Full text: Lübeckische Blätter. 1962 (122)

von Meisterwittwen. Das Gebot, welches es jedem Kundgebung von Sympathieen aufzuwiegeln ver- Bürger im Staate zur Pflicht macht, ein Haus- und suchte, ist eine beklagenswerthe Thatsache, aber Familienwesen, dem durch den frühzeitigen Tod des Dank dem gesunden und soliden Sinne unseres Hauptes der traurigste Verfall droht, nach Kräften Mittelstandes glücklicher Weise vergeblich versucht zu stützen und aufrecht zu erhalten, wird nur noch in worden. diesem Stande mit wahrhaft großartiger Uneigen- Denn was hätte uns das für Nutzen bringen nügzigkeit befolgt. Nur im Handwerkerstande fehlt kznnen? Gar keinen! – Im Gegentheil: Wenn es es nie an jungen Männern, welche im Interesse des geschehen wäre, wenn die Könige von Dänemark Gemeinwesens das Wohl einer Familie, die sonst und Schweden 'es erfahren hätten, daß man die dem Staate zur Last fallen würde, sich zur Lebens- preußische Flotte so jubelnd aufgenommen, wie es aufgabe machen, und dies nicht allein für ihre nyr ihnen gegenüber bisher hier Sitte gewesen ist, Pflicht, sondern auch für ihr R e ch t ansehen. so würde uns das ihre Gunst entzogen haben. Don Es ließe sich noch vieles Andere anführen, was ihnen verdienen wir aber, der Nationalverein giebt gerade das Leben des Handwerkerstandes zum uns nichts zu verdienen. Muster eines gesunden und soliden Familienlebens Vit; Freuden begrüßen wir daher auch den macht, und damit die schönste Basis für ein kräf. Majoritäts beschluß der Handelskammer, die tiges, wohlgeordnetes, in sich abgeschlossenes Staats- den Antrag einer Anzahl dieser sogenannten wesern zu gewähren nicht allein fühig ift. sondern Patrioten auf Erlaubniß zur Betheiligung an der dasselbe auch bei uns in Lübeck in der That bis Fahrt nach Travemünde und dem dortigen Ab- dahin geuiihrt hat. schiedsfrühstück, welches den Preußen gegeben Das Obige mag indessen genügen, um doch auth wurde, mit Energie zurückgewiesen hat. Ia, wie einmal darauf hingewiesen zu haben, was wir in man hört, ist es dieser Majorität auch zu verdanken, unserm Handwerkerstande besizen, und was wir daß dem Anjinnen der preußischen Offiziere wegen durch die, wills Gott, niemals ins Leben tretende einer Betheiligung von Damen bei der Fahrt nach Gewerbefreiheit mit einem Schlage zu v e r n i
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.