Full text: Lübeckische Blätter. 1961 (121)

LÜBECKISCHE BLATTER HERAUSGEGEBEN VON DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNÜTZIGER TATIGKEIT Lü B E CK, DEN 10. Juni 1961 E I N HU N D ER T EIN U N DZ WAN ZI G ST ER JA HR G A N G - N U M MER 18 Tägliche Orgelmusiken im Sommer 1961 in St. Marien Es finden in den Monaten Juni, Juli und August verzichtet haben. damit es z. T. dem St.-Marien-Bau- täglich um 12 Uhr in St. Marien kleine Orgel- verein für den Wiederaufbau der großen Orgel, musiken von etwa 20 Minuten Dauer statt*). Diese z. T. dem Fonds der Landesmusikschule zur Unter- kleinen täglichen Orgelmusiken sind geschaffen wor- stützung von Musikstudenten, die einer solchen Hilfe den, um den vielen auswärtigen Besuchern der bedürfen und ihrer würdig sind, gegeben werden St.-Marien-Kirche wie auch unseren Mitbürgern kann. selbst bei der Besichtigung eine kleine Zeit der inne- Die Mittel für die Durchführung dieser kleinen ren Besinnung zu schenken. St. Marien ist nicht nur Orgelmusiken sind von der .Dr. ing. h. c. Bernhard- ein Baudenkmal, das den Fremden anzieht, sondern Dräger-Stiftung“ unserer Gesellschaft zur Ver- es ist ein Raum, den Lübecker Bürger einst geschaffen fügung gestellt worden. haben. um in ihm Gott zu danken und zu ehren. Wir freuen uns. daß wir diese Einrichtung ge- Dies ist auch heute die Aufgabe von St. Marien und meinsam mit Herrn Pastor Dr. Lewerenz schaffen wird es hoffentlich immer bleiben. konnten. und hoffen. daß wir den vielen Fremden Wenn nun diese täglichen Orgelmusiken die und unseren Mitbürgern eine schöne Bereicherung vielen Besucher in der Kirche stille werden lassen damit gegeben haben. und ihnen einen kurzen Augenblick der inneren Dr. R. Sander, Ruhe schenken, so werden sie ihren Zweck in Vorsitzender der schönster Weise erfüllen. „Dr. ing. h. c. Bernhard-Dräger-Stiftung “ Ein besonderer Dank gebührt unserem St.-Marien. - . Organisten Herrn Professor Walter Kraft und den *) Wir weisen noch darauf hin, daß in den Schülern seiner Ofgelmusikklasse, daß sie alle so Monaten Juli und August an den Donnerstagen die bereitwillig sich für diese gute Aufgabe zur Ver- Ur zewnzriten prittzgs d YUr: zustalq1. Yi! qu kügung gestellt und persönlich auf das Honorar die Orgelkonzerte stattfinden. E Tradition und Forcschritt Es ist das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, daß Wenn ich zu dem Bürgerschaftsbeschluß hier das ein Arzt in den Lübeckischen Blättern sich mit der Wort ergreife, so geschieht es aus doppeltem Grund: Frage beschäftigt: Wie können wir dem Fortschritt Erstens aus Protest gegen die Art und Weise, wie dienen. ohne daß die Tradition darunter leidet? man in der Bürgerschaftssitzung die Motive ange- Wer den alarmierenden Artikel von Dr. Edelhoff sehener und ehrenhafter Männer als eigennützig „Sorge um Lübecks Baumbestand“) vom 1. März und laienhaft zu entwerten versuchte. Und zwei- aufmerksam gelesen hat. wird erschüttert gewesen tens bin ich nicht davon überzeugt. daß bisher alle sein über die drohende Gefahr tür eine der letzten Möglichkeiten eines annehmbaren Vergleichs wirk- Naturschönheiten vor unseren Toren. Das Unheil lich bis zum Ende durchdacht worden sind. wird heraufbeschworen durch den geplanten vier- Tradition ist die Bindung an das Vergangene. bahnigen kreuzungsfreien Ausbau der Bundes- aher kein Lübecker wird im Interesse des Fort- straße 75 nach Travemünde. : schritts vor Opfern zurückschrecken. die aus Grün- DaßK der Alarmruf Dr. Edelhoffs nicht unbe- Jen der Verkehrssicherheit n o t w en di g sind. gründet war, sollte sich bald Sr eisen. Was man gcchutz von Menschenleben geht über den Schutz kaum für möglich gehalten hätte, ereignete sich in von Bäumen und Naturschönheiten. Darüber sind der Bürgerschaftssitzung am 25. Mai: Der Plan . U Oberb DBalstei nher sm der Bauverwaltung wurde, wenn auch: nur. mit] '??? ER uur err. § puret zletein röttig emî1g: knapper Mehrheit, angenommen! Und solches ger ?0 dal JE ere Vjskussion über diesen Punkt schah trotz wochenlanger Beschwörungen und Kri- sich erübrigt. Was aber zwischen den Experten und tiken von Laien und Sachkennern, trotz sachlicher Uns noch unbedingt der Klärung bedarf, ist die Einwände und Gegenvorschläge erfahrener Redner Frage: Kann das uns allen v orsch we- in der Versammlung des St.-Gertrud-Vereins am bende ge meinsame Ziel nicht mit ge- 23. Mai. ram rem Au f w and und ohn e s ch m e r 2- "V j À
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