Full text: Lübeckische Blätter. 1968 (128)

neuen Orgel in einem Wiederholungskonzert, bei dem die Orgelteile des Konzertes vom Festsonntag ; G UT VER wiederholt wurden. Prof. Kraft wird außerdem S I C H E RT während der sommerlichen Abendmusiken an St. Marien das Instrument in stilistischer Breite N ATION AL seiner eigentlichen Bewährungsprobe zuführen. Nils Hansen 3. Symphoniekonzert Von Theodor Berger hatte v. Dohnanyi im Kon- weozart-Dirigenten liegen kann. Hier in der 6. kommt zert vom 30. 11. 59 ein Rondo giocoso (f. Str.) aufr gjje Wirkung barocker Streicherchöre hinzu. Klee geführt. Nun brachte GMD Bernhard Klee Bergers holte mit dem disziplinierten Orchester das Außerste Rondo ostinato für Blasorchester und Schlagwerk, n dramatischer Spannung auch aus den nur s Ztsirte auch dies eine in ihren kompositorischen Mitteln par statisch verharrenden Partien heraus. Straff, sehr gemäßigt moderne, sehr wirkungsvolle, zün- kfedernd-elastisch musizierte er dies wiederholt dende Musik des österreichischen Zeitgenossen. Das (3./4. Satz) schneidend-explosive Geniewerk, das in Werk zeigt sich in seiner Ostinato-Rhythmik und cSille Nachdenklichkeit mündet. ; der spanischen Folklore-Thematik Ravels Bolero ] [ û . e5 I (und auch de Falla) sehr benachbart, hat aber in Das Publikum verhielt sich wie im Vorjahr ge- Seiner Rondostruktur, im Wechsel von rhytmisch ge- genüber einer künstlerischen Leistung von größter triebenen und melodisch ruhevollen Abschnitten, Heike stemmen zzrüichhälten;?. dlz sollte hier eigene Züge. Es wirkt in dieser Rondoform etwas s s: r Ee uen. FU 18:1 Erügnzyu;te überdehnt; vielleicht wäre es dreiteilis packender. L “s ertolle é zr> h ges pu! Er Ser üngs icoeeÉcoe. . > motione etzte scharle ? s s EN; W GNU prallen Bläserklang oder ließ ihn Stadt großen Dank. Dr. Klaus Matthias weich fließen. Die Musiker zeigten präzises Vvir- tuoses Spiel. Man hörte die vielen, sorgfältig aus- -K, rt: I gewogenen Klangschattierungen des reinen Blas- 3. VdM-Konzert: Beaux Arts Trio orchesters, das zuletzt aber doch den schmiegsamen Zu den künstlerisch bedeutendsten Klaviertrios Streicherglanz vermissen läßt. . rällt neben Vereinigungen wie dem Trio di Trieste, Mit Beethovens 3. Klavierkonzert zeigte Klee Jem Wiener Trio, neuerdings dem Brahms-Trio sich als lernwilliger Dirigent, der seine Zurückhal- Rom vor allem das New Yorker Beaux Arts Trio, tung gegenüber dem Beethoven-Brio überwunden jem das hiesige Publikum ein hinreißendes Konzert hat, Das angespannte, sehr energische Alla brever jyerdankte. Der VdM hatte damit erneut musika- Tempo des 1. Satzes trieb einen höchst chgrgtlsr: lische Weltkultur ins Lübecker Kolosseum gezogen. vollen Orchesterteil hervor, in dem auch dynen!s Die Künstler Menahem Pressler (Klav.), Daniel ße Ez Leuss uuru für t Guilet (VI.) und Bernard Greenhouse (Vc.) spielen ürchtete bei di . ; . cccOoOoooc oe | behauptete. Roberto Szidon, der Junge ragt ( uf aber ein Element von unverstellter Jugendlichkeit betonte in seinem technisch gesicherten zy! U ! Jurch die E izierte Hinwendung der Partner dem neuen, von der Stadt erv'grbenen.. ten;! zueinander im Spiel. Sie geben sich die Motive diese Gegensätze womöglich noch ; Ot le «reiter, spielen einander „schöne Stellen“ mit mimi- sagen, die blockhaft geschichtete THnemat! 