Full text: Lübeckische Blätter. 1966 (126)

Das Geibel-Denkmal Dieses Denkmal hat in verschiedener Beziehung etwas Einmaliges. Allen Passanten, die täglich, etwa auf den Bus wartend, das Denkmal auf seinem heutigen Platz an der Südseite des Heilig-Geist- Hospitals betrachten, sei einiges erzählt von dem Schicksal dieser einmal gut gemeinten Ehrung eines großen Musensohnes der Kaufmannsstadt. Niemals hat ein verdienter Bürger der Hansestadt ein Denkmal bekommen innerhalb der Stadttore, das mit dem Emanuel Geibels vergleichbar wäre. Sicher hat man im Mittelalter gelegentlich einem Bürgermeister auf dem Markt öffentlich den Kopk von den Schultern genommen, weil er kein Glück im Kriege gegen Dänemark gehabt hatte, aber ein Denkmal hat niemand bekommen. Es war eine von dem falschen Pathos der neun- ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts getragene Be- geisterung, die jenes Denkmal in der Mitte des Kobergs entstehen ließ. Dieser, in Geibelplatz um- getaufte, neben dem Markt und dem Klingenberg dritte repräsentative freie Platz schien gerade gut genug für das bombastische, in keiner Weise be- glückende Denkmal. Polierter roter Granit aus Schweden als Postament für ein naturalistisches Porträt in Ganzfigur, ganz als wenste lebst, das ging noch an. Ein wirkliches Malheur war der „sterbende Genius“ zu Füßen des Dichters. Altere Bewohner unserer Stadt werden sich noch an das Bild erinnern. Für die Gegenwart mag das nebenstehende Foto einmal die Situation des Ko- bergs der Gründerjahre aufzeigen. Hingegossen, viel zu weich und elegisch für die harte, kalte Bronze, lag der beflügelte Jüngling inmitten sEINer Embleme ungemütlich auf dem harten, glatten . Apps] Granit. Vom Thema. her war die Angelegenheit Foto: D. ebenso unverständlich wie in der Art der Aus- Das ehemalige Geibel-Denkmal auf dem Geibelplatz führung. Selbst bei ganz gutem Willen bleibt (ietzt wieder Kobers) uns heute nur noch ein mitleidiges Lächeln. Ms j ä in der : : Ur Fs tO zr Uu liegenden Straßenseite zugetnkep: z Mi s wit: Köstlich jedoch zu hören, wie der kleine Mann ze vs. 4r yohen ézls! g! Er "or Gr auf der Straße einstmals reagiert hat. Man er- s rm Let z zählt noch heute, zu jener Zeit der Jahrhundert- schmee!en f; : E e d ter: wende habe cin lättjer Bengel in der Engels- So war das sicher nicht gemeint mit cem z>.er grube einem andern Buttjer auf der gegenüber- benden Genius“. Kurt Karl Rohbra Zum neuen Mitgliederverzeichnis Sehr sechrte Redaktion! neue Mitgliederverzeichnis“ viel Interessantes über r EO ah lezc tch. seitdem ich in. die Mitgliederbewegung. Gesamtzahl. Austritt usw. Lübeck bin, die „Lübeckischen Blätter“, die mit steht: Ö : : .d schöner Regelmäßigkeit alle 14 Tage mehr oder In der zweiten Spalte dieses Artikels mache i weniger interessant aus Lübeck berichten. allerdings eine verwunderliche Feststellußs: w eier Nun liegt vor mir die Ausgabe vom 12. Noveme fast schon mittelalterlichen Form, ich r zw: ber – N;§ 19 — in der unter der Überschrift „Das prangerung am öffentlichen Pranger. wir 23:
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