Full text: Lübeckische Blätter. 1961 (121)

oberen Ebene wird voraussichtlich später durch bauplanung der Bauverwaltung Lübeck sind zu Lichtsignale geregelt werden müssen, wobei die er- beiden Seiten des Einschnittes der B 75 im we- forderlichen Stauräume beim Ausbau des Knotens sentlichen Böschungen und nur zum Teil Stütz- nach den Plänen der Lübecker Bauverwaltung zur mauern vorgesehen. Die Breite der Gesamtanlage Verfügung stehen würden. ließe sich noch etwas verringern, wenn auf ganzer Mit Rücksicht auf das zahlenmäßige Übergewicht Länge der Einschnittsstrecke Stützmauern errichtet des Verkehrs zwischen der Umgehung südlich der werden, die zur Verbessung des optischen Eindrucks Wakenitz und Travemünde sollte die Omnibushalte- für den Verkehr auf der B 75 mit leichtem Anlauf stelle auf die Westseite der Kreuzung verlegt und ausgeführt werden sollten. der Rechtsabbiegeverkehr Heiligen-Geist-Kamp~ Der vom Garten- und Friedhofsamt ferner Seitenrampe zur B 75 in Richtung Travemünde di- kritisierte Ausbau der Straße Sandberg zwischen rekt geführt werden, wobei dieser Verkehr vor der dem Burgtorfriedhof und dem Ehrenfriedhof steht Kreuzung der südlichen Seitenrampe mit dem nicht im Zusammenhang mit der bisher erörterten Straßenzug Heiligen-Geist-Kamp-Sandberg durch Verkehrsplanung (der Verkehr Hafen–Sandberg+ eine Dreiecksinsel getrennt werden und unter Um- Heiligen-Geist-Kamp wird, wie oben erwähnt, gehung der Signalregelung ständig fließen könnte. gering sein), sondern mit der weiter geplanten Das Garten. und Fricdhofsamt hält den Eingriff Entlastung des Burgtorplatrzes und Jer Innenstadt in den wertvollen Ba umb es t a n d im Bereich durch den Ausbau des Straßenzuges Sandberg des Verkehrsknotens am Sandberg für besonders Hafenstraße—An der Untertrave. Der Verkehr schmerzlich. Bei dem dichten Baumbestand wird dieses Straßenzuges wird jedoch nie ein sehr jedoch der Fortfall einer Baumreihe nach einiger großes Ausmaß erreichen. Zeit kaum noch bemerkt werden. Nach der Aus- Erster Baudirektor Prof. Otto Sill. Hamburg Erinnerung an den Bau des Elbe-Lübeclk-Kanals In der letzten Nummer der Lübeckischen Blätter der Feldbahnen zogen uns jeden Tag von neuem wurde ein Artikel über den Elbe-Trave-Kanal ver- an. Wir erlebten mit, wie die Verbindung zwischen zffentlicht, der sicherlich allseitig mit grokem In- Düker und Krähenteich hergestellt wurde und teresse gelesen worden ist. Ich habe als Junge in sahen zu. wie die großen Rohre unter das jetzige den Jahren nach 1897 das Entstehen dieses Kanals Kanalbett gelegt wurden. Der jetzige Sportplatz vor dem Hüxtertor miterlebt und möchte eine Buniamshof war für uns Kinder ein Paradies und kurze Schilderung aus meiner Erinnerung geben, eignete sich mit seinen vielen Gräben nnd Sträu- da ja die Zahl derer, die das alte Lübeck noch chern glänzend zum Räuber-und-Soldat-Spielen. kennen, ständig abnimmt. Besonders zog uns das Labyrinth der unterirdischen Durch den Bau des Kanals wurde das Stadtbild Wege an, die wan vom Kaisertor {aus hetezten E.üibecks ganz-.erheblich verändert.. Die: Wakenitz konnte. und ein Schauer überfiel uns. wenn es beim bildete bis dahin ein großes Seebecken. das un- Hineinschleichen dann dunkler und dunkler wurde mittelbar bis an die Altstadt heranreichte. Wo und man an den Seitenwänden noch Eiscnringe jetzt die Autos auf der breiten Falkenstraße ent- sitzen sah, an denen einst Gefangene gefesselt ge- langfahren, war damals Wasser, dessen Fläche r'esen sem. zellter, . kurz nach der Pelzerstraße endete. Es folgten dann Alle diese Spiele hatten mit der Einweihung des nur noch einige „Bleichen“, wie man damals die neuen Kanals ein Ende. Ich hatte noch das Glück. Wägsehercien nannte.. Auch das Lokal „Tivolik als Schüler dem St.-Marien-Knaben-Chor anzuge- unten am Burgtor lag noch am Wakenitzwasser. hören., der oberhalb der neuen Burgtorbrücke auf- und die Glockengießer-, Fleischhauer- Hunde- gestellt wurde, als Seine Majestät Kaiser Wil- straße usw. endeten m.: Ufer des großen Sees. helm II. nach der Einweihungsfahrt an Land ging Unterhalb der Hüxstraße, auf dem Gelände, das und von uns mit dem Lied „Singe. klinge, mein man jetzt noch als Aalhok bezeichnet, hatten die Jubellied. einzieht der Kaiser. Freude zieht mit Wakenitzkischer ihre Aalreusen und Fischkörbe im begrüßt wurde. Wasser. Im jetzigen Klughaken, nahe der jetzigen Das Hüxtertor wurde nun aus seinem Dorn- Hüxtertorbrücke, befand sich eine Badeanstalt. röschenschlaf geweckt. Die Seydlitzstraße entstand Dort, wo sich heute die Hüxtertorbrücke über den auf dem Gelände der alten Gärtnerei Rust. später Kanal spannt, mußte eine Villa abgebrochen wer- folgte die Moltkestraße, auf der damals noch die den, die dann in der Uhlandstraße wieder neu Anwohner der Augustenstraße ihre Ziegen und aufgebaut wurde. Schafe weideten. Bei der heutigen Moltkebrücke Wir Kinder hatten auf dem Kanalbaugelände befand fis s"? Frrttzils. in sst jr kitzie: ein ideales Spielfeld. Wir sahen immer wie die Eoth wozhes lancen f: por wer.. ssen. clCloOOOlOII.:.:.:. : entzückt. Aber die kleinen Lokomotiven und Loren Emil Bohzrien 1 KZ
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.