Full text: Lübeckische Blätter. 1969 (129)

geschmackvoll ein – der Wunsch, diesen intelligent disponierenden Künstler in einem anderen Werk . mz. i; zu hören, ließ sich dennoch nicht unterdrücken. : T | m Gewiß, die Cello-Literatur bietet nicht viel Aus- ] wahl; aber mit Saint-Saens oder Lalo z. B. wäre das Gebotene weit überboten worden. So lag alles Gewicht an diesem Abend auf Schumanns 3. (Rheinischer) Symphonie. Hier erst überzeugte auch Drewanz ganz als energievoller Dirigent, der seine präzisen Winke nun zu sprer des Übergangsstils d ä uon: mitrzihenden Gebärden weitete. Das kam den Niederländern r s s. >. ü § Vs 4 . E Q! i redten ew dom feurig musizierten 1.542. JI kührender t serronusuc- über Einsr neu gero: mystischen Klängen des 4. zugute, während es der neen.e fpriterten Toralharmonik. treffend charak- ohnehin zerbrechlichen Lyrik des 3. an Ausformung staltete "Anke rue Solo Ziessq §§ Esutlsis sor von Details mangelte und das Finale zu gemächlich lich intensiv in H Bstzors sprachlich und st ; voranging. Im ganzen aber entstand ein sehr ger druckssteigerung. Die h zr munen: fes; schlossener Eindruck. Dr. Klaus Matthias menarbeit beider Künstler wurde im a Manfred Kluge an den Jakobi-Orgeln iujiäti Gin “ls Hanser Seit dem Spätherbst gibt es an St. Jakobi eine Gert eur Vodihn: neue Veranstaltungsreihe: Manfred Kluge musiziert ert Westphal las Camus’ „Fall“ an jedem ersten Donnerstag im Monat an den Nur selten ist bei Schriftstellern die V Orgeln, gelegentlich auch unter Mitwirkung von kunst so entwickelt, daß das Publi le ortragse Vokal- oder Instrumentalsolisten. Die interessant willen Lesungen besucht. M . UhlUkurn um. .ihret- gestalteten Programme zielen auf eine bewußte die persönliche B sr bedeutet azhs: sicher Polarität zwischen alter und neuer Literatur; histor sollte „annehmen, egtztn; Vit e he g utor Man. rische Rückschau steht in direkter Bezienung zur daran, einen Schauspiel gs Interesse aktiven Moderne. Wer Kluges bisherigen Wegs in lesen zu hören eau pie cri us. Jom r': Eg kennt, weiß, daß er sein Ziel kontinuierlich ser persönlichen Fuer vUr4 F Hicr 933: Motry und Konsequent verfolgt. rzähltext nicht nach Versinnlichuv: i Ein typisches Beispiel dafür bot der Abend im das Theaterstück oder auf ihre Art die Lyrüiy) U Januar. Im Mittelpunkt stand zeitgenössische, fran- Bei Gert Westphals Lesung aus Camus’ F te zösische Orgelmusik, die sich um Marcel Dupré als war es anders. Diese Erzählung ist ein aus ra! geistigen Mentor gru iert. Zwei seiner Schüler licher Monolog in gedachter G ä Nu 's:: waren im Suter rurptrroÔen; der im letzten fordert also die Gestaltung Sv 4ts U5zftr. Ss Krieg mit knapp 30 Jahren gefallene, in Deutsch- radezu heraus. Der nu arc ur Le ße. land leider kaum bekannte, Tehan Alain mit der Camus gestaltete im „Fall‘ ein extrem rsuÂr inspirativen und eigenwilligen „Première Fantasie‘ mit allgemeinverbindlichem Anspruch ss Emo und Jean Langlais mit der Missa in simplicitate“, zweifelsfrei ist. Denn der Fall d "ch.. Cr. zicht: deren empfindsame Alt-Kantilene über der zurück- Anwalts von der Glückshöhe es em Ftigen Egrisor haltend zarten Orgelbegleitung zu einer ästhetisier gerechten und -gefälligen Daseins, das i he1b: t renden Stimmung führt. An den Schluß hatte Kluge freien Raum zwischen Richter und TÄte strgk- die „Variations sur un Noel“ von Dupré gesetzt. Mit Kosten der anderen Ruhm einhei F;ter t diesem Werk t den Bogen zurück zum in die Tiefe des Schuldbewußtsei imszen 198. hinab Begi d hau :s den kanonischen Ver- der vor dem Schrei ei . tssjtts qhics Menschen, gcllCl]]lClh.SIt. . begann. Beide Bearbeitungen von Weihnachtsliedern genus für die allgemeine Situation sa Re " Mort entwickeln sich aus einer geistreichen kontrapunkr Aber die Ausformung dieses „Falls“ geschi chen: tischen Kombinatorik. Was bei Bach aus rationaler extreme Bereiche, vom arroganten Genuß t 1.30 Grundhaltung in strenger gedanklicher Ahstraktion nen Bescheidenheit, des paradiesischen Lr sie- zum Ausdruck vollendeter und objektivierter Alters- in die tiefste Verkommenheit von Aus s s wvreisheit führt, erscheint bei Dupré, formal durch gen, die nur noch paradoxerweise und s fen: alte Traditionen beeinflußt, durch figurative Varian- tisch mit den großen Sehnsuchtszielen Fe sien: Eee - Profil sowie delikate Farblichkeit beherrschen den .; jet. Lis F Frtrts Yornnc! ct. : Vs; h emeins i ; or unterschiedlichen Klangcharakter der bei- Täter. und Büßer-Naturen 4.3? uh tert f den Jakobi-Orgeln paßt Manfred Kluge r G ke ct „Pest! Rötian Hat Oatniit chns scletie ue. auswahl sensibel an. Für die kleine Orgel hatte er die „Symphonies of wind instruments“ von Stra- is Atittsrhacht bietet c winsiky bearbeitet. Ein Vergleich dieser Fassung nacht histst dor mit dem originalen Bläsersatz zeigt, wie logisch die »Kochmeister« meisterliche Koch- Übertragung entwickelt worden ist und wieviel kunst für Schlemmer und Kenner, spielerische Qualitäten sie gerade für die Orgel her- genossen in harmonischer : zugeben vermag. Das konzentrierte Werk hat bis Atmosphäre, vollendet betreut vo heute eine zwingende Aktualität bsnzlsr.. K unseren Serviermeistern. u ; : i S Zz-ESgers, ECCOCCNSN. Gui ist die überzeugende stilistische sicherheit der Sän- ... gerin, die auf ein ausgeprägtes musikalisches Ein- Ft nesvermögen schließen läßt. Die Marienkan- "}; zonen von Dufay aus dem Jahre 1455 waren in _ ihrer Farbgebung dem asketischen Klangideal einer Fleischhauerstraße 9 Familie Wilda ihrer Varbsebunt rtjien nachemptunden. Im Geists 1 1
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