Full text: Lübeckische Blätter. 1967 (127)

Zu Tabelle I: Zu.T a belle IU : Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Lebendgebur- Sie zeigt die erschütternden Folgen der angeführ- ten fällt die hohe Zahl der unehelichen auf. Dafür ten Mängel. Während bei den ehelich Geborenen sind in Lübeck z. Z. 60-70, meist besetzte Säug- nur 1,86% das 1. Lebensjahr nicht überstehen, sind lingsbetten, in einem Heim, das in einer Baracke dies bei den unehelich Geborenen 5,86%! Darüber der Med Akademie in Ost untergebracht ist, vor- hinaus kommt es durch die verzweifelte Lage der handen. Trotz optimaler ehrenamtlicher ärztlicher Mutter häufig zu einer Haßeinstellung gegen das Betreuung durch eine Kinderfachärztin des Gesund- Kind und zu seiner Vernachlässigung. Selbst das zu heitsamtes, die täglich Visiten macht, ist dieses Tode gequälte Kind ist keine Seltenheit mehr. Heim deshalb zu beanstanden, weil auf eine Schwe- Lübeck benötigt daher dringend: ster zu viele Kinder entfallen, was nach Ansicht 1. Ein „Heim für Mutter und Kind“, für 70~80 der modernen Pädiatrie zu Hospitalisierungsschä- Säuglinge, wo Mutter und Kind 1 Jahr bleiben kön- den führt, die irreversibel sind. Die Kinder, die nen. Die Zahl der Kinder, die von einer Schwester dort keine Aufnahme finden, werden auf die Heime betreut werden, müßte möglichst klein sein, um der umliegenden Kreise verteilt, sofern diese auf- Dauerschäden für das Kind auszuschließen. nahmefähig sind. Die weite Entfernung zum Kind 2. Eine Tageskrippe für 70-80 ein- bis drei- verschlechtert nicht nur die meist ohnehin schon an- Jährige Kinder, ebenfalls modernsten kinderärzt- gespannte materielle Lage der unehelichen Mutter, lichen Erfahrungen entsprechend. Für diese Alters- sondern ist darüber hinaus nicht dazu angetan, den stufe besteht in Lübeck z. Z. überhaupt noch keine Kontakt zwischen Mutter und Kind zu festigen. Unterbringungsmöglichkeit. Von da aus müßte dann Auch kann die Mutter in dem hiesigen Heim nur eine Weitervermittlung an einen Tageskindergarten fir 6 Wochen. Autnahme. kinden,.::xwäâs viel zu erfolgen, sofern sich die Lebensverhältnisse der kurz ist: ' Mutter bis dahin nicht normalisiert haben. Ich hoffe, hier nicht falsch verstanden zu werden. Es soll keinerlei Propaganda für das uneheliche Kind be- Zu TabellelIl: trieben werden. Wir alle müssen darauf bedacht Sie beweist uns, daß unsere derzeit; 11\ sein, daß weiterhin die Familie und das in ihr ge- schaftliche: Struktur. einer ‘Wandl j gere. borgen aufwachsende Kind der Mittelpunkt unserer e t sunt pedatt M Ecscllsckaktzorduung bleiben o aber. ans sd ; cc 2:isvceri . ; em Grund immer, eine Familiengründung nicht thy bet y vezttten Mitrern reiz! S. hoch trketét enthebt dies die Allgemeinheit Keineswegs sich in Zahlen jene Danerscliäden nicht ss! U Huben lerne. Frsejsrcuus. die die uneheliche Mutter selbst zurückbehält. Hict und für das R GIN tüe " czkdiche Hilfe wirkt sich die Tragik der sehr jungen werdenden Zu schaffen, damit es dieselbe Überlebenschance er- Mutter aus, die noch zur Schule geht, die gerade hält wie das ehelich geborene. Im übrigen wird sich erst mit der Berufsausbildung begonnen hat und die Zahl der Anwärterinnen auf einen Heimplatz deren Entwicklung weder körperlich noch geistig durch die ständig zunehmenden frühen „Mukßehen“, abgeschlossen ist. Die unerwünschte Schwangerschaft die materiell nicht gesichert und besonders schei- wird oft zum Schaden der werdenden Mutter mög- dungsgefährdet sind, weiter vergrökern. lichst lange verschwiegen, es treten Überforderungs- Statistische Zahlen, wie sie die Tabellen III schäden auf, die Rüdkzichtslesigkeit der Urwerje Weisen, gereichen unserer tracitionzbewußten (Lehrstelle oder Arbeitsplatz, Nachbarn usw.), die Stadt mit ihrem ausgeprägten Sinn für die sozial- H EB ia Gir tzscrithen Belange itxsr Hexölkereng nicht Fun nicht fertig zu werden meint und der häufig selb Ehre. Sollen die statistischen Zahlen in den nächsten noch unreife Partner, der sich nicht zu zus selbst Jahren nicht weiter abfallen und die Breitenarbeit schaft bekennt, sind die häufigsten E q !ttttsre res nete 4.46 Not. t reden ht P love zu lebensunfähi- lage gesorgt werden. ö Ö Dr. med. Theresia Priebe Siems und die Bundesstraße 75 33.24: ran ts ICU. FIE FCN vc Fs . ts er Ladenzeile 10 gezwungen, ihre Betriebe r s sus q neue B 75 gat cmpfkindlich -n verlegen, um die UL St gs nicht zu Die H t ihren rund 1000 Einwohnern rn vt ftr Gesu : : ;. .: N: . eblichen msatzrückgang zu Ver- ist durch die Herrenbrücke völlig abgeschnitten. zeichnen. Die allgemeine suzrucksa E: aller- 52
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