1þbst in schem Abglanz zu und scheinen die Musik gleichsam in unerbittlicher, genauer Strense, die selt zt Scr n Prozeß ihres Chen Aufbaus ZU Er- Ian Irischen Stellen nur vorübergenend sich ZU [Whon. Der Pianist führt dieses Trio eindeutis, Use lockern schien. Szidon musizierte Hau eru runs. le Cr édringlich, gewinnen U Ur er könnte als Proto- bereit, man vermißte bei ihm, der in den de e hr cs Pianisten gelten, MS rt cariuter den und im Rondo kleine Schwächen verriet, tt fen rrorts mit seinen 10 Fingern beanspruchten A- Souveränität, die dem Spiel die letzte Gels n ziker verstenen, dessen manuelles Spiel dennoch gibt. Sie war im Rondo durch allzu hecschtstmgn “nter höheren Aufgaben wie nebenher dahinläutft. Vortrag erkauft. Im Largo aber hatte zz Hs sr: encé Pressler zient jeden Einzelbeitrag seiner Partner seelische Tiefenschichten bloßgelest. Seine ugaye: heran, indem er ihnen gebannt zusieht, er ist zu- re sch rtkinierte, rasend gehämmerte; kompakte „eich überall, horcht dann wieder mit verklärter Klangstudie (wohl iberoamerikanischer Hort! ), Miene auf den Gesamtklang und modelliert danach zeigte Szidons Hang und Anlage zum Virtuosen. Vigen Beitrag. Neben diesem agilen, quickleben- Die künstlerisch bedeutsamste Leistung war (Wie gJjigen Musiker wirkt der Geiger etwas blaß, sein irn Konzsrt. porn, 9;.,10, H7, Mit Sibelius 5.) Klees Ton klingt im Stimmengetlecht nur verhalten und Sibelius-Interpretation, für die er nur die 6. Sxm- glzßt sich ener tragen. Der Cellist wiederum verfügt honie d-Moll gewählt hatte. In Sibelius’ Sympho- Souverän über Klangfülle und alle Techniken seines pe die große Rangunterschiede besitzt, stellt die Jonoren Instruments; er wirkt in diesem Ensemble s. einen s §;i n Konzentration der Aussage. wie der ruhige, überlegene Gefährte des rastlos L U ut per Geztait, khsthmscher Frägnen: geschäftigen Pianisten. und Zuspitzung wie dynamischer Ballung zum z)!:: In Morarts C-Dur-Trio KV 548 s chien ‘der Ver- und Zuspitru n Nes hat ein erstaunlich nahes V§ haltene Fiolinton vorerst iz auf den kräftiger hältnis zu dieser herben, unangreitfbaren un su B usladenden Durchführungsteil des 1. Satzes – den nur sehwer aufschließenden Musik. Das Mat ng Klang zu dämpfen. Solche M sammenhängen mit der silbrigen Instrumen j L L gar Hr pewegten und mit E CJeutung Er- (hohe Streicherlagen, hohe Holzbläser), ücl: urs füllten Andante eher dem duftigen Finale zugute. sichtigen, nur selten auf Höhepunkten SCG is- Aber auf der Höhe ihrer Kunst schienen die New Klang, der auch im Wogen und „Moichweben: Satz) Yorker erst in Beethovens op. 97. Ihr Kklangliches pern (wie + nach der 5. hier wieder IM ~. rivik Feingefühl rückte dieses symphonisch weite, durch seine klare Faktur vehült (durch 215 lezte Motiv. seine festen Tonartbezüge eher klassisch konturierte oder helle große Bogen) ~ was (nur insofern 39
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