Full text: Lübeckische Blätter. 1964 (124)

Virtuosität verliert e i ;; : ccCcco. ...... bert Zuuhr, thin iuttwvlerter tiüscrtotr "tt, gte nd deutlich gesprogren zrureje: *nerkcannt, wie Zu: hintergründige Versonnenheit des Werkes he Die eindrucksvolle erste Inszenierung des neuen nender Ausdruck ruhten aut einem innig verschmol. je jendanten wurde mit wohlverdientem Beifall zenen, vollen Streicherklang. Die reinste, ergrei- Bélonnt. Be kendste Leistung vollbrachte man hier im Larctetth Auch im Septett lag der musikalische Höhepunkt, Niederdeutsche Bü was inneres Erlebthaben betrifft, im langsamen Satz Usche Bühne — Grenren (Adagio), im übrigen kesselte seine Darstellung durch Unter diesem Gesamttitel brachte die N; das musizierselige wie geistvolle Miteinander ung deutsche Bühne ZUR E. U hract Us Us Wissler. die voll ausgsespielten symphonischen Einschläge. fallt“. Der Vertasser ss rrsccip id € Grenzen Die Musiker wurden lebhaft Sekeiert. Untertitel „Ein zeitloses Z ctictces T Ust den Dr. Klaus Matthias fis +15: Senn in den Jahren nach dem 2. Welt- . . : Teneration sich zu ts . re uud jüngere Jean Giraudoux, Die Irre von Chaillot stellen. Der alte Verbissene Bauer Klaassen sieht Rin bezauberndes Stück; jedenfalls ein bezau- n e uz û§ i Rhens >- wenn dieses Wort tf! h Zis LU Fzzwer [ut liebenden großen Worten . 1e 47 s ;rcs marchnenha ; „larchen ist die Graun während des alten Klaassen Sohn B ine samkeit nicht fremd; aber wir nehmen diese Grau- gßBauerntochter ) ernd eine samkeit hin wie die Kinder, die sie in ihrer furcht. i us Hor Norwazuci. Wekhe er sls baren Wirklichkeit noch nicht zu kassen Fr tgreut: csz1Uzre::2 Fsnnengsiernt hat, auf sein künf- Da ist in dem romantischen und fast jenseitigen ; künrsn wh L Kellergelaß der Irren ein zauberhafter Zugang zu P ie etwas primitive Handlung kommt in Gang einer unterweltlichen Menschenfalle, zu welcher der r wird durchgeführt unter Beteiligung des Brief- Eintritt geöffnet werden kann, die aber keinen Aus- trügers. den der alte Klaassen zu erpressen sucht, gang hat. In voller Seelenruhe, wie sie der irren Fäinsx. immer im rechten Augenblick erschei- Grätin eignet, schickt sie alle die Bösen dort hinein ute pynn!sen Tochter, die den jungen Bernd zu einem gräßlichen Verenden in Hunger und Durst, lich U nung liebt, und der recht unwahrschein- und nur die Guten bleiben übrig. Sie dürfen nun n . urn” chter Maleen, eine undankbare trvte Not va Lz uuüekönräetäm Giück leren Zutttr tr fe etch Ve tcteer Mrhf na em N. ; q I; ;§ Die Menschenfalle im Keller der Grätin ist nicht [tts Szpe 2 p zern. . r th r? ru us real, so wenig wie die Bekenntnisse, welche Prä- willisen Vater und Sohn Klaassen. Auch U: sident, Baron und Makler ablegen, so wenig wie S t e b n e r wußte seinen phrasendreschenden Onkel vor allem Aurélie, die Irre von Chaillot, selbst. Hannes sehr genau zu mimen, und Gerd Bublitz Zwar — es hat sie wirklich gegeben, aber doch nur gab den allzu gutmütigen und schwachen Brief- als eine Person, die dem Dichter den Anstoß hat träger Albers gut. Elsbeth Schütz spielte geben können, s e in e Aurélie zu schaffen. seine Tochter Liesbeth verhalten und scheu, gab ihr Dieses Stück ist