Full text: Lübeckische Blätter. 1960 (120)

Daß es manchmal zu jahrlangen Ausschreitungen Psychologen und Pädagogen zur Verfügung. Fa- der Eltern gegen ihre Kinder oder zu schwerer Ver- milien mit vernachlässigten Kindern geben wir auch wahrlosung kommt, liegt oft an der Scheu der Nach- wohl einen Betreuer oder eine Betreuerin bei. Auk barn, die Polizei oder die amtliche Fürsorge zu be- diese Weise ist es uns gelungen., zwischen Betreuer nachrichtigen. Die Ursachen für die Vernachlässi- und Betreuten geradezu Freundschaft zu schaffen. gung und Mißhandlung der Kinder sind mannigr Bei der Auswahl der betreuenden Personen ist selbst- fach. Von den niedrigsten, auch krankhaften Motiven verständlich Vorsicht geboten. da nicht jeder, der bis zur einfachen Unwissenheit und Beschränktheit guten Willens ist, auch sachlich der Aufgabe ge- gibt es Übergänge. Häufig sind die armen Opfer wachsen ist. uneheliche Kinder, die mit in die Ehe gebracht sind. Dic Verwahrlosung ‘der:: Kinder- ist TineswEss Kinder, deren Eltern in zerrütteter Ehe leben, e s Er G § t Kinder, die auf engstem Raume hausen müssen usw. nur vom Lebensstandard der Eltern abhängis. y: Sehr häufig handelt es sich um körperlich oder ge- pt! t qu! hervor. det t ed âeuit Lc 1915 sundheitlich benachteiligte Kinder, bei denen gie mer 5 immer geworden ist. lei Teil di Eltern nicht einsehen, dak es sich um kranke Kinder F ergessen werden, ges uE der kleiuete E ; handelt, und meinen, die vermeintlichen Unarten Fälle bekannt vewÄ O O r .. . re . besonders streng bestrafen zu müssen. Gerade aut zpât ist. Deshalb hält ler 811 erzschuqun diesem Gebiet kommt es zu schauerlichen Aus- klären und Vorbeugen für besser als Anklagen und schreitungen. Die Furcht vor den Behörden oder die Bestraken der Schuldigen oder Unwissenden. Dal Abneigung ihnen gegenüber aber ist immer -voch die Fehler und Vergehen so oft verborgen bleiben. verbreitet. Deshalb gehen viele ungern zum Jugend- liegt einmal, wie gesagt, an der Scheu yor den Be- amt oder zur Polizei. Lieber wendet man sich an hörden, nicht zuletzt aber auch an der Gleichgültig- eine private Organisation. So werden denn die keit und der Stumpfheit der Herzen der Umwohner Sprechstunden unserer Ortsverbände immer häufiger und Nachbarn. Manche haben auch unter Eigenen aufgesucht, und dies um so mehr, je bekannter der I-asten zu leiden und wollen sich nicht auch noch um Kinderschutz wird. Dieser kann oft schnellere Hilke fremdes Leid kümmern. Sie schen nicht ein. daß sie leisten sich durch ihr Schweigen selbst zu Mlitschuldigen ".:; Y . . machen. Man verschließt Augen und Ohren und läßt k Het z Kreft sieht sich aber vor cine „Yes lzples: wie es lzzlt. bis zu st 3st; Muß man ö da nicht von einer Mitschuld sprechen: i ich ist in vi ällen mangelnde oder ; ; ; Os tt UU. tin unte daß ihre Wir wollen an silezt Kindern. seven Ilauert..ks Söhne und Töchter in Kreise gelangen, in denen sie oder Nächttertiebr € t rens .f “b als iüire schließlich zu Halbstarken werden. Auch um dieses brauchen Mitarbeiter, die diese Auts It Problem bemüht sich unser Bund. Sehr häufig ist Pflicht anzusehen bereit sind. Nor zU;iy älteren die Unwissenheit junger Eltern die Ursache späterer Damen und Herten ttst sith u Jer. en >: Schäden. In unseren Sprechstunden erscheinen sehr Feld segensrer cr V ätiske!t. mu. ZE “siédeh ? ost junge Eltern und fragen um Rat. In solchen manch einer den Weg zu uns tm : Fällen verweisen wir sie gern an die Erziehungs- Schott beratungsstellen, falls wir nicht selbst in der LLze. TTT TT sind, die Angelegenheit schnell zu bereinigen. Im .) Deutscher Kinderschutzbund, Ortsverband Lübeck, übrigen stehen uns in den größeren Ortsverbänden Hövelnstraße 8 b, Tel. 6 38 64. Aus den Lübeckischen Blättern vom August und September 1860 Staatsbauten. Oft genug hört man die Klage, wie Uhrmacher der Marienkirche bestimmt ist. Ein erschreckend hoch unsere öffentlichen Bauten zu fleißiger Maurer hätte den Giebel in einem Tage stehen kämen. Wir wollen manche von ihnen, die, herunterputzen können. Die Aufsichtführenden wer. obgleich kostbar, wirklich unvermeidbar sind, keines- den wissen, wie lange aber dies Abputzen gedauer wegs hier der Kritik unterziehen, wohl aber auf habe. — Möchten doch solche Rügen, zu denen un- diejenigen hinweisen, welche ins Unendliche hin- endlich starker Anlaß sich findet, recht zahlreich ver- geschleppt werden. Die Bewohner des Mühlenthors öffentlicht werden; damit würde unserem Gemein- haben z. B. gestaunt wie außerordentlich lange die wesen ein wichtiger Dienst geleistet. Sollte über- Herstellung des Brunnens auf dem Brink gewährt haupt nicht Manches rascher, besser uh polhjeiler hat. Die Bewohner des Schüsselbudens haben mit hergestellt werden, wenn man es in oueurrens Staunen gesehen, wie langsam das Unterweißen und gäbe? Es gereicht unserer Stadt nicht zur Ehre, Tünchen des Hauses vorgerückt ist, welches für den wenn Fremden erzählt wird, wie fest abgeschlossenen I7 1 1
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