Full text: Lübeckische Blätter. 1969 (129)

Flötenspieler und Lauschende Ein Flötenspieler und eine Lauschende – das jetzt angewiesenen Platz, gleichsam zwischen Garten sind die beiden Figuren der kleinen Plastikgruppe, und Kantoreiheim, eine ideale Heimstätte gefun- die jetzt vor dem Heim der Knabenkantorei im den hat. " Garten der Gemeinnützigen Aufstellung gefunden In einer kleinen Feierstunde am I. Oktober über- hat. gab der Vorsitzende der Stiftung, Studienrat Dose, Die Plastik de:im Auf die Plastik an das Kantoreiheim. wf k Px wurde im Auftrag Jer Lrrof. Fs t: Der Leiter der Knabenkantorei, Wille, begrüßte Brockhaus-Stiftung yon der Bildhauerin Marianne dankbar die beiden neuen Kantoristen. Die Knaben- Schmidt, die auch aus ihrer Arbeit im Rahmen des kantorei (stattete.-ihren;Dank.icutch einige Lieder Jugendpfarramtes bekanntgeworden ist, geschakken. xh, und Hr. Sander sprach der Stiftung und der Es handelt sich um eine hochgebrannte (und damit Künstlerin den Dank der Gesellschaft zur Beför- hoffentlich wetterfeste) Keramik. die auf dem ihr lerung gemeinnütziger Tätigkeit aus. Gro. Neue Muster und Strukturen Beiläufig während einer Tagung Notiertes Wenn einer eine Woche lang Tag für Tag an liner „Germanistenaukstandes“. Hier meldete sich Arbeitstagungen teilnimmt, dann kann es geschehen, zum ersten Male eine Germanistengeneration zu daß er bei einem Referat oder einer Diskussion, die Wort, die, was bis dahin so öffentlich noch niemand nicht seine ganze Aufmerksamkeit erfordern – und gewagt hatte, die Germanistik als Wissenschaft in solche gibt es bei jeder Tagung , sich ein paar Frage stellte. Wobei dieses In-Frage-Stellen nichts Randnotizen macht, Gedanken, die ihm, durch anderes ist als ein Abklopfen auf das, was an der irgendein Stichwort angeregt, gerade durch den Germanistik als Wissenschaft noch „wirksam“ ist. Kopk gehen. Die folgenden Notizen sind während Nun war ohne Zweifel die Germanistik wie auch der Arbeitstagungen, die von der Deutschen Aus- andere Geisteswissenschaften in eine Isolation ge- landsgesellschaft in Lübeck anläßlich ihres zwanzig. raten. der gegenüber der schon nahezu sprichwört- Jährigen Bestehens veranstaltet wurden, entstanden. liche , Elfenbeinturm der Literatur noch ein men- Sie wollen als nichts anderes genommen werden, schenerfüllter Marktplatz ist. In Grunde geht es bei nur als beiläukige, sehr unvollständige, aber mög- ten Bestrebungen der „Aufständischen“ um nichts licherweise sogar diskutable Marginalien. anderes als darum, wieder Beziehungen herzu- Die Arbeitstagungen zeigten, daß sich Verstän- stellen, Beziehungen beispielsweise zu gesellschaft- digungsschwierigkeiten ergeben können, wenn man lichen Ordnungen. Wer etwa das Bürgertum in nicht sieht oder nicht sehen will, daß heute mehr Frage stellt, muß auch die bürgerliche Literatur vom denn je überkommene Wertskalen ungültig wer- Ende des 18. Jahrhunderts bis zu Thomas Mann in den. Das gilt beispielsweise für die Germanistik Frage stellen. Es ist ja kein Zufall, daß die nach 1968. Dieses Jahr war das Jahr des Ber- stärksten Impulse auf die moderne Literatur von I>
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