Full text: Lübeckische Blätter. 1966 (126)

rung durch das Haus überzeugte erneut davon, das Helferinnen der Leiterin des Heimes als Haushilte diese Einrichtung förderungswürdig ist. zur Betreuung der alten Damen im wechselseitigen An der Amateurmodenschau bei der Firma Turnus für die Kurzeit zur Verfügung gestellt. Sie Haerder am 3. Mai 1966 beteiligte sich eine ganze erhielten dafür die übliche Aufwandsentschädigung Reihe Kursteilnehnmerinnen. 14 wertvolle Preiss im Rahmen der Familienhilfe. wurden verteilt, fünk davon gingen an Damen, die Die „Gemeinnützige“ gab im Berichtsjahr auchn bei der Mütterschule gearbeitet natten. Am Schluß den Familienhelferinnen die Möglichkeit, sich am der Veranstaltung durfte vom Laufsteg über dee O pern anrecht des Theaterringes und an dem Arbeit der Mütterschule berichtet werden. Filmkulturring zu beteiligen. Vom Krankenhaus Süd kam regelmäßig eine Un- Die Ad v ents f eier vereinigte fast alle Fami- terrichtsschnwester mit den gerade in der Ausbildung lienhelferinnen mit den Leiterinnen und einigen ge- befindlichen Kinderkrankenschwestern zur Besichr ladenen Gästen im großen Saal der Gemeinnützigen. tigung. Nach der Ansprache des Herrn Pastor Schröder, Lei- ter der Inneren Mission Lübeck, brachte die Altistin Familienhilfe Fräulein Ursula Martens von der Musikakademie zusammen mit Herrn Rüdiger Schenk am Flügel Die Leiterinnen der Familienhilfe konnten im Lieder von J: S. Bach und Hugo Wolk - Gehör. Berichtsjahr ihre Helferinnen in rd. 300 Haus - Es soll im Rahmen dieses Berichtes nicht uner- pfle g e fällen einsetzen. In den meisten Hausn Wähnt bleiben, daß die Einrichtung „Familienhilfe“ haltungen war, neben der allgemeinen Betreuung auch in diesem Jahr minderbemittelten der Familie, auch ein Kranker mitzuversorgen. De Familien eine Beihilfe gewähren konnte. Sie Betreuungszeit war unterschiedlich. Die Hilfeleistun. übernahm zum Teil, notfalls sogar ganz, die Kosten gen erfolgten überwiegend halbtägig. Mehrere Hel- für die Betreuunssleistung der Helferin. ferinnen konnten Tag- und Nachteinsätze über- Das Landessozialamt in Kiel und auch die Innere nehmen. Mission in Lübeck haben wieder beachtliche Z u - Die Zahl der einsatzfähigen Helferinnen ist Schüsse zur Verfügung gestellt. Dadurch war es Schwankungen unterworfen. Manche müssen aus der Familienhilfe neben sonstigen Zuwendungen gesundheitlichen und altersbedingten Gründen ausn Möglich, die obenerwähnten Maßnahmen durchfüh- scheiden. Erfreulicherweise konnte demgegenüber ren zu können. Ihnen sei an dieser Stelle ein beson- im laufenden Jahr ein beachtlicher Zugang an ger derer Dank gesagt. eigneten Helferinnen verzeichnet werden. Z. Z. Die Leitun g der Familienhilfe lag wieder in stehen rd. 50 Frauen zur Verfügung, die überwier den bewährten Händen von Frau L. Diemke und gend im Alter zwischen 60 und 78 Jahren sind. Die Frau M. Jürgens. Ihre Mitarbeiterinnen, Fräulein beiden jetzt schon über ,„80jährigen“ sind auch heute A. Nolte und Frau H. Wozonig, versahen den büro- noch im bescheidenem Umfange im Einsatz. Alle technischen Ablauf der Einrichtung. wollen aus schwesterlicher Liebe am Nächsten Hilfe leisten. Leiterinnen und Helferinnen bilden eine schöne Gemeinschaft, die ganz besonders in der Emil-Minlos-Stiftung Freizeit zu spüren ist. Die schon zur Tradition gewordene Freizeit Im Rückblick: auf die Zz§v§n §tseschlossens sùtr U z : : E. . son in inrem Travemünder Heim kann die Emil- fer Faraitionbuts. dis uch iwer. rut einer zzetry Minlos-Stiftung auch in diesem Jahre die Erfüllung Bosau am Plöner See statt. 