Full text: Lübeckische Blätter. 1962 (122)

was eigentlich an diesem Dänemark und seinen und rhythmischen Eigenheiten des Werkes, Pentar- Poulsens, Nielsens, Jensens daran ist, nicht onne tonik, Orgelpunkt (nach Art des Dudelsacks), Punk- das hervorzuheben, was dort eben anders ist als tierungen und Synkopen in den Themen, weisen anderswo, z. B. in unserem Deutschland. Dabei auf Grundelemente folkloristischer Musik, die für handelt es sich nicht nur um die Dame mit der Dvorak ja auch sonst bezeichnend ist. Darum wandte Zigarre im Munde + also ein Phänomen jenseits er sich gleich nach der Vrauffünrung des Werkes z von Gut und Böse , sondern nicht zum wenigsten mit Recht gegen die Ansicht, die Symphonie benutze um so manch Liebenswertes und Erfreuliches, was Volksliedmelodien (,Ich habe keine einzige von die- dem Verfasser bei seinen offenbar gründlichen Stur sen Melodien verwendet. Ich habe einfach eigen- dien und reichen Erfahrungen entgegengetreten ist. wüchsige Themen geschrieben, denen ich Eigentüm- G . E . ! lichkeiten der Indianermusik einverleibt nabe ''). en E üÜclew : st ger rer. ier. So stellt das von Beginn an erfolgreiche Werk eine einfach, Giese Tonart über 74 Seiten testzuhaiton, Utz ns (r gruen Lindrücke mit der ängeborenen ohne Ermüdung oder gar er i ; ; ; ; eintritt, aber aun o ct rus Ngun Ls Stil Fgovisten Ut Gau oran tt sts; t Wc;: nt . gers Hertuste Obertrcnsen zuz hoven entwickelt hatte. Denn dies ist die andere gente Leser merkt die Methode und merkt, daß ust 49% S0 zt sus q Ve res; za gerade dadurch das Charakteristische noch deut- Encen v'ertes: eng [s tiet V dtschakt licher protiliert verd. Jedentäiis: Grund zum Uhl. Gurs Um onen sus, der tieten Verwanatechatt nehmen ist au ür die Dänen nicht vorhanden, da : j § K- aus jeder Zeile die Liebe des Verfassers zu dem hoyens Neunter und der roms!:ttischst; hes: Ent Lande und seinen Bewohnern deutlich wird. Léons nerschen Symphonik Mn dsn späteren Sätzen köstliche Zeichnungen passen haargenau zum Text. jestsus F" Best: 11 tat q mus. Esn tft y „Für Anfänger“ -- ich könnte mir denken, daß den, und eine geistig.energische formale Konzeption; ; ej x . durchsetzt mit kontrapunktischen Mitteln. GMD : H U S dieses Werkes mit seinen beteuernden Folklore- Elementen starke Eindrücke. Zeitweiligen Intona- Theater und Mulsik tionstrübungen der Bläser und einem allzu gemäßig- ten Tempo des Molto vivace – Scherzo (in dessen ?. Symphoniekonzert U 1 UF ot s RZ | § Z _, .; î echende Elementarwirkung der Ecksätze und die tr CHE uver eth Fhotmu ron L s : Esch. APsoklärtheit der tief js LargorWelt gegen- erschienen 1942 als Werk 29 zusammen mit den her. sy mphonischen Variationen über ein Schütz-Thema. Den unerwartet größten, triumphalen Erfolg er- Man darf in solcher Bindung an das Barock das zielte an diesem Abend aber das Es-Dur-Klavier- klare Bekenntnis eines Komponisten senen, in konzert von Liszt, mit dem verspätet noch seines dessen Schaffen die Orgel unter dem Einfluß 150. Geburtstages. im Vorjahr gedacht wurde; uner- Bachs zum wesentlichen Aussagemedium wurde, wartet, weil unserer Epoche das oft aufgedonnerte der sich in seinen bekannten Schriften über die Pathos einer Musikrichtung widersteht, die mit grel- Struktur von Bachs Inventionen