Full text: Lübeckische Blätter. 1964 (124)

LUBECKISCHE BLATTER n HERAUSGE GEBEN VON DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNÜTZIGER TATIGKEIT . SCHRIFTLEITER : DR. PETER HENSCHEL LUBFCK, O FN 13.1 u n1 196,4 El nun o eur L 1 r K U N D Z WA NZG sT EU JA HR G AN G . NUMMER 18 Kultussenator Dr. Luise Klinsmann + Am 9. Juni 1964 verstarb still und schmerzlos Frau Klinsmann war in außergewöhnlichem Maße nach schwerem Leiden die Kultussenatorin unserer dem Schönen und den Künsten aufgeschlossen und stadt, Frau Dr. Luise Klinsmann. Mag auch der zugetan. Die Pflege des kulturellen Lebens unserer Gedanke, daß hier der Tod als F reund an ein qual- Stadt in den traurigen Zeiten nach dem Kriege und volles Krankenlager trat, etwas Tröstliches haben, so den dann überraschend folgenden Jahren des Auf- zn: bleibt doch für uns der überraschende Schreck und baues lag bei Frau Klinsmann in allerbesten Händen. 188 Schmerz des Abschieds von einer außerordentlichen Fleik und Zähigkeit, hanseatische Zielstrebigkeit Frau, von einer Erscheinung unseres städtischen und fraulicher Charme gestalteten die Persönlich- Kulturlebens, die als geprägte Persönlichkeit auch keit unserer Kultussenatorin durch fast zwei Jahr- über das Grab hinaus Anerkennung finden wird. zehnte. Weit über Lübecks Grenzen hinaus, durch Êtt Seit 1946 hat Frau Klinsmann nach harten Jahren den deutschen Städtetag in PBunciesgebiet uniehe: der Zurücksetzung und Verfolgung am politischen Önders auch in den nordischen Ländern hat die Leben unserer Stadt teilgenommen und trotz aller P gr Stothsns mit:cinér bey where. üa bt zroßen Schwierigkeiten der Zeit nach dem Zusam- [: Eitquuser Öigenstänciges. Kurist-irn tut menbruch Wesentliches geleistet in der Schul- und Sen Vertreten und gefördert. x hat. &Äjrdsic] pier dunn in der Kultutvervaltun zuuu Kr . 1:t; Jeder Politiker, ganz besonders aber jede Frau folge Üirse.; s0 besünidextn Menschen angetreten in der Politik, ist der Kritik ausgesetzt. Auch Frau werden. Klinsmann, als echtes Lübecker Kind, mußte in In bester hanseatischer Tradition hat die Ver- ihrem reichen Leben erfahren, was die Worte be- storbene aus ihrer politischen Sicht und Überzeugung deuten, die am Hause der Schiffergesellschaft zu dem Wahren, Guten und Schönen gelebt. Mögen lesen sind: „Allen zu gefallen, ist unmöglich.“ Wer ihre sichtbaren Taten Ansporn sein für die Einsatz- einmal die leidenschaftliche Einsatzbereitschaft dieser bereitschaft im öffentlichen Leben. ohne die eine aktiven und impulsiven, mutigen und intuitiven gemeinnützige Tätigkeit nicht denkbar ist. Frau erleben durfte, der wird gerade jetzt in der Wir nehmen von Mitgefühl erfüllt in gefkaßter Stunde des Abschieds alles zurücktreten lassen und Trauer Abschied von einer bedeutenden Lübeckerin. nur dankbar aller selbstlosen Leistungen gedenken. Kurt Karl Rohbra Warum Mütterschulen ? Von Dr. L en a Ohnesorge , Minister für Arbeit, Soziales und Vertriebene des Landes Schleswig-Holstein ; Ecco... ..... > S übecke E!! “ „Warum Mütterschulen?“ – ge . . E r U§s J treztagves os ZU Diese Frage konnte sich Ss stellen, als im blik statt. Frau Minister Dr. Ohnesorge hielt 20. Jahrhundert sehr deutlich wurde. wie sehr eine am ersten Tage das folgende grundsätzliche durch Wissenschaft und Technik, ebenso aber durch Sför. Referat. tiekwirkende geistige Zeitströmungen veränderte §4. Mütterbildung ist heute eine zwingende Not- Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bis in die wendigkeit; denn der Strukturwandel der Familie Geschlossenheit der Familie hineingewirkt hatte. ersordert von der Frau ein besonderes Können und Damals begannen die ersten besorgten Stimmen, geistiges Durchdringen ihrer Aukgahe.“ Dieser Satz von einer Krise der Familie zu sprechen. Diese ist den von der Arbeitsgemeinschaft der Mütter- Besorgnis erwies sich allerdings als unbegründet. schulen im Jahre 1955 herausgegebenen „Richt- Die Familie als Grundordnung hat sich in den fol- linien für Mütterschulen“ vorangestellt. Damit wird genden Weltkatastrophen von außerordentlicher 1 22 ~ 25 1 8:
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