Full text: Lübeckische Blätter. 1962 (122)

symbolische Gestalt gewonnen, und mit diesem etwas entfernte Aufstellung ermöglicht wird, nicht Symbol ist das ganze Stück gleichsam Iyrischn durch- scheuen. Der Erfolg lonnt die Mühe reichlich fe wirkt. Das Mädchen aber, das gewiß ihren Bräu- In den Passi z ß ts. tigarn, diesen reinen strahlenden Jüngling liebt, L H E P reer gust rlie er düster flammenden, verzehnrenden Leir heachtet. Brun o G r ii. Hâät sei ö denschaft, die von Leonardo ausgeht, und so kommt kein lan. Ss Studi z! zr. “t sets c H6re durgh es zu der Katastrophe. Den Leonardo so zu spielen, legten sé gu sc: q1f Wtitchörizte;t z gse! daß seine magische Gewalt wirklich spürbar wird, rungen us! Werk Fratbaroch rysl tt Hutönr ist sicherlich eine ungeheuer schwierige Aufgabe. sen. w ; gte sx Fchütr.zs1t. vorrüslich Gerd May en ließ es zwar an allen äußerlichen jedem 111 B sse ansptuchsg!s ZAuftgats. dig Mitteln nicht fehlen: starre Haltung, verkrampfte §demm sinre Nen § . Kgzsetittrsticin äahverlstitt; Hände, gebieterische Stimme; aber die magische heiden ch? ; ss gn; é UE ztden 1n seinen Ausstrahlung war nicht da. So fenlte Ros with a zierstil tief irison s; rer!s § Bs n seinen Musi Rieger, der Braut, das Gegenspiel, und damit führung ! Guss § é! § c;, 40 Borjüuriu. Zz ufs war auch die Wirkung inrer ohne Zweifel großen chors des B Heuts y ge: Hsisdelung des Knahény Leistung gefährdet; denn ihr Handeln wird nur hen Jakobi : ;haratcmns shzri vosri de ~ Hlsi. U Ls s . " Itnisse von E egrsittich, wenn das Gegenspiel zu voller Wirkung ßt: Jakob: pu ohh Endgüttigen Varsielluns;sti. ie schon früher ist damit der gesamte üh- Die Mutter, die Braut und Leonardo, das sind die Yungsapparat über jene bereits zu Bachs Zeit ger Rollen, auf die es ankommt. Im übrigen seien mit. übte Zweiteilung hinaus in drei Gruppen gegliedert; Dank und Anerkennung genannt: Melanie den beiden Hauptmassen des Klangkörpers, die in de Graaff, die als Magd, mehr noch als Bettlerin echter Doppelchörigkeit oder sich ablösend einzeln die zugleich der Tod ist, eine große Leistung bot.. musizieren, fügt sich nun im cantus firmus des Christiane V a uk, die in deutlichem Abstand Eingangschors und den Choralsätzen der Knaben- von der herrischen Mutter eine ganz andere mütter. chor zu einem akustischen Dreieck an, das den liche Gestalt in schlichter Eindringlichkeit gab, Kirchenraum umspannt und die Hörer mit ein- Robert Dittmar als der freundliche alte V Eis; dringlicher Gewalt in eine breite Klangfülle taucht. der Braut, Renate Becker mit feinem Gefühn Bei solchem räumlich weit gelagerten Musizieren als Frau des Leonardo mit Elis a b eth Olivier éErgaben sich erstaunliche Wirkungen, etwa bei dem als ihrer Mutter, Frie dh elm Lenmann als ergreifend keuschen, fernen Hineinsingen des Zwei- fröhlich unbekümmerter und dann von edlem Zorn ten Chors in die Alt-Klage (Beginn des zweiten gepackter Bräutigam, Hermann Schlög1, Ceils) oder mit der elementaren Wucht des Doppel- der sich in der Rolle des Mondes als guter und Mors „Sind Blitze, sind Donner“. Derartiges war eindrucksvoller Sprecher bewährte. nur möglich durch ein bewundernswert präzises Nicht zum wenigsten aber beruhte die starke Zlation "and Dramatik der Pasalor' crattond und Wirkung der Aufführung auf UVIrich Brechts händigend einte in einer konzentrierten Gestik, di