und Mozarts len Orchestereffekten und einer bravourösen Vir- Jupitersymphonie gleichermaßen als feinsinniger tuosität ohne geistige Substanz allzu schnell ins Deuter der Geheimnisse der Polyphonie auswies, rein Dekorative entartete und ihre einst die Zeit wie er als schöpferischer Musiker seine Partituren blendende Wirkung mit raschem Verblassen bezah- kontrapunktisch durchwirkt. Davon vermittelten die len mußte. Man konnte im „Läiszt-Jahr“ zuweilen der zu Beginn des 7. Symphoniekonzerts gebotenen Bacher Ansicht begegnen, das Werk des großen Klavier- Variationen dem Publikum eine Vorstellung. Man maäasgiers sei wieder im Kommen = und in der Tat hörte hier eine stille, inwendige Musik, deren Reiz schien dieser Abend das zu bestätigen. Das Ge- auf einer noch an Reger gemahnenden Variationsn heimnis dieses Erfolges beruhte auf dem geradezu kunst, Harmonik und Kontrapunktik beruht; die idealen Zusammenwirken v. Dohnanyis, der mit Fuge, bemerkenswert in inrem Aufriß, ihrer tnemar rassigem Temperament und sichtlich in gespann- tischen Zubereitung, mit der markanten Vergrößer tester Ausgelassenheit das Orchester zu höchstem runs des Themas in den Bläsern, ist an die vorr Einsatz anfeuerte, mit dem geborenen Virtuosen letzte Stelle verwiesen – das Werk schließt im Verr Nikita Ma g alo f k, der schon in der vergange- ebben solcher aufgestauten geistigen Kräfte schlicr nen Konzertsaison durch sein unheimliches Können ter, mit der ModeratorKantabilität des Themas. das Publikum behexte. Er machte den unvergäng- Orchester und Dirigent stellten sich hier unauf- lichen Wert von Liszts Kunst bewußt, der darin dringlich, dem Wesen des Werkes angemessen in liest, daß ein phänomenales Klaviergenie durch die den Dienst einer Musik, von der keine laute Wir- universale Beherrschung der Tastatur – im massi- kung ausgeht ven Ansturm donnernder Oktavgänge und Akkord- Weit entfernt von solcher Musiksprache scheint Plöcke wie in der verhauchenden Reihung kühl Dvoraks Symphonie „Aus der Neuen Welt“. die Slitzernder Tonketten – den Eigenwert des Vir- 9. und letzte in seinem symphonischen Gesamt- tuosen behauptet und dadurch allein den Hörer in schaffen (und als solche sollte man sie nun endlich. Spannung hält. Strawinskys besondere Wertschät- auch zählen), die als zweites Orchesterwerk am Zung Clementis, über die man sich leicht wundern Schluß des Konzertes stand. Sie ist die erste Frucht Möchte, hielte man nicht einen Grundzug unserer von Dvoraks dreijährigem Amerika-Aufenthalt Sefühlsfkernen Epoche im Ausse, kehrt hier auf an- (18921895), geschrieben 1893 unter dem Eindruck derer Ebene wieder + eine stahlblanke Nüchtern- des großen Landes und seiner heimischen Volks- heit, die auf dem Umweg über die Technik unser musikkultur der Neger- und Indianergesänge, Rer SCefühl besticht. Es war kein Wunder, daß das aufs flex in den Mittelsätzen außerdem der amerikani- äußerste begeisterte Publikum durch seinen enor- schen Landschaft, wie sie nach Dvoraks eigener men Beifall etwas ganz Außergewöhnliches her- Aussage aus Longfellows „Sang von Hiawatha“ auf beizwang, nämlich die Wiederholung des Finale! sein Werk wirkte. Die melodischen. harmonischen Dr. Klaus Matthias K ! 1 4
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