Full text: Lübeckische Blätter. 1969 (129)

Fehlschlüsse zu vermeiden, den Kollegen der keineswegs „getrost in die Zukunft“. Was allein Hängekommission schuldig. zählt, sind die Arbeit und der künstlerische Fort- Die Gemeinschaft ist kein Verein, den heute sein schritt. T5jähriges Jubiläum interessiert, sie blickt auch Ilse Wehrmann Sind Jubiläen und Retrospektiven überflüssig ? Liest man den Beitrag der Kritikerin Gerda als sie sich entweder dem Urteil einer Jury nicht Schmidt (Lübeckische Blätter vom 7. d. M.) über unterwerfen wollen oder es nicht nötig zu haben „50 Jahre Vereinigung Lübecker Künstler“, dann meinen. Wenn solche dennoch in einer Jahres- gewinnt man den Eindruck, daß sie weder dem Ju- schau erscheinen und aufgenommen werden, zeugt biläum als solchem noch der aus diesem Anlaß ver- das von der Liberalität der Gemeinschaft Lübecker anstalteten Ausstellung Sinn und Geschmack ab- Maler und Bildhauer. Begeht diese Gemeinschaft gewinnen kann. Es sei fragwürdig, schreibt sie, nach aber ein Jubiläum, so veranstaltet sie eigentlich eine Jahrgängen und Länge der Mitgliedschaft zu unter- interne Ausstellung der Mitglieder und hat nicht scheiden. Es bleibe auch müßig, die Frage zu stel- die Absicht, ein Gesamtbild des künstlerischen len, welchem Jahr die größere Bedeutung zu- Schaffens in Lübeck zu zeigen. kommt, dem ersten oder dem künfzigsten. Als ob Die hier sich offenbarende Eigenwilligkeit der solche Fragen und Erwägungen Anlak zu einem Kritikerin kommt auch sonst in der Auswahl der von Jubiläum geben. Was die Kritikerin an der Aus- ihr durch eine Kritik bedachten Ausstellungen zum stellung auszusetzen hat, sind Fragen der Hängung, Ausdruck. Im Interesse der Leser der ,„Lübeckischen wobei die Gegenvorschläge + Peter Kleinschmidt gklätter“ ist €s zu bedauern, daß sie auf diese neben Jessen, Bakschat neben Bossanyi ~~ wenig Meise nicht nur über die Anrahi der Accctelluz sinnvoll und durchdacht erscheinen, weder als Par- gen, sondern auch über Art und Qualität vieler allelen noch als Gegensätze. Die chronologische An- Ausstellungen gar nicht oder mangelhaft informiert ordnung der Ausstellung war gewiß nicht aus Be- werden. A. B. Enns scheidenheit beabsichtigt und konnte auch nicht als Zurücksetzung der gegenwärtigen Generation auf- Die beiden Erwiderungen auf den Bericht von gefaßt werden. Daß einige in Lübeck tätige Maler TSerda Schmidt über die Jubiläumsausstellung der und Graphiker sich nicht der Gemeinschalt an- Vereinigung Lübecker Künstler schneiden Fragen schließen, geschieht insoweit aus kreiem Entschluß. U §tJemir tn dert Lähecktechen j tor: Buchbesprechung [zer Eratt Hie neue große Orgel vollendet. Dex ec p > Mit 66 Aufnahmen von Wilhelm Castelli. Hansi- te üer Tsile Ö Cas „ttstv'er. aus Haupt “ a .} die künkte Auklage dieses zuverläs- ist der Spieltisch mit den künk Tastenreihen (Manu- Cr Or lichon kiginen Führers erschienen. Seine alen) und der Pedalklaviatur sowie den Rsgitte!: . Hi er e §reizt er durch die gründliche keldern zu beiden Seiten mit über 100 Register» L &, die alle baulichen Entwicklungen knöpfen. Damit hat. St. Marien ein Instrument er 1uu Vsründerunsen der letzten Jahre berücksichtigt. halten, das der hohen Tradition seiner Musikpyklege î Bal ist wirklich „up to date“. Er gerecht wird “ berichtet beispielsweise Von der Einwölbung des ; " Domchors, der Kupkerneubedachung des Doms, sei- Dieses Lübeck-Bändchen ist ein sympathisches nem neuen Dachreiter wie auch von den Verän- und leserfreundliches Buch. Sympathisch schon derungen im Innern von St. Jakobi oder der neuen Iurch die ansprechende Aufmachung und den guten, sroßen Orgel von St. Marien. klaren Druck in der Garamond-Type. Leserfreund- Als kleine „Leseprobe“ sei der Text über die lich in seiner klaren Gliederung und übersichtlichen Marien-Orgel zitiert: „Nach dem Kriecs wurde rer Anordnung und in der Zuverlässig-sachlichen Infor- nächst für die verlorene Totentanz-Orgel eine RET mation des Textes. Seinen besonderen Reiz erhält durch die Lübecker Orgelbau-Werkstatt Könige, %s durch die „ 66 Aufnahmen, von denen ebenfalls & Sohn geschaffen. Im Falirs 1968 nurge me c Öinige neu sind (Blick auf die neue Orgel von mehrjähriger Bauzeit von der gleichen Werkstatt St. Marien), des Meisterfotografen Wilhelm Castelli. nach der Disposition des Organisten Professor Gro. 0()
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