Full text: Lübeckische Blätter. 1969 (129)

Sicher lassen sich noch andere Faktoren für die ger der Stadt und Glieder der Ortsgemeinde sind Region oder „den neuen Ort“ finden, etwa die weitgehend identisch. Aber auch hinsichtlich der in Faktoren der heutigen Industriegesellschaft: Kon- Vorbereitung befindlichen territorialen Verwaltungs- zentration, Differenzierung und Mobilität. Hier reformen in den einzelnen Ländern kommen neue geht es aber um das zu entwickelnde Verhältnis der Fragen auf uns zu, ein Problem, das in Zukunkt Ortsgemeinde, des Kirchengemeindeverbandes oder besondere Aufmerksamkeit verdient. des Stadtsynodalverbandes zur politischen Gemeinde, Natürlich kenhen wir Bereits mancherlei Be- das natürlich seine Auswirkungen auf den Men- ziehungen zwischen Kirchen- und Kommunalge- schen haben soll und nicht für sich allein gesehen meinde. Allein die Staatskirchenverträge der neue- werden kann. ren Zeit wirken in dieses Verhältnis hinein und Für die Kirche ist die politische Gemeinde weit. Tühren zu vielen Berührungspunkten. Der rechtlich hin immer noch eine terra incognita. Das mag über. Mur zwischen den Landeskirchen und den Ländern zeichnet klingen, aber alle Überlegungen + gerade wirkende Staatskirchenvertrag erzeugt gleichzeitig der Kirchenjuristen – sind im wesentlichen auf Sine Reklexwirkung auf die Gemeinden. Genannt das Verhältnis zum Staat gerichtet. Das ist erklär. Sei hier nur die m den Verträgen getroffene Fest- lich, wenn wir den schwierigen Prozeß der Lösung stellung, daß die Kirchengemeinden Körperschaften der Kirche vom Staat vor Augen haben und immer des öffentlichen Rechtes sind, dak der Religions- wieder versuchen, insoweit unseren Standpunkt zu unterricht an den öfkentlichen Schulen als ordent- klären. Daß dies erforderlich, ja dringlich ist, be. liches Lehrfach gilt, daß die Bildung und die Ver- weisen die Diskussionen der letzten Zeit sehr änderung von Kirchengemeinden zumindest mitzu- deutlich. Die Lösung vom Staat darf jedoch nicht teilen sind, dalß den Kirchengemeinden das Samm- dazu verleiten, die Verbindungen auf der Ebene lungsrecht it; einem bestimmten Rahmen eingeräumt der Gemeinde zu lockern.. Sic müsse vielmehr, Sird, daß sie Gebührenfreiksit genießen und nicht fester geknüpft werden im Blick auf die gekenn- Zuletzt auch daß das Kirchensteuerrecht zugunsten zeichneten Entwicklungen. fr FrttaÑn bestätigt wird. Die Einrichtungen Es stellt sich hier eine Aufgabe, die bisher nicht gte uu k ! Uv t>oesset: uur ausreichend erkannt, allenfalls nur andeutungsweise tischen Gemeinde, ob es sz; n f regrens aur k.! untersucht und lediglich in wenigen Fällen einer der kirchlichen Kindergärten handelt. nm Jie uus Teillösung zugeführt worden ist, und auch das nur meindeschwesternstationen und d; Alt hei Ur, rein zufällig. Dabei liegt es so nahe, die verstärkte Friedhofswesen, Denkmalpflege e . teures. un Kooperation mit der Kommunalgemeinde anzu- In allen diesen Fragen finden Besprechungen statt streben. Beide Größen – Ortsgemeinde und poli- und werden gelegentlich cr ink En en En LA tische Gemeinde – decken sich in den meisten um Rechte und Pflichten der beid ser ß § Fällen schon in ihrer historischen Entwicklung. Bür- einander abzugrenzen. t. en fte Kotka - Lyypekin Lübecks erste Partnerschaft Zum ersten Male ist Lübeck eine Partnerschaft bieten 150 Quadratmeter Woh 1 (nicht „Patenschaft“, wie die Tagespresse schrieb) Allerdings wird zur Zeit g In der kalle mit einer Stadt im Ausland eingegangen, mit der Eine Schwester verdient bei “st; Js dess finnischen Hafenstadt Kotka. tt. 1 000 Finnmark, die Arzte 4-5 000 Finnmark. Kotka liegt 130 km südöstlich von Helsinki, 60 km cine Laderlzeilc, Jute Krankenhauses giht cs auch von der russischen Grenze und etwa 120 km von die knapp 40 000 tr user Kestzteetws besitzt Wiborg, der heute russischen ehemaligen Haupt- Städtisches Krankenh ér grote stäctt voch cir stadt Kareliens, entfernt. Mit einem Umschlag von Sol nt us. etwa 4 Millionen Tonnen ist es der größte finnische z:Folche toten Leistungen kleiner kinnischer Ge- Exporthafen. 10% der Ausfuhr gehen in die Bun- V rst ER uur dadurch erklärlich, daß drei desrepublik, und davon etwa 100 000 Tonnen über ües Uk cm es Ztevergusköntnens (etwa 40 ü den Lübecker Hafen. Viertel deus Gû tn MGs 0% is y Kotka ist eine moderne Stadt. Auffällig für den Haushalt von Kotka auf 20 Millionen D-Mark. deutschen Besucher sei, so berichtete Senator Dr. Unter den für uns überraschenden Finricht Knüppel, der hohe Lebensstandard. Er nannte als findet sich auch ein Klubh yy nr! ngen Beispiel ein von 17 Gemeinden errichtetes Zentral- richtet hat und in dem alle Kl s Ue Stadt er krankenhaus mit 400 Betten. Der Pflegesatz beträgt Räume haben. Die St. J . § Y von cot a ihre dort ~ man erblasse vor Neid . sechs Mark. Schauspielensemble. Das Ü ke E Firn: Die beim Krankenhaus gelegenen Arztewohnungen dings besteht zur Hälfte aus s mee a er 2(02
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