Full text: Lübeckische Blätter. 1958 (118)

ch sein; dies habe ich ja wohl deutlich genug gemacht. in Gang setzen wollte, überhaupt keine Angelegen- ts- Mehr auf ihren Brief zu sagen, werden Sie mir nicht heit der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnützi- de zumuten wollen. Ich wenigstens kann es ruhig den ger Tätigkeit ist und mit dieser ja auch nichts zu Mitgliedern unserer Gesellschaft und allen Mitbür- tun hat. Insofern ist bereits die Überschrift Ihres oll gern unserer Stadt, die diese Auseinandersetzung Offenen Briefes An den Direktor der Gesellschaft te L N Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit‘ ver- t. sich ihr Urteil zu bilden, wer hier unserer Gemein- fehlt. Ihr: Vr. Hander Ez nützigen Gesellschaft und unserer Hansestadt einen . guten und wer einen schlechten Dienst erwiesen hat. Die Erörterung der von Herrn Dr. Sander in Im übrigen scheinen Sie gar nicht erfaßt zu ha- Nr. 2 berührten Themen ist noch nicht abge- fn ben. daß die Diskussion, die ich mit meinem Aufsatz schlossen. Die Schriftleitung res [ Unternehmertum fn Vortrag von Präses Rieckmann vor Lübecker tät dabei zu erreichen, denn die Mehrzahl dessen, E- Lehrern der allgemeinbildenden Schulen am I6. Ja- was ich Ihnen vorzubringen habe, ist entstanden E- nuar 1958 im SitzungszimmerderKammer (gekürzt). aus eigenem Erleben und aus dem Versuch. das in „Ieh bin mir des großen Risikos bewußt, das ich Eigene zu erkennen. uf- eingehe, wenn ich den Versuch unternehme, über Als ich nun an die Vorbereitungen meines henti- rd, Wesen und Aufgaben unternehmerischer Tätigkeit gen Vortrages ging, mußte ich allerdings auch an zin vor einem Kreise wie dem Ihren zu sprechen. Ein- meine Schnlzeit denken, und zwar wurde uns se iNer- on mal, weil es überhaupt schwierig ist, etwas zu defi- zeit gesagt, man möge doch beginnen, wenn man en nieren und über das zu sprechen, was man selber tut, etwas vorträgt oder schreibt, seinem Partner, der Ite und zum anderen, weil gerade die unternehmerische zuhört oder liest, zunächst einmal eine Definition pr-. Tätigkeit eine solche Vielzahl] von Varianten auf. der Begriffe zu geben und zu sagen, wie man dis- weist, daß man sie kaum packen kann. Und bei knutieren will. Unternehmer ist, wer eine wirtschaft- un. dem Versuch einer Darstellung, wie ich sie heute liche Unternehmung verantwortlich selbständig lis 1:96; habe, läuft man zu leicht Gefahr, führt. Die Hanptaufgabe eines Unternehmers ist st: U a z mis ac k kr r § c §s Orgrqingti: Pr Tre ~1. M- al- M hr s U O CU tet U Zu Iz M- so deshalb, weil die Unternehmer jeden Tag erleben, Vorhandensein einer Persönlichkeit mit Fähig- reil daß ihr Bild in der Öffentlichkeit Verzerrt wird. keiten auf kaufmännischem, technischem und orga- nd Dies ist einmal begründet in dem natürlichen nisatorischem Gebiet. Darans resultiert für den ing Gewinnstreben, dem ein jeder Unternehmer unter- Unternehmer das hohe Maß an Verantwortung auß liegt, und zum anderen, wie ich auch schon sagte, gegenüber sich selbst, gegenüber dem Volksganzen ieh weil unsere Tätigkeit in Hunderten von Varianten und in seiner Eigenschaft als Menschenführer für I- ausgeübt werden kann. seine Mitarbeiter. "ch Die zunehmende Teelnisierung unserer ganzen Die ursprüngliche Form des Unternehmers war 1en Welt führt zwangsläufig dazu, daß die unterneh- die des selbständigen Menschen, das heißt also des merische Tätigkeit in immer zunehmendem Maße Unternehmers, der mit seinem Eigenen Kapital und Für an der Gestaltung des Weltbildes mitverantwort- in der Regel auch allein verantwortlich sein Unter- md lieh ist. Es ist daher notwendig, daß die Aufgaben nehmen betreibt. Die moderne Form, hervorge- ch des Unternehmers einmal von ihm selhst darge- rufen durch die technische Entwicklung Üurcke t n- stellt und von der Öffentlichkeit klar erkannt größeren Märkte, die wir bearbeite E der V " werden, um diesen Verkennungen vorzubeugen, sitzer des Vorstandes einer Ka italgesellscha.ft sss ere um in den Kreisen, die uns ferner oder näher ste- sind die Herren, die im Aue Oe EINer ui ru \n- hen, die Unterschätzung abzubauen. Gesellschaft mitverantwortlich zeichnen für cis ell- Der Unternehmer kann sich noch so sehr dagegen Politik dieses Unternehmens en. sträuben, er wird es nicht verhindern können, daß Auch die Muttersprache kormüit bei dem Ver- TEr seine Tätigkeit immer mehr in das Blickfeld der such der Definierung unseres Be ter es HER, en, politischen Diskussion kommt. Daher müssen wir Denn Was heißt eigentlich Unternehmer sein ? Ganz eht uns dessen bewußt sein, daß wir als Minorität, die einfach: Das ist ein Mann, der etwas unternimmt, len wir nun einmal darstellen, im täglichen Geschehen der sich selber etwas ausdenkt und im Unternehmen 10k alle Vorteile und Nachteile dieser Tatsache in Kauf versucht, dieses Ziel zu erreichen. Auch das zweite im nehmen müssen, und daß wir uns auch hin und Charakteristikum der unternehmerischen Tätigkeit wieder bei der Vertretung unserer Interessen be- ist in der Sprache in dem etwas unschöneren Wort To- lasten lassen müssen mit der Tatsache, daß wir »„Handlungsgehilfe‘ erkennbar. Das sind die Men- en, egoistische Ziele verfolgen. Ich glanbe nicht, daß sehen, die -- wie. es in meinem Lehrzeugnis noch 18t- ich behaupten kann, ein Höchstmaß an Objektivir hieß + die Handlung erlernt haben und als Hand- ng 4.2
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