 .! § . krause arm reiheus "t. Breite Straße 81 Ruf 743 z Arm, den ,„St. Louis Blues“ summend aut der Es ist natürlich schwer, die vielschichtige und im „Sunny side of the street“ vorbeipromeniert, hat Grunde sehr ernste Problematik der sogenannten Trümpfe in Hand und Kenle, die gegenüber dem g„weißen Industrie“ im einem ,lustig Spill‘ über- flauen „Put your hand“ oder der peinlichrsentimen- zeugend zu gestalten. Auch der Autor Jens Exler talen „Love-story“ stechen. Schade, daß ein kritike unterliegt der Gefahr, daß mit zuviel Wortschwall loses Publikum den naiven Klamauk des 2. Pro- und Schwarzweißmalerei gearbeitet wird. So bleibt grammteils, der hart am Rand geistloser Blödelei es in seinem Stück bei einem zwar guten Willen, balancierte, heftig honorierte. Vielmenr sollte es aber doch nur oberflächlichem Plätschern. Die Ober- den Sängern deutlich machen, daß sie bei inrem kflächlichkeit zeigt sich leider auch in einer man- ureigenen Metier bleiben sollten. Nicht nur wenn gelnden Sorge um ein gutes Plattdeutsch, wie es „The saints go marching in“ und sich in „The battle schon auf dem Programmzettel zu beobachten ist of Jericho“ stürzen, sondern auch im ausdrucks- (,Fleeschworenfabrikant“ – „pensionierte Gemein- starken „Shadrack“ und salopp hingehauenen dedener“). Hervorzuheben ist demgegenüber der „World on fire“ erkennt man die Spitzenklasse Reichtum des Stückes an drolligen Schnäcken, vor dieser Gruppe. allem aus dem Munde des auch als Charakterzeich- Liebe „Gates“: Bleibt, was Ihr wart, dann nen- nung gelungenen „Momme Nogens“. men wir Euch Euren „Flirt mit dem lieben Gott“ Zum Erfolg wurde der Abend vor allem durch die begeistert ab. Millies mit vielen schauspielerischen Kabinettstücken ge- paarte Spielfreudigkeit der Niederdeutschen Bühne „Thea Witt maakt nich mit“ Lübeck: Die Rzsir hatte diefmsr Ernst Peter H o r n § Mn: .; übernommen, der es verstand, durch entsprechende En zustis spitt in dre. Törns hun J66s Enter Übertreibungen und kleine schalkhafte yr MTU Erstaufführung durch die Niederdeutsche Bühne szpiele der Handlung das nötige Gewicht zu geben. Lübeck in den Kammerspielen Eine Prachtfigur war Gerd B ublit z als „Momme Auch die Niederdeutschen Bühnen leben in einer Nogens“, ebenso Olly S a g g a u als Krögerin „Thea Umbruchszeit. Inre Autoren bemühen sich, vom Witt“. In der Ralle der „öwerspöönschen“ Carola überholten bäuerlichen „Meßhümpel“ wegzukome- Üanowski zeigte Ellen E r i eh s en wieder ihr ko- men und in eine moderne, gegenwartsnahe Welt mödiantisches Talent. Behäbig und doch verschmitzt vorzustoßen. In diesem Sinne will auch das neue verkörperte Kurt St e b n er den Sommergast „Has- Stiicke wan Jans;Ux]sr wirken. selmann“, und das kraftmeierische Temperament Es geht hier um das kleine Stranddorf Biller- srzzzUtemsrit. Botan. ' warr 4ur2g: brookholz, dessen unternehnmungslustiger Bürger- Anlage ihrer Rollen S Zeuue! st Ur is meister darauf aus ist, den Einflüsterungen eines k1aus Strom po ws ki leider zrsni. gu Inc Sommergastes, der Malerin und Weltdame Carola jjper das Deklamatorische hinaus sich Usenet Ganowski, nachzugeben und aus seinem Dorf ein slerisch zu entfalten. Rin Sonderlob gebührt Rose- Ferienzentrum erster Ordnung zu schaffen. Aber marie Bahr für ihr mutiges erstes Auftreten in schon der erste Teilplan, nämlich der Bau einer äiner größeren Rolle Teerstraße, ist zum Scheitern verurteilt; denn „Thea ; :; ; L 1.7: Witt maakt nich mit“. Diese resolute Besitzerin des Die Zuschauer fühlten sich köstlich unterhalten Kruges „Zur alten Wassermühle“ verweigert den und spendeten nicht nur am Schluß, sondern auch APbn:chr imresr Mühle, die im Zuge der Teerstraße verschiedentlich bei offener Szene begeisterten Bei- einem Brückenbau weichen soll. Sie schießt nicht fall. M. St. nur mit inrer Donnerbüchse die anrückenden Land- messer in die Flucht, sondern verstent sich – mit Vortrag Friedrich Hacker: Hilfe wackerer Kampfgenossen – auch aut raffi- . ¿: nierte „Manipulationen“, durch die ihre alte Mühle Aggression ~ Brutalisierung der modernen Welt zwar zuletzt in den Besitz der Dorfgemeinde Brechend voll war der große Saal der „Gemein- kommt, aber erst nachdem sie vorher heimlich unter nützigen“, als der aus Österreich stammende ameri- Denkmalschutz gestellt wurde. kanische Professor das Podium betrat, um. eingela- Neue Tapeten der Kallektion 1972/73 eingetroffen Tapetenhaus EDW. SCHMID T Mühlenstraße 49, Rut 7 46 50 ~ TEPPICH B ODEN u. P VC-FU S SB O DEN BELA GE FE LLE. ROLLO S UN D JALO U S ETT E N — 304
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.