Full text: Lübeckische Blätter. 1966 (126)

Ein nützlicher Ratgeber für Eltern und Schüler In unseren Schulen herrscht wieder einmal Un- republik gibt; der zweite Teil („Dokumentation“) ruhe; es wird umgestellt, verlegt, angeordnet, ver- enthält die Anschriften der Kultusministerien, der kürzt; Lehrpläne und Ferienordnungen, Versetr Hoch- und Fachschulen, informiert über Stunden- zungs- und Reifeprüfungstermine wanken; zwei tafeln, Versetzungsbestimmungen, Schulabschlüsse Kurzschuljahre hier, ein Langschuljahr dort; acht und Ausbildungsbeihilfen. Y. Volksschuljahre dort, neun Jahre hier; Mittelschulen verwandeln sich in Realschulen, die Oberstufe des Probleme des Schul- und Bildungswelens Gymnasiums wird reformiert, die Unterstuke des- Von Dr. Gerhard Priesemann gleichen: ein Ratgeber für die Leidtragenden Die D . . solches behördlich angeordneten Wirrwarrs, ein . ie Darstellung uu! Erörterung des Schulwesens Ratgeber für Eltern und Schüler ist also mehr denn in der Bundesrepublik wäre unvollständig, wenn je vonnöten. Im richtigen Augenblick erscheint sie nicht mit einigen Hinweisen auf das abschlösse, denn auch das richtige Buch: jfa: als r z.lrt it: ncvsnts tugerchen wer: en muß. Was hier als fragwürdig gilt, ist immer U § § f: § t bs ts ?. § c in Ratgeber sss von neuem bedealkchtnvcrt: E rl chs r all das . azu, was sich nicht na Verfaßkt und herausgegeben von Gerhard läßt, aber doch wirksam §+.§: Rszsel tenes Priesemann. Fischer-Bücherei, Band 757; 188 worin das Schulwesen mit den anderen Bereichen Seiten, 2,80 DM. des privaten und des öffentlichen Lebens verknüpft Aus der richtigen Erkenntnis, daß „Schulbelange ict: e! Ü? s; je ss über len engeren Rahmen des und Elternwille einander ergänzen müssen“ und ssuen Staato: livauzgekt un s Lebeutonlnmg; „größere Aktivität der Eltern in Zukunft gut sein J Mensch s knüpft: huugen. an und not tun wird“, wenn die Entwicklung unseres erer Ì.nge en „sreup t; .f dps. )uliethch. Fs Schulwesens nicht mit Sorge betrachtet werden soll, Scr die .. Uns trel E u § ui d en cr wendet sich Priesemann an die Eltern und gibt yach uns leben ws Ns sven. uud denen: ce ihnen ein Kompendium in die Hand, das zu stu- . : dieren sie nicht versäumen sollten. „Wenn die Mehrere amtliche Stellen ~ und das wäre die Kapitel dieses Buches den Eltern helfen können, erste Möslichkeit, die Betrachtung in das Feld des besser für ihre Kinder, damit aber auch besser für Ungeklärten hinüberzuführen + befassen sich mit das Wohl aller zu sorgen, ist ihr Zweck erreicht. statistischen Erhebungen, Berechnungen, Voraus- Das heißt sowohl, wenn sie Illusionen zerstören, planungen, Vorausschätzungen. Wenn man die im als auch, wenn sie Hoffnungen wecken können, wo einzelnen verwirrende Fülle der Zahlen und Ta- sie berechtigt sind.“ s bellen beiseite läßt und statt dessen das Gemein- Das Wohltuende an Priesemanns Buch ist die ft. darin st t 20 liest s ture w kelecnden: Sachlichkeit, mit der es informiert, aufklärt, Pro’ kLerun al zu Yämit Ztécttt im. eugen Hereich. der ce eu. t MU Bcr diskutiert : Por EDE U n e h Ur h BO FÄ Mit lemik wird ganz vermieden; dem Leser bleibt es zu S zus E Ziccs Anforderungen “Ur: das überlassen, seine Schlüsse und Konsequenzen zu Schulsystem insgesamt, die sich aber nicht reinlich ziehen. Dennoch ist Priesemanns Sachlichkeit immer ä„yf zzs.e: zen. . Nenner bringen lassen; persönlich getönt: hier referiert kein trockener Jenn es t r zvrar. folgendes T russen ; Fachmann, sondern ein leidenschaftlicher Pädagoge, § y dem es um das, was sich hinter dem Wort „Er- I. die Zahl der Schüler; ziehung“ verbirgt, heiliger Ernst ist. „Die Er- 2. die Zahl der Lehrer; ziehung ist für die, die sich ihr unterworfen 3. die Zahl und Größe der Schulen; haben, eine zweite Sonne“ – dieses Wort Heraklits 4. die Zahl der Klassen; . steht hinter jedem Satz des Buches, und der Leser 5. die Zahl der Klassen- und Sonderräume: wünscht schon nach. wenigen Seiten, daß dicser 6. die Summe der möglichen Unterrichtsstunden; „Ratgeber“ nicht nur yon Eltern und Schülern, 7. die Summe der finanziellen Aufwendungen. sondern auch von Lehrern und auch und vor allem Aber es macht einen Unterschied, von welchen von denen zu Rate gezogen werde, die in den Zahlzusammenhängen man ausgeht. 'So kann man Ministerien und Schulverwaltungen die Erziehung es z. B. als wünschenswerte Meßzahl ansehen, daß organisieren und die Sonne Heraklits nur allzza ctyya für je 30 Schüler ein Lehrer zur Verfügung leicht aus dem Auge verlieren. steht; ebensogut kann man sagen, daß die bessere Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers Meßzahl wäre: je 20 Schüler ein Lehrer. Ahnliches drucken wir aus dem Kapitel „Probleme des gilt für den Zusammenhang von Lehrerzahl und Schul- und Bildungswesens“ einen Teil ab. Das Zahl der Unterrichtsstunden; wenn man z. B. von Kapitel beschliekt des Ratgebers ersten Teil einem Lehrer verlangt, er solle 30 Stunden in der („Information“), der einen umfassenden Überblick Woche unterrichten, so können weniger Lehrer ein über die Schulformen in den Ländern der Bundes- geplantes Stundensoll erteilen, als wenn die Meß- r ] I:
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.