Full text: Lübeckische Blätter. 1966 (126)

kormen diktiert, oder ob er aufs Ende der antar wahl von Büchern diesen Umstand berücksichtigen gonistischen Gesellschaft hinweist.“ Vom Blickpunkt zu wollen.“ der Zwölftonleiter aus gesehen führt so Geschichte In diesem Jahre kommt der Director: der Er- schließlich zur Geschichtslosigkeit. Will man Ador- nestinenschule wiederum auf diesen Gegenstand nos Meinung, die sich in seinem Buch „Philosophie zurück, indem er bemerkt: „Diesmal sei die freund- der neuen Musik“ ausspricht, zusammenfassen, so liche Bitte ausgesprochen, daß auch auf den Inhalt muß man sagen: Die Musik ist aus! der den Kindern anzuvertrauenden Bücher sorg- Auf diese These hin müßte man entweder resi- kältige Rücksicht möge genommen werden. Manche gnieren oder aber die Gesamtprobleme der Musik Kinder neigen dazu, alles zu lesen, was sie in die grundsätzlich angehen. Wenn auch heute die Wech- Hände bekommen, mag es nun für fre Passen oder selwirkung zwischen Tonschöpfer und -empfänger nicht. So entwickelt sich nicht selten eine förmliche hoffnungslos gestört erscheint, so braucht dies ja Lesewuth, die außer andern Gefahren kür das nicht dauernd, nicht immer der Fall zu sein. Wir Seistes- und Gemüthsleben des Kindes auch für können also der Feststellung Adornos einen anderen dessen Fortschreiten in der Schule verhängnisv hl! Sinn geben, indem wir nicht sagen: „Die Musik ist Werden kann. „Nur das Beste‘ und „Nicht zu viel! Aus., houdern:. D i « Auzik je ut. nämlich jene, sollte auch in dieser Beziehung das Losungswort die sich in konsequenter und technisch hochgezüch- der Eltern sein.“ teter Entwicklung in Regionen der Atonalität oder Diese zutreffenden Bemerkungen möchten wir „Geräusche“ verstiegen hat, aus denen kein Wegs noch mit dem Hinweis vervollständigen, daß der weiterführt. Gedankenkreis mancher Schülerin durch eine plan- Bereits mit dem Lebenswerk Palestrinas wie mit lose Lectüre von Journalen und Zeitschrikten nach dem Bachs schien die Musik für deren Zeitgenossen einer falschen Richtung gelenkt und in nach- zu Ende gekommen zu sein, aber immer wieder fand theiliger Weise beeinflußt wird. In den meisten das Leben den Weg in die Zukuntt. Häusern pflegt eine Mappe mit Journalen auszu- Hans Millies liegen, deren Auswahl nach dem mehr oder minder richtigen Geschmacke der Erwachsenen getroffen wird. Unsere Töchter blättern in diesen Mappen Aus alten Jahrgängen E! urch vor sea Z ftco Zczuleweiter T: . I diegenen fortlaufenden Lectüre, wie sie von der der »Lübeckischen Blätter« Schule gefordert wird und für ihre Bildung noth- Die Lectüre unserer Töchter. Die hohe Bedeutung, Wendig ist. Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dal welche eine richtig geleitete Lectüre für die geistige 2n iie Stelle der ruhigen, stetigen l's;täts ht! Bildung unserer Töchter besitzt, wird von den Bücher vielfach das klüchtise Umherblättern in Pädagogen in vollem Maaße gewürdigt und die illustrierten Journalen getreten ist. Mögen Er- Schule ist daher bemüht, auf cine gute Auswahi VWachsene mit sich selbst zu Rathe gehen in Bezug derselben nicht allein für den Unterricht, sondern auf den Nutzen, welchen dieser Zeitvertreib ihnen auch für das Haus hinzuwirken. In letzterer Be. Sewähren kann — das heranwachsende Geschlecht ziehung geben die beiden letzten Jahresberichte der "0r einer solchen nutzlosen Etzzplitteruug 'téiner höheren Töchterschule „Ernestinenschule“ beher- Séistigen Thätigkeit möglichst zu bewahren, ist aber zigungswerthe Winke für die Eltern. Im vorjäh- eine Pflicht für Eltern und Erzieher. rigen Bericht wurde auf die Nachtheile hingewiesen, (14. April 1889) welche dadurch entstehen, daß den Kindern neben Büchern, die der neuen, sog. Puttkamer'schen Recht- schreibung folgen, auch andere in der alten Ortho- Veranstaltungen graphie verfaßte in die Hände fallen. Es heißt dort i ini Iuuclienre Uexi ehung:; „Dem si ern Erlergcrr ces Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum seit Ostern 1881 eingeführten deutschen Recht- Die Museen in Schloß Gottork sind in den Som- schreibung werden dadurch Schwierigkeiten be. j{ge;monaten (vom 1. April bis 31. Mus cas reitet,. ¡dali ciecctbe ausicchz t eus Euer. de täglich, außer montags, von 9.00 bis 17.00 Uhr ge- kast noch gar nicht beachtet wird. Freilich Lose {zh re css Yi sitt z. tire hrs nicht einmal in der Schule die neue Rechtschrei-. Karfreitag und Uchte. zid gls Zlusecn bung folgerichtig durchgeführt; noch werden Bibel und Gesangbuch nach der alten Schreibweise ge- druckt und kommen so in die Hände der cht. Voltttqcizehnie lerinnen. Ein weiterer Uebelstand aber ; J Die Volkshochschule wird ihr Frühjahrstrimester daß auch die meisten Unterh altungsschri ' k pur: April abends um 20 Uhr im Saal der Volks- die Jugend nach der alten Weise gedruckt G. ü tz Huls. Hüsstpahs.. 118/189, rnit Ziner 1oxuos An die geehrten Eltern unserer Schülerinnen rich. Bachmann, Hilde Domin und CHrittes Lavant Er- ten wir deshalb die freundliche Bitte, bei Jer Ji Roper ZuS n grtragende ist Frau Renate Rehn- 1 11)
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