28 Teilnehmerinnen er- det Stifhutttstzeckeos keststsllen. ung Mslden. kreuten sich bei herrlichem Wetter vier Tage lang Das Heim war vom 15. Mai bis zum 25. Septem- in dieser landschaftlich schönen Umgebung der Hol- ber geöffnet und bot insgesamt 79 Damen Autent- steinischen Schweiz. Gruppenweise wurden Spazierr halt und Erholung. Hiervon waren 64 Damen zah- gänge unternommen. Eine gemeinsame Bootsfahrt lende Gäste, zum Teil mit Ermäßigung, während führte über den Plöner See nach der Prinzeninsel. 15 Damen ein Freiplatz gewährt werden konnte Den heimatkundlichen Vortrag hielt Herr Pfarrer dank einer Freiplatzspende der Gesellschaft und Gerber in der kleinen Vizelin-Kirche mit einem veiner privaten Spende. besonderen geschichtlichen Überblick über die Die Belegung war mit 82,3% höher als in den Kirche selbst. vergangenen zwei Jahren. Der überwiegende Teil Im Rahmen dieser Freizeit sprach Frau Ober- der Damen war im Alter über 70 Jahre, der älteste medizinalrätin Dr. Hennig zu dem Thema „Neue Gast war 91 Jahre alt. Erkenntnisse auf dem Gebiet der Altenbetreuung“. Das große Problem der Helferinnen für die Heim- Ihre Ausführungen fanden bei allen Helferinnen dleiterin konnte in diesem Jahre dank des Einsatzes lebhafte Zustimmung. Frau Brückner, Leiterin der yon Familienhelferinnnen gut gelöst werden, und die Lübecker Mütterschule, zeiste am Anschauungs- stiftung erhofft auch in den kommenden Jahren material praktische Handgriffe in der häuslichen gliese spürbare Hilfe. RUD §§a Um Gr ur "!s cttsct n uk yzchdom nun alle Räume des Heimes renoviert Zur Auffrischung und zur Erweiterung ihrer Er- tz un uns . een. Mis zlichksit besteht; kahrungen wurden für die Helferinnen einn Haus - gie Räume mit B ron Wasser zu versehen. pflesgekursus und ein Kochkurs us in den Technisch gesehen läßt sich dieses Projekt durch- Räumen der Lübecker Mütterschule durchgeführt. gühren. es liegen die Kosten ~ der Einbau ist Die Leiterin der Mütterschule und eine Lehrkraft g¿ehr M oM so hoch, daß die Stiftung mit eige- führten diese beiden Kurse mit gutem Erfolg durch. nen Mitteln dieses Projekt nicht wird durchführen Im Frühling fand im kleinen Saal der Familien- können. Wir hoffen sehr, daß im Laufe der Zeit hilfe die Stunde der Aussprache“ mit 36 die Gesellschaft uns hilfreich unter die Arme grei- Helferinnen an gedeckten und geschmückten Tischen fen kann, denn im Hinblick auf die Personalschwie- statt. Bei recht lebhafter Unterhaltung konnten An- rigkeit würde diese Verbesserung für die Helfe- regungen und Wünsche Beachtung finden. rinnen eine große Arbeitserleichterung bedeuten. Einige bewährte Helferinnen fanden auch in die- Die Stiftung dankt an dieser Stelle allen, die ihr sem Jahr Erholung im E mil-Minlos- Heim die Durchführung der ihr gestellten Aufgabe ermög- in Travemünde. Zum ersten Male hatten sich vier lichten: der Heimleiterin Fräulein Effenberger, die | 4
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