Full text: Lübeckische Blätter. 1965 (125)

völlige Trennung von Wohnhaus und Lagerhaus, bekämptt damit zugleich die Gesellschaft, die satte Aufkommen der Eisenbahn, Aufhebung der Tor- Zutriedenheit der Bürger. Das tragische Erlebnis sperre und der Akzise, Einwirkung politischer künstlerischer Sendung, das Gefühl des Unverstan- Änderungen, Anlage der Vorstädte und von Fabrir- denseins nach seinem „Tannhäuser“ fand den Nie- ken in innen, Ausbau der Wasserstraßen, Auftreten derschlag im „Lohengrin“, in der Herablassung und dauerndes Sichverstärken eines vorher nicht eines höheren Wesens zu einem Menschen. der die vorhandenen Durchgangsverkehrs, Übergang vom ùProbe aut Glauben und Vertrauen nicht. besteht. Einfamiliennaus zum Mietshaus usw. „Die Situation des wahren Künstlers zum Leben Mit dem Jahr 1942, welches das Baubild in der der Gegenwart gleicht der Situation. die im „Lohen- Bombennacht plötzlich derart entscheidend ver- grin“ ihre künstlerische Gestalt erhielt“ (Wagner). änderte, wie es seit den großen Feuersbrünsten von In diesem Werk erklingt der Schwanengesan 1251 und 1276 nicht der Fall gewesen war, und dem der romantischen Oper. Durch die entrückte Äausile Jahr 1945, das im Bild der Bevölkerung eine gleich Soll der Hörer verzaubert, eingefangen und be- große Verschiebung brachte, wird dann der AnschluB rauscht werden. Deutlich lassen sich dabei noch die an den Vortras von Herrn Oberbaurat Kremmer konventionelleren Partien, der theatralische Prunk hergestellt sein. das mittelalterlicnhe Zeremoniell mit Heerbann, Rittern, Gottesgericht und Heerrufer von den ver- Dr. Peter von der Osten-Sacken klärten Harmonien der hohen Streicher unterschei- „Bemannte Mondlandung“ (Projekt Apollo) Uen. wis zit horsits. ? Fsrsnis! ztzscucks»gl!. eit: ; ; 2; : er n z Hienstagvortras am 23. März : Mär vom Gralsritter noch OLG U CU Die Menschheit schickt sich an, das größte Aben- Jl|äßt sich aus der Welt des Realismus ein Weg zu teuer ihrer Geschichte zu unternehmen: die Landung gjieser Romantik finden? eines Menschen auf dem Mond. Was ist die Trieb- Die Städtischen Bühnen tigt di W : ü Lon Mszeuttt zuut Re Aurssben er übernommen. Regisseur und U ter Vari. rechtfertigt? Was erwartet die Wissenschaft von fich yitt Zen Ltr zutetnqtäor nd. haben ami einer Mondexpedition? Der Leiter der Lübecker Tanner gars (! § 8 en Sternwarte, Dr. Peter von der Osten-Sacken, der bei ?. Iugteu er, und „Holländer“-Aufführungen wach der Weltraumforschung selbst aktiv durch Satelliten. Zu na en outsr den Wagner-Opern ist der „Lohen- beobachtungen und Vermessungen teilnimmt und ert! vont am hsitalzten Zuunsrenigren. Seine zahl- in stetigem Kontakt zu anderen Forschungsstätten Cor hen ,I yen „Vn älle sind sprichwörtlich ge- steht, wird versuchen, auf diese Frage eine Antwort Sänger tate he fon Znsscoten m herütuits zu finden. . Y eh dauk. chen läßt die Verantwortlichen bei jeder Wieder- stirsiche Eiettibildsr. sarunter att h ouch: gabe neues Unheil fürchten. Selbst Wagner wurde nahmen der amerikanischen Ranger-Sonden, w von solchen kleinen Teukfeleien nicht verschont. als den Vortrag bereichern. in einer von ihm dirigierten Vorstellung durch ein . .. Versehen der Korrepetitoren die beiden