Inszenierung — leider seiner letzten in Lübeck – . dle Klangmassen auch von ss tierten s . qle Die dramatische und die Iyrische Komponente des herüberzwang. mit den Diri gu an Eren Bmyoren Stückes kamen wohlausgewogen zu ihrem Recht, dOhdöre: mit U r H Plrzen qu lessk *evttorten und die Gestaltung der Szenen, Ruhe und Bewegung jm Sich-. ANPEIZEN . L Un cs re fae E E HEN Wirklichkeit der Bühne. Auch die künstlerisch i H j i- vollendeten Bühnenbilder J ür gen Dreiers E rp r s F 1U1r. uzter aoreq Worten ws Pi denen die veniger «nc Zmsist LE c ei: Ez! ser Knabenchor sich organisch dem Ganzen tenden Farben dem harten Schwarz-Weiß-Charakter ' § in wohltuender Weise ein wenig von seiner äußer- Eine Gruppe erstklassiger Solisten gab dieser sten Starre nanmen, und die dem Stück ausgezeich- ungewöhnlichen Autfünrung auch von der Einzel- net nachempfundene Zwischenaktmusik Gott Stimme her Glanz und Weihe, allen voran der aus- fried Stramms (Guitarre: Hans Hider) gezeichnete N a an P öl d als Evangelist, der seinen trugen dazu bei, daß die Aufführung dieser Part in dezenter, gleichwohl glutvoller Dramatik bedeutenden Iyrisch-dramatischen Dichtung ein VWeich und Iyrisch erfühlt darbot; daneben Ru do! k schöner Bühnenerfols wurde. Be Aue, der in feierlicher Würde die Jesusworte f§s: Fu cy th L usr sp er1s selets warmstrahlenden Sopran mit reicher Wirkung Bachs Matthäus-Passion in St. Jakobi !; Frist zz. ebenso die bewährt großartige, aus- Wie Schweitzer in seiner Bach-Monographie be- tick hstets Nr Gg roms un urs. Faun ss: merkt, enthalten die überlieferten Originalstimmen Bassist Edmund Illerh aus, der über ein der Matthäus-Passion „zwei vollständige Orgel- schlankes, elastisches Organ gebietet daneben hörte stimmen. Jeder Chor hatte also seinen Organisten... man den angenehmen Tenor W er ner Boy. Von Aus den räumlichen Verhältnissen der Thomaskirche den Solisten, die von der zweiten Empore aus Arien folgert Schweitzer, daß eine Aufstellung des zweiten Veitrugen, gelang es Ursula Anders (Sopran) Chores auf der kleinen Empore gegenüber der und Elfriede Oken s (Alt) besonders in den großen Orgel allerdings unwahrscheinlich gewesen Mlittelteilen ihrer Arien nicht immer, mit ihren sei; „aus der allzu großen Distanz hätten sich un- Stimmen durchzudringen; der Bassist Klaus überwindliche Schwierigkeiten für das Zusammen- F li e g el besaß hier größeres Volumen. Als klang- singen beider Chöre ergeben.“ Doch heißt es dann lich problematisch erwies sich in diesen Fällen aber in einem der schätzbaren Winke zur Aufführungs- auch das hier postierte Kammerorchester, das in praxis gleich danach: „Daß bei den heutigen Auf- der Begleitung zu dünn wirkte. ' führungen die beiden Chöre dicht nebeneinander Im ganzen aber hinterließ die mit respektablem oder hintereinander stehen, ist nicht vorteilnaft. Auf d Chö ä Ährten 1 ~ Ihre Wechselwirkung, auf die Bachs Komposition r t U c rerr. zug U uerzoctsv y angelegt ist, wird dadurch beeinträchtigt. Wo an- den beiden Kammerorchestern h § rt ter ss l gängig, soll man die räumliche Trennung unbedingt tigte Aufführun in tiek Úerv great SE: ; durchführen und auch die Schwierigkeit des Zusam- druck bei den Hörern ii St. I: . k0hi a gen Fin. menwirkens. wenn die Trennung nur durch eine füllten. We r 's 1: t zecrtnge 1 2H
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