Full text: Lübeckische Blätter. 1968 (128)

partie mit verhaltener Sicherheit, doch erwies sich ! [ . die Stimme als steif und nicht genügend modula- (H ;. tionsfähig. j "“ SC: e Streicher und Bläser des verstärkten Lübecker Vs ..... .k Kammermusxsikkreises ordneten sich der lebendigen “ . . ~s§ij.. Use und exakten Direktion Berthold Mindners mit wacher musikantischer Einführung unter. So ergab sich eine konzertante Aufführung, der anerkennen- der Respekt für die bewiesene Leistung einer tätigen Schule) weit überholt worden sind. (Wie mülte Chorgemeinschaft nicht versagt bleiben kann. Kantorowicz da erst heute die ideologischen Nach- Nils Hansen worte in seiner Heinrich-Mann-Ausgabe einschätzen!) Wollte man dem Thema wirklich gerecht werden, müßte man überdies wohl über die direkten .. . z ps Lebensdokumente (wie die Briefe) hinausgreifen und Lübecker Podium: Prof. Alfred Kantorowicz über Jje Lebenswerke der Brüder in einen Vergleich ein- Heinrich und Thomas Mann bezienen (z. B. hinsichtlich der Familien – und Der Vortrag von Alfred Kantorowicz, dem frühe- r V rc. V ren Literatur-Professor an der Humboldt-UVniversin „Zwischen den Rassen“ und „Eugenie“). Ein großes tät (bis zu seiner Flucht 1957) und Herausgeber der HüVorhaben gewiß, das über den Vortragsrahmen hin- Werke Heinrich Manns im Aufbau-Verlag, trus den ausgeht; aber wenigstens Umrisse wären hier zu umständlichen Doppeltitel „Die persönlichen Es- zeichnen. jungen ta a Ute G. ren SO brachte der Vortrag in der Literatur inzwi- pn N O UO M ttt Lantorovicz Um Fitel 7p Ungst Bokanntss ung ott-Erörteriss..Gleich- des Bandes mit seinem Vortrag und 42 kommentier- wohl mochte es für ein breiteres Publikum nütz U ten Briefen Thomas Manns an Heinrich) wesentlich Sein, gz mngrtszatr herz ss v'ztäe! aut Us bündiger formuliert: „Die persönlichen, literarischen meinsame geistige Ausgangslage (die Kunst-Leben- und weltanschaulichen Beziehungen der Brüder“. brohlcuztit. in zkriztzn pus gronis Krbser. zs Warum also die Veränderung, da ja der jetzige Vor- in -., imo pan. m t. ure . Lazt a“); f: tä Ie trag ohnehin nur den gekürzten früheren Text Briefquelle für die „Untertan“-Szene der Militär- brachte? Kantorowicz hatte damals von den 58 Brie- dienst-Entlassung (Th. Mann hat sie ja übrigens fen und Karten Thomas Manns an seinen Bruder (im später in seln ergenos Ps ert. u on Zrol! ; Duet §5 12 fen und Karton Hs L Uuelz ü Oslhsrlir) dag, Lmgeformt. ster, aus gen tseenlen Kerr qUvricks Private ausgesondert und die veröffentlichten Briefe zurückgeholt); auf den entscheidenden Gegensatz bzw. Auszüge, die von 1900 bis 1927 reichen, in sei- der Brüder im Bekenntnis für die Demokratie und nem vorangestellten Vortragstext verarbeitet. In gegen sen Ectise skloinzich. Y!suns 1:25:55) uus dieser Darstellung herrschten die Zitate vor; die im wei u529 EN gn Bosgnen U e » s re u Leistung des Verfassers bestand eher darin, sie zu tungen eines !Unpoltl'ischen omas Alanns, cler s! seisruns a. durch (vornehmlich politische und erst ßurc: Use to; hst. H teltens biographische) Werkstellen zu verdeutlichen und s0 Haug! és lickyst! ecrgn g! sn uuncurense rgthen einen fortlaufenden Text zu gestalten. ewe. uu r. c k Wesen ler s UE E ren Seither hat sich die Kenntnis des Briefwerks ber fand als sein Bruder, der es eher durchschaut hatte deutend vermehrt. 1965 erschien in Ostberlin eine und nun selassener blieb. T Was man hier überall neue Ausgabe nun als Briefwechsel zwischen den bei Kantorowicz vermißte, war mehr Ditferenzie- Brüdern für den Zeitraum 1900-1949; sie umfaßt rung, klare Wertung. Viel zu wenig z. B. wurde 125 Briefe und ist schon darum vorzuziehen, weil unterstrichen, daß Heinrich Manns Bekenntnis für hier die Außerungen von beiden Seiten zusammen- sein fortschrittliches Leben in der Gesellschaft, gegen getragen sind und dem Leser der Dialog der Partner den mörderischen Unfug des Krieges (den 1914 noch zugänglich wird. Auch aus den drei umfassenden die meisten deutschen Dichter als großes Erlebnis Auswahl-Briefbänden von Thomas Mann, die Erika gefeiert hatten) alles Ethos der Humanität besaß Mann im Fischer-Verlag herausgab, läßt sich vieles (und darin gehörte er damals fast allein mit H. Hesse über Thomas Manns Einstellung zu Leben und Werk und Rolland zusammen); daß dagegen seine spätere Seines Bruders erfahren (wobei gerade auch Außer- Menschheitshoffnung auf das bolschewistische Ruß- rungen Dritten gegenüber von Belang sind). Schließ- land nur aus einer Mischung von entsetzlicher Ver- lich gibt es noch weitere 50 Briefe und Karten phlendung (von geteilter Moral) und der ganz per- Th. Manns an Heinrich, die 1957 durch eine Haus- sönlichen ökonomischen Lage eines seiner natür- wedell-Versteigerung bekannt wurden; da sie ein lichen Existenzgrundlage beraubten Schriftstellers zu privater Sammler erwarb, sind sie freilich nicht im verstehen ist. Davon schwieg Kantorowicz. Er stellte ganzen zugänglich bzw. inhaltlich bekannt. aber qurch ie Zitats. ayr âen zpätexen zich Lum! . seitig huldigenden Arb U [ . ESSEN G ES hatt: Sen ems 12 Jahre alten Text mit wenig ÿenötart z zreù ? on Kantorowicz freilich Pc onlorn SE Kürzungen vortrug. Hätte Hztzuntersctiq4s zur en v rowicz : i Zügig Vor- é wenigstens den äzrmsltoy Aerttge OSE Ein- Dem Lübecker Publikum (es war hier nicht zahl- hsltzon. ure sts e! é nun (oft sehr undeutlich reich vertreten, nur wohl ein Drittel der Kammer- artikulierte) Zwischenbemerkungen sznschaltete; urn zs . Juzetrh Nurse gert kunt kr : : ichnen, um Tex wußt gemacht, daß aus dieser Stadt ni nur ~ Fltustis non qs er N gs ru kertweichs der Strecke mas vhs hervorging. sondern auch ein Bruder, r jo h. : .?. abrupt beendet. Die tir sein dessen Eshorswert: t ét ser Froh uu U U-. damaliges Publikum in Ostheriin psrechusten.; daß for o. ESS zr ngensnacr. Zezcrare- 6zyer n gyren L. sehr zntschürkt. 13910 sche t U13 Vortrag, dafür ist inm zudanken. über die Wilhelminische Kriegszielpolitik, die in der Dr. Klaus Matthias westdeutschen Forschung (Fritz Fischer und seine
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