nicht nur ein Zauberstück, es ist aber doch die erforderliche Entschlossenheit. vor allem eine Satire auf Zustände und Menschen Also ein Zeitstück. Aber inwiefern ist dieses unserer Welt. Aber auch der Satiriker zeichnet Zu- Stück zeitlos? Ist dabei an den zeitlosen Gegensatz stände und Menschen nicht, wie sie wirklich sind, er der Generationen gedacht? Aber dieser ist keines- vereinfacht, indem er diese Menschen nur das sagen wess mit dem Gegensatz notwendig verbunden, in und tun läßt, was ihr innerstes Wesen ausmacht, dem Deutsche hinsichtlich ihrer Haltung gegenüber die Schieber sind Schieber und sonst nichts, und die dem früheren Feinde stenen können. Dabei blich „guten“ Menschen können nichts anderes als gut es selbstverständlich dem Verfasser unbenommen, sein. Die Irre aber ~ mag sie auch in einer er- diesen letzteren Gegensatz mit dem Gegensatz der träumten Welt leben, in der Vergangenheit und Ge- Generationen zu koppeln. An sich aber könnte zenwart eines sind, mag sie den erstaunlichsten auch der junge Mensch in sturer Unversöhnlichkeit Irrtümern unterliegen, so hat sie doch den unbe- verharren und der alte für die Versöhnung ein- stechlichen Blick für das im Märchen so sauber treten. getrennte Gut und Böse. Und sie wirkt auf die Dann folgte Hans Ehrkes Einakter Op de Sched“ Menschen, zum mindesten die guten Menschen. Am d. h. eine Voposzene an dem hier durch einer, schönsten wird das offenbar in dem Gespräch mit Fluß gebildeten Eisernen Vorhang mit Leutnant Pierre, der unter dem Druck des Erpressers sich hat (Io achim Michels), Unteroffizier (Rudolf ertränken wollen. Hö p p n er) und Gefreitem (Werner Hoff- Damit aber dieses Stück wirklich bezaubernd m ann). Der Verfasser sucht das gegenseitige wirke, dazu bedarf es einer Aufführung, die so sicher Mißtrauen trotz kameradschaftlicher Haltung zwi- und geschmackvoll geleitet wird, wie es hier W al- schen dem Unteroffizier und dem Gefreiten und ter Heidrich verstand. Gut war es auch, das schneidige hundertprozentige Auftreten des daß Günther Kupfers Bühnenbilder trotz Leutnants in einem gelegentlich recht lang wer- fantastischer Züge durchaus realistisch war. Der denden Gespräch zu entwickeln. Schwierig wird Nichtrealismus des Dichters wird dadurch vielleicht die . Sache, als der Unteroffizier ein Kind aus dem noch deutlicher. Auch Edith Bisk ups Kostüme GrenzfIUß rettet. Der Zuschauer muß erfahren, was verdienen viel Anerkennung. im Augenblick passiert; also wird die alte drama- f f, dech die zzrztzengenI tische üeetuit. äq: Berichts ontcweräct pst Gs) ü i i a n d spielte die Irre . s s Ensir gr ehr og L > !§ie liebevolle der es doch viel einfacher hätte, wenn er sich Güte aus. Damit vertrug sich vorzüglich ~ sie ist selbst des Zeißglases bediente, wie er es ein paar nun einmal irre — die Selbstverständlichkeit, mit Minuten zuvor noch getan hat. der sie die Bösen einem schrecklichen Tode über- Robert Ludwig tat mit seiner Kunst der antwortet. Sie tut es mit einer gleichsam kindlichen Bühnenleitung alles, um die beiden Stücke gut Ahnunsslosigkeit. Neben Hilde Hildebrands großem über die Bretter zu bringen. Be ? 7 ¡5
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