Full text: Lübeckische Blätter. 1966 (126)

Wolfdietrich Schnurre las im „Lübecker Podium“ angeschossenen Schafbock stellen und besteht ihn e nicht. Eine beklemmende, hintergründige gesell- Wie schon vor einigen Jahren, als Wolfdietrich schaftskritische Fabel! Sie wirkt mit ihrer Aussager- Schnurre das erste Mal im „Lübecker Podium“ las, kraft noch stärker dadurch, daß in die Schilderung s0 war auch diesmal das Kleine Haus fast ausver- des militärischen Geschehens immer wieder der Zu- kauft; denn der Autor hat als Erzähler einen guten stand idyllischer Natur eingeblendet wird. Namen, gehört zur „Gruppe 47“ und hat sich wie- „Der Abschlußball“ beginnt heiter, humorvoll mit derholt auch politisch exponiert. Er ist also einem den Nöten und Unsicherheiten eines Tanzstunden- breiteren Publikum bekannt. Deshalb war man verr jünglings in ausgesprochen Berliner Atmosphäre, wundert, daß sich unter den Zuhörern nur verhält führt aber schließlich dahin, daß der ungelenke, nismäßig wenige Jugendliche befanden. Vielleicht ist entschlußlose und zaghafte Junge vor eine Aufgabe Schnurre ihnen doch nicht explosiv und „direkt“ gestellt wird, die den ganzen Mann erfordert und genug; denn die Fragwürdigkeit unserer Zeit und die er annimmt: Er muß seinen jüdischen Tanz- die Lebensangst des heutigen Menschen zeigt sich lehrer und dessen Tochter zur Flucht aus Berlin ver- erst hinter den vordergründigen und sehr plastir helfen, als die Verfolger hinter beiden her sind. schen Bildern, die der Autor in seinen Erzählungen Huüsterer Hintergrund: die dreißiger Jahre. gestaltet. Noch manchem Hörer der früheren Matinée Schnurre zeigte sich wieder als brillanter Erzäh- wird der „Steppenkopp“ als bedrängendes Erlebnis ler. Souverän verfügt er über die vielfältigen Stil- gegenwärtig sein. mittel, komponiert seine Geschichten glänzend und Schnurre las diesmal zwei Kurzgeschichten ~ in wirkt auf die Zuhörer mit suggestiver Kraft. Schade, der kleinen Prosaform ist er ein Meister ~: „Das daß er nicht wenigstens eine Probe seiner Lyrik gab! Manöver“ und „Der Abschlußball“. In der einen Sie hätte das Bild des Autors vervollständigt. schildert er, wie ein Manöver von einer Herde Dennoch war der herzliche Beifall. der inm ge- Schafe verhindert wird. Der General, der die Situarn spendet wurde. redlich verdient. tion retten will. muß sich im Zweikampk einem Näcke GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZI GER TATIGKEIT GR U N D U N G SJ A HR 17 89 F ER N RUF NR. 7 54 54 Theaterring Filmkulturring Schauspiel – Kammerspiele 3. Vorstellung: hlittyoct. 25. Novenmtser 1966, Großes Hans: Sonntag, den 4. Dezember 1966, 11.15 Uhr, Camera „Die hsilige Johenng Tm Schatten des Karakorum“ Hramatische Chronik von George Bernard harbfilm der Deutsch-Österreichischen Stay Himalaya-Karakorum-Expedition t Mittwoch, 30. November 1966 Leitung der Expedition: Mathias Rebitsch „Ingeborg“ Produktion u. Gestaltung: Eugen Schuhmacher Komödie von Curt Goetz Bundesfilmpreis 1955 für den besten abend- Mittwoch, 11. Januar 1967 : füllenden Kulturfilm in Farbe. i t USZ E 22: Sonntag, 13. November 1966; 1 9.30 Uhr: dErnung mit dem bisher fast unbekannten Bergvolt „Blick von der Brücke“ . der Hunza, bevor die Expedition zum Sturm auf Schauspiel von Arthur Misr einen Siebentausender des Karakorum antritt. Mittwoch, 23. November 1966, Großes Haus: (Weiteres zum Inhalt in der nächsten Nummer!) „Die heilige Johanna“ Weitere Filme: Dramatische Chronik von George Bernard D r cr Hex. Joh: Shaw 5. 2. 1967: „Goldrausch“ Mittwoch, 7. Dezember 1966: 5. 3. 1967: „Nepal ~ Dach der Welt“ „Der Drachs! ii Der Eintrittspreis beträgt auf der Geschäftsstelle Märchenkomödie von Jewsen! Schv'ar: und an der Kasse 2.09 DM: für Jugendliche 1.50 DM. Sonntag, 22. Januar 1967 Op ernanrecht (rote Karten) Bücherei Picnstss (ausnahmsweise), . Dezenter 1966 Geöffnet montags von 16.00 bis 19.00 Uhr U ~ sinus ron. 159 dis 12.20 Uhr ; i i und von 18.00 bis 20. g Z Glarcyse sarsl Beisammensein im Ge- donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr sellschaftshaus. Näheres darüber später. Da wir für freitags von 9.30 bis 12.30 Uhr cha tts U s ganze Haus gemietet haben, werden eittwochs und sonnabends bleibt die Bücherei #e- ausreichend Karten zum zusätzlichen Verkauft zur uit en Verfüeuneg stehen. Z05
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