Bühnen- Passionsmusik im Dom trompeten im dritten Akt zugleich (!) einsetzten und Am Sonntag, dem 28. März, um 20 Uhr, findet ,ein wahrhaft haarsträubendes Konzert“ machten. im Dom eine Aufführung der M ark u s p a s si o n In dieser Bezienung verlief die Lübecker Auf- von Hans Friedrich Micheelsen statt. Die Ausfüh- führung ohne Pannen. Der Schwan landete plan- renden sind: Hans J. Koeppen (Christus) und G. Pods mäßig, die Tonbänder mit der Bühnenmusik funk- (Evangelist) sowie der Domchor unter Leitung von tionierten reibungslos, und auf die übrige Technik Erwin Zillinger, dessen Dialog „Die heilise Woche“ hnhinter der Szene konnte man sich verlassen. Den- zur Einleitung gesungen wird. hct zelzus s G uzrict s elcn z! n g e §. U u p k e r) no ni er Verband Deutsche Frauenkultur harmonische Ausgleich von Traditicq und Gegen- Donnerstag, 18. März 1965, 14.30 Uhr am Merk; viert; s. rs ze Apktütrubs zrerwzch noch zfüßtets ctoueksrasr uss U Eudststigu 1 nie. seinem „Weltraum-Anzug“ mit der merkwürdigen Fünrgus G u. .le Le rren r.. Teil. Haartracht einherschritt, glich ener einem modernen t Lc crcüls EE 30 C Pes hr iel z suyermanre. V. kg! heutizesr „Jugend- . ektüre“, als dem Sohn des Parsifal. Auch mit Donnerstag, 25. März 1965, 13.54 Uhr ab Burgfkeld Schwan und Brautbett sollte man diese Oper heute über Münlenbrücke bis Kl.-Grönau (Kapelle) hicht mehr belasten. Sicher hätte man auch die Wanderung durch den Grönauer Wald. höfische Etikette durch etwas Bewegungs-Regie und Führung Frau Junge. ] ] ansprechendere Kostüme auflockern können. Mittwoch, 24. März 1965, 16.30 Uhr, Singkreis. Vorbild für die Inszenierung bleibt der Impuls Leitung Frau Haas, Roeckstraße 15. der Musik. Hier, im Orchester, unter der Leitung Dienstag, 16. März 1965, 16 Unr, W erk kr eis bei von Gerd Albrecht, wurde lebendig musiziert, Frau Gayer, Jürgen-Wullenwever-Straßke 17 wurden menschliche Konflikte temperamentvoll auf- (rechter Eingang). Bleistift, Lineal, Schere, gerissen und die ,„entrückten“ Harmonien in den Federn für Linolschnitte sind mitzubringen. geteillen Geigen mit einer natürlichen Romantik entfaltet, die sich niemals in sentimentalen Über- schwang verlor. Diese, dem Werk dienende, musika- Theater und Mulik lische Betreuung bestimmte das Niveau der Auf- kührung. Straff wurden Sänger und Chöre von Wagner: Lohengrin Albrecht geführt, so daß man über dem starken Heftig kritisiert Wagner den Opernbetrieb seiner künstlerischen Eindruck manche Schwäche vergaß. Zeit. „Sehr amüsiert hat mich“, so schreibt er an- Imponierend behauptete sich Connel B y r n e als läßlich eines Besuches von Marschners „Vampyr“ bLeohengrin. Stimmlich sauber gestaltend, gehört an seinen Freund Uhlig, „daß das Publikum von seine, vor allem in den Iyrischen Partien bestechende der Ekelhaftigkeit des Sujets gar nicht betroffen Wiedergabe zu den positiven Erlebnissen dieser wird. In der Oper kann man den Leuten Kinder Auffünrung. Neben inm entfaltete Rosemarie auf dem Theater schlachten und fressen lassen, ne Sprengel als Ortrud so gespannte Ausdrucks- daß sie merken. was vorgeht“. Der Opernreformator kraft, daß ihr dämonisches Spiel zum Besten zählt, [H
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