Full text: Lübeckische Blätter. 1965 (125)

unsere Stadt die Tradition dieser Aufführung ver- Antonio Zoran Music dankt.undl dsr zsein'. Sp iel 415 Jahre lang begleitet Die Overbeck-Gesellschaft zeigt in ihrer neue hat: P aul Brockhaus. Bei dem Gedanken an iin Ausstellung eine reiche Sammlung von G AUSSEN prärzz;ich dann die letzten Verse des Engels stär und farbigen graphischen Arbeiten des 1909 in . Gorizia geborenen Antonio Zor ie: i Segst Amen, segst Amen! Dat mag warden wahr! Jurch OTN U nach Motiven. g §!sle. usle; Vott föhr uns all tosamen to seligen Schar, hender und spielender Tiere, Fährebarken und to seligen Schar, de ewig em preist! : stiller dalmatinischer Hügellandschaften bekannt, Dat helpt uns Gottvadder, Söhn, Hillige Geist! lebt seit 1952 in Paris und von Zeit zu Zeit immer s] wieder im jugoslawisch-italienischen . Grenzgebiet. ZID cs L MO CE ; MR:? zess Ms Mouschuu iu tras! f n Lnrez Lr Grphile on zer Blszpajs ü Zum Vortrag von Hr. Hetta Link Uu rzes zusgererchnst ? et pe Jg âs am 7. Dezember 1965 gewaltiger Szenenenwechsel, wenn wir bedenken, Was sind das für Menschen, die in den letzten daß er zu denen gehört, die mehrere Jahre in 17 Jahren aus aller Welt nach Israel zurückgekehrt einem deutschen Konzentrationslager gelitten haben. sind? Die seit Hunderten von Jahren jedes Pessach- fest enden ließen mit dem Wunsch, der einer Be- schwörungsformel gleichkam: Nächstes Jahr in Jerusalem! Was ist das überhaupt: ein Jude? Fer- Theat d Musik tige Antworten gibt es nicht, insbesondere nicht auf eater un uli die letzte Frage. Aber es soll versucht werden, aus . . ps. ô § eigener Erfanrung und mit Hilse von Lichtbildern „Cavalleria rusticana“ und „Der Bajazzo mögliche Antworten auf die Fülle der Fragen an- Aus der Zeit, als in Bayreuth noch Freikarten zudeuten. " an junge Talente ausgegeben wurden, mit der Auf- lage, Cosima Wagner vorzusingen, gibt es eine hüb- sche Geschichte von Leo Slezak, dem bekannten Weihnachtskonzerte der Lübecker Knaben-Kantorei tt gr eheutelts. te aqr Verlssetheit, Das diesjährige Weihnachtsoratorium singt die Witwe Wagners sein künstlerisches Bekenntnis ab- Lübecker Knaben-Kantorei am Mittwoch, den 8. 12., zulegen, nannte er vall „Zuversicht“ – die Bajazzo- um 20 Uhr, in St. Jakobi. Arie! „Lähmendes Entsetzen“ verbreitete sich, und Neben einem Kammerorchester konnten als IN- Cosima fragte ziemlich reserviert, ob er denn nicht strumentalsolisten Kräfte des Philharmonischen etwas vom „Meister“ studiert habe? Erst als Slezak Staatsorchesters Hamburg (Solooboe) und des NDR- ein paar Wagner-Arien aufzählte, „beruhigte“ man Sinfonieorchesters (Erich Hecht, Trompete) verpflichr sich ein wenig. Doch noch nach Jahren hieß es tet werden. Die Gesangssolisten sind Erika Wolffram bei seinem Namen: „Aha, + das ist der + der in {Sopran) Mechthild Lenel (Alt), Johannes Hoefflin Bayreuth die Bajazzo-Arie singen wollte!“ lTenor) und Volker Freund (Baß). Orgelcontinuo Haargenau hatte Slezak mit dieser Oper eines spielt Professor Walter Kraft. Die Leitung hat Hans- ger beiden Werke genannt, die mit ihrem Realismus Jürgen Wille. in die „hehre Götterwelt“ Wagners einbrachen. Das Traditionelle Weihnachtssingen der Kantorei Mascagnis ,„Cavalleria rusticana“ und Leoncavallos findet am 17. 12. um 20 Uhr und am 18. 12. um p„,PBajazzo“, einst als Beiträge für ein Preisausschrei- 1ô Une m It Assidien statt t UN hen Ut as ZUnten Jer an. Zen § Stilumschwüngen getrotzt. Fus. Vr ziet. v ts KUG ? R Nr h; un Metetz por. t1Âe Neddas „neckisches“ Vogellied die Achseln zu zucken. Vortragsabend der „Plattdütschen Volkssill Solange es Tenöre gibt, werden sie zu diesen am Dienstag, dem 14. Dezember 1965, 20 Uhr Paraderollen greifen, und ihre Kollegen werden mit Das Plattdeutsche, das sich durch ein wertvolles innen als sizilianische Bauern und italienische Land- literarisches Schriftgut als eigene Sprache dokumen- leute ihr Schicksal teilen! tiert, ist zu allen Zeiten auch eine echte Sprech- So entgingen auch die Städtischen Bühnen nicht sprache gewesen. Das kommt darin zun) Ausdruck, einer Neuinszenierung, der sich Klauspeter Seibel daß in der Bevölkerung ein umfangreiches Erzänlr J 1; Dirigent und Ludwig Boder als Regisseur an- gut im Umlaut ist und durch mündliche Überliefe- Hahmen. und Herbert Stahl charakteristische Büh- futs weiterlebt. In der Gegenwart ist dieser Schatz nonbilder schaut. Hatto Bader in dsr Cruetleriar 2n von den bedeutenden Volkstumsforsche rn Wisser schwarz gemalt und seine Akteure. wie in einer und Wossidlo gesammelt und schriftlich nieder- antiken Tragödie postiert, so gab er den „Bajazzo“ gelest worden. um so komödiantischer. Seibel am Pult schaltete als Der Eutiner Professor Wilhelm Wisser speziali- geborener Opernmusiker, führte und begleitete aus- sierte sich auf das Sammeln von Volksmärchen, die gezeichnet und straffte gewandt. Schade, daß einige unter dem Titel „Wat Grootmoder vertellté in hereits in der Tagespresse mit Recht beanstandete mehreren Bänden vorliegen. Sie sind in vorbild- Mängel (unzulängliche Tonbänder, verstimmte Orgel) lichem, echtem Plattdeutsch erzählt. Der mecklen- noch immer (zweite Aufführung!) den Hörer ver- burgische Volkstumsforscher Richard Wossidlo ber drossen. mühte sich darüber hinaus auch um das Brauchtum In der „Cavalleria“ setzten sich ein: Ingrid Steger, (2. B. Erntebräuche, Hochzeitsbräuche usw.), um Lier cine stimmlich sehr befähigte Santuzza, und Connel der, Redewendungen, Reime usw. Auch seine For- Byrne als Turridu, ein ebenbürtiger Partner, dem schungsergebnisse liegen in mehreren Bänden vor. Jiese Partie besonders lag. Guten Erfolg ernteten Die beiden Lübecker niederdeutschen Schrift- auch Norbert Burger als Alfio und Silvia Stone als steller Carl Bu dich und M ax Ste en werden Mutter Lucia, während Pauly Klippstedt, die als aus diesem Bereich eine Auslese zu Gehör bringen. Lola einen Abstecher von der Operette zur Oper g~2